Topographia Austriacarum: Korneuburg

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Topographia Germaniae
Korneuburg
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aus: Matthäus Merian (Herausgeber und Illustrator) und Martin Zeiller (Textautor):
Merian, Frankfurt am Main 1679, S. 12.
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Korneuburg / Cornaburgum.

Diese Lands-Fürstliche Unter-Oesterreichische Statt ligt gegen Closter Neuburg / über / nahend der Thonau / auff dem Lande / so gegen Böheim / und Mähren sich lencket. 2. Meilwegs oberhalb Wien / dahin man kompt / wann man von Prag / und Znoym / nacher Wien räiset. Wird ins gemein mit einem K. geschrieben. Ist eine schöne / fast lustige / veste / und wolerbaute Statt / welche Könige Matthias Corvinus auß Ungarn belägert / und / nach dem Er / in einem Treffen / wider die Käiserische obgesieget / solche endlich erobert hat. Theils sagen / es seye Anno 1481. geschehen: Bonfinius hat das 84. Jahr / deme beystimmet Gerardus de Roo, zu Ende seines 9. Buchs der Oesterreichischen Chronic / der auch schreibt / das die Corneuburger / in höchstem Mangel der Proviant / Roß und Katzen haben essen müssen / und sich deßwegen endlich ergeben: Der auch lib. 7. fol. 281. berichtet / daß zuvor / in dem Brüderlichen Krieg / deß Käisers Friderici deß Vierten Oberster / Andreas Baumkircher / Anno 1643. diese Statt eingenommen / das Schloß zugerüstet / und eine Besatzung darein gelegt habe. Anno 1645. bekam der Schwedisch Feld-Marschall Lenhart Torsten Sohn / diese Statt in seinen Gewalt / die Er folgends / wie man berichtet / sehr bevestigen lassen. Aber Anno 46. den 26. Julii / Alten Cal. ist dieser Ort wieder mit Accord an die Käiserische übergangen / nach dem sich der Schwedisch Obrist Copi 10. Wochen lang gehalten / und ihr / der Käiserischen / über zwölffhundert todt / und gequetscht worden seyn sollen. Und hat sich hernach auch das veste Schloß Rabenspurg in Oesterreich mit Accord an die Käiserischen ergeben; Satz aber haben die Schwedischen selbsten verlassen.

Vom Closter Neuburg folget hie unten.

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Korneuburg (Merian).jpg