Topographia Bavariae: Lützmanstein

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Topographia Germaniae
Lützmanstein (heute: Lutzmannstein)
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aus: Matthäus Merian (Herausgeber und Illustrator) und Martin Zeiller (Textautor):
Merian, Frankfurt am Main Merian 1644, S. 44.
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Lützmanstein /

Ein Hauß / oder Schloß / in der Obern-Pfaltz / so der Obrist Voit / ein geborner Nürnberger / ein Zeitlang inngehabt / vnnd darauß mit Außreitten grossen Schaden gethan; aber Anno 1633. von dem Pfleger deß Hauses / vnd seinem eignen Diener / im Aprillen / mit einem Schuß durch den Armen verwundet / überwältiget / vnnd so lang in Verhafft behalten worden / biß der Statt Nürenberg Capitaine im Hoff / mit dreyssig Tragonern / vnd zwantzig Reutern / daselbst angelangt / vnd sich deß Hauses impatronirt, auch gedachten Obristen vollents niedergemacht. Aber die Käyserischen beschossen / zu Außgang deß Weinmonats / vnder dem Obristen Manteuffel / solches Schloß / vnd bekamen es vnder dem accordiren, in ihren Gewalt / nahmen die Knechte gefangen / vnd liessen den obgedachten deß Obristen Voiten Diener darinn spissen / wie Bogislaff Philipp von Chemnitz / im zweyten Theil vom Schwedischen Krieg / libro primo, folio centesimo vigesimo quarto berichtet: Aber / weme solches Schloß gehöre / nicht saget. Vnter den Nürenbergischen Häusern kan ichs nicht finden; wird daher einer andern Herrschafft gehörig seyn.