Seite:Zerstreute Blaetter V.djvu/295

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Tod eines Lasterhaften.


Gelebet hat er nicht, als ob er sterben sollte;
Gestorben ist er nicht, als ob er leben wollte.


Glück.


Das Glück hat vielen, wohl zu leben,
Zu viel, doch keinem gnug gegeben.


Tod.


Mit dem gnadlosen Tod muß Jung und Alt
dahin;
Die Jungen findet er, die Alten finden ihn.


Ueberschrift eines Spiegels.


Bist du schön, so gebrauche Fleiß,
Dich nicht mit Lastern zu beflecken;
Und bist du häßlich, so sey weis’,
Den Fehl mit Tugend zu bedecken.

Empfohlene Zitierweise:
Johann Gottfried Herder: Zerstreute Blätter (Fünfte Sammlung). Carl Wilhelm Ettinger, Gotha 1793, Seite 279. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Zerstreute_Blaetter_V.djvu/295&oldid=- (Version vom 1.8.2018)