Topographia Austriacarum: Leobn

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Topographia Germaniae
Leobn (heute: Leoben)
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aus: Matthäus Merian (Herausgeber und Illustrator) und Martin Zeiller (Textautor):
Merian, Frankfurt am Main 1679, S. 44.
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Leobn / Leubm / Leubenum.

Ist ein schöne / lustige / und wolgezierte / neben der Muer gelegne / und Landsfürstliche Statt / da sich allererst recht die Obere Steyer March anfahen solle. Es hat ein Eisen Niederlag allhie / und gehört ein grosse Graffschafft zu dieser Statt / so etwann eygene Grafen / deß Geschlechts von Hohenwart auß Bayern gehabt / die auch die Grafen von Schrobenhausen sind genant worden / so von denen von Andechs sollen herkommen seyn: Nach welcher Absterben diese Graffschafft / und Statt / Leubm / an Bischoff Conraden von Freysing gefallen / so Sigfriden / und Otten / der Grafen von Hohenwart / leiblicher Bruder gewesen / der Anno 1246. dieselbe / um ein starcke Summa Gelds / dem Hertzog in Kärndten eygenthumlich verkaufft hat; die folgends / mit dem Land / an das Hauß Oesterreich kommen / und zum Hertzogthum Steyer ist gerechnet worden; wie zwar Hieronymus Megiser in der Kärnterischen Chronic lib. 8. cap. 18. schreibet. Man kan sich aber in der Histori der Bischöffe zu Freysing auch ersehen; und bey der Statt Leuben genugsahmen Bericht hievon einziehen. Zu Anfang deß 1292. Jahrs / haben diese Statt der Ertzbischoff von Saltzburg / und Hertzog Otto in Bayern / sampt ihren Bundsgenossen / wider Hertzog Albrechten zu Oesterreich / eingenommen / und geplündert. Anno 1646. im Frühling / ist diese Statt halb abgebronnen. Ein Viertelmeil ohngefähr von der Statt liegt das vornehme Adeliche Jungfrauen Closter Göß / oder Gossense Coenobium, an der Muer / so ein reiche Abbtey ist.