Topographia Austriacarum: Voitsperg

aus Wikisource, der freien Quellensammlung
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Topographia Germaniae
Voitsperg (heute: Voitsberg)
<<<Vorheriger
Veistritz
Nächster>>>
Windisch-Grätz
aus: Matthäus Merian (Herausgeber und Illustrator) und Martin Zeiller (Textautor):
Merian, Frankfurt am Main 1679, S. 48.
Wikisource-logo.png [[| in Wikisource]]
Wikipedia-logo.png Voitsberg in der Wikipedia
Bearbeitungsstand
fertig
Fertig! Dieser Text wurde zweimal anhand der Quelle Korrektur gelesen. Die Schreibweise folgt dem Originaltext.
Um eine Seite zu bearbeiten, brauchst du nur auf die entsprechende [Seitenzahl] zu klicken. Weitere Informationen findest du unter Hilfe
Link zur Indexseite


[48]
Voitsperg.

Dieses Landsfürstlich Stättlein liegt drey Meil Wegs von Grätz / an der Kaynach / darein da ein anders Wasser / so Theils Grades / Theils Crembs nennen / kompt / nahend dem Schloß Kaynach / davon ein vornehmes Freyherren Geschlecht den Nahmen führet: Deme auch / und vielleicht noch / das über einem Berg von der Statt hinüber gelegne Schloß Leonroth gehöret hat. Es ist Voitsperg ein gar altes Wesen / wie solches auch die alte Schrifften / nach Anzeyg deß Lazii lib. 12. Reipublicae Roman. sect. 6. cap. 4. bezeugen / und solle solches Stättlein zu der Römer Zeiten / wie Theils wollen / Vianna geheissen haben / die ältiste Statt in Steyer / und etwann deß Landes Haupt gewesen seyn / ehe sie Grätz an Herrlichkeit / und Ansehen / überstiegen hat. Ist der Zeit von geringen Gebäuen.

Zwischen ihr / und besagter Haupt-Statt Grätz aber etwas auff der Seiten / liegt das Bad Dobel / oder Dobla / in gemein Dobelsbad genant / welches man wärmen muß. Hat einen starcken Ursprung / und etliche dabey erbaute Häuser für die Badgäste / sampt einem Wirtshause.