Spruner-Menke Handatlas 1880 Karte 47

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Autor: Theodor Menke, Karl Spruner von Merz u. A.
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Titel: Südwest-Deutschland mit Elsass. Oestliches Lothringen vor Ausbruch der französischen Revolution 1789
Untertitel:
aus: Hand-Atlas für die Geschichte des Mittelalters und der neueren Zeit
Herausgeber:
Auflage: 3. Auflage
Entstehungsdatum:
Erscheinungsdatum: 1880
Verlag: Justus Perthes
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Erscheinungsort: Gotha
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Spruner-Menke Handatlas 1880 Karte 47.jpg

[17]

Deutschland. Nr. XVII. Südwest-Deutschland mit Elsass und östlichem Lothringen vor Ausbruch der französischen Revolution, 1789. Mst. 1 : 1000 000. Entworfen von Th. Menke, bearbeitet und gezeichnet von B. Hassenstein.

Die vorstehende Karte wurde beigefügt, um die Gründe der Auflösung des alten deutschen Reiches kartographisch zu erläutern.

Die Karte ist von meinem Mitarbeiter, Hrn. B. Hassenstein, mit sorgfältiger Benutzung des umfangreichen kartographischen und litterarischen Materials, nach dem gearbeitet werden musste, ausgearbeitet.

Unter neuen kartographischen Bearbeitungen dieser verwickelten Verhältnisse wurden dankbar benutzt: L. Ewald, historische Uebersicht der Territorialveränderungen der Landgrafschaft Hessen-Darmstadt und des Grossherzogthums Hessen (mit einer Uebersichtskarte, Darmstadt 1862); v. Stälin und Bach, die Herrschaftsgebiete des [18] jetzigen Königreichs Würtemberg nach dem Stande von 1801, herausgegeben vom Königl. statistisch-topographischen Bureau (sine anno, um 1865 erschienen); Karl von Spruner, die bayerische Pfalz unmittelbar vor dem Anfall an Frankreich (Manuscript, eingetragen auf die im Mst. von 1 : 150 000 im topographischen Bureau des Königl. bayer. Generalquartiermeisterstabes bearbeitete, München 1842 erschienene Karte der baierischen Pfalz); Dr. Dünkelberg, Manuscript-Karte der Territorien, aus denen das Herzogthum Nassau sich gebildet hat, im Jahre 1802, nebst Memoir (der geograph. Anstalt vom Vorstande des Königl. preussischen Archivs zu Idstein, Dr. Rossel, gütigst mitgetheilt), und A. J. Weidenbach, Nassauische Territorien vom Besitzstande unmittelbar vor der französischen Revolution bis 1806 (mit Karte, Wiesbaden 1870).

H. Kiepert’s Karte von Elsass-Lothringen erschien leider erst nach Vollendung der vorliegenden Karte im Stich, gab aber zu einer nochmaligen Revision Anlass.

Ueber Mömpelgard hatte Herr von Stälin die Güte mir die betreffende Litteratur aufzugeben.

Wie Frankreich die Zerrissenheit des Reichs zu seinem Nutzen ausbeutete, haben jüngst Adolf Schmidt, Elsass und Lothringen, Nachweis, wie diese Provinzen dem deutschen Reiche verloren gingen (Leipzig 1859, dritte Auflage 1870), Heinrich von Sybel, der Friede von 1871 (Düsseldorf 1871) und Rudolf Usinger, die Grenze zwischen Deutschland und Frankreich (Berlin 1870) ausführlicher entwickelt.

Was die alte Grafschaft Limpurg betrifft, so gehörten:

1) Stadt Gaildorf zu 1/4 Limpurg-Gaildorf-Solms-Assenheim, zu 1/4 Limpurg-Gaildorf-Wurmbrand, zu 1/2 Limpurg-Sontheim, Gaildorf;
2) Limpurg-Gaildorf-Wurmbrand gehörte Wirtemberg und Leiningen;
3) Limpurg-Gaildorf-Assenheim gehörte Solms;
4) Limpurg-Sontheim-Schmidelfeld seit 1781 Wirtemberg;
5) Limpurg-Sontheim-Gröningen seit 1777 Hohenlohe-Bartenstein;
6) Limpurg-Sontheim-Obersontheim seit 1774 Löwenstein-Wertheim;
7) Limpurg-Sontheim-Gaildorf seit 1774 Schönburg-Welz-Pückler;
8) Limpurg-Sontheim-Michelbach seit 1774 Erbach und Wertheim.