Topographia Bohemiae, Moraviae et Silesiae: Beschluß vom Böhmerland

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Topographia Germaniae
Beschluß vom Böhmerland
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aus: Matthäus Merian (Herausgeber und Illustrator) und Martin Zeiller (Textautor):
Merian, Frankfurt am Main 1650, S. 85–86.
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[85]
Beschluß vom Böhmerland.

Es seyn über diese jetzt erzehlte noch mehr Ort in Böheim: und werden in den Beylagen zu der andern Apologia der Böhmischen Stände / fol. 165. nachgehende Ort / Städtlein genant / als Annhoscht / Hostaun / Sadska / Schelakowitz / Schönbach / Schtieti und Tschindorff. So werden unterweilen in den Zeitungen und Relationen / auch folgende Ort benamset: als / Aberthan / Belleschin / (so Anno 1620. die Käiserlichen auß Budweiß eingenommen haben) Bidzou / Budian (so Anno 1620. die Bäyerischen einbekommen) Bussierat (allda Anno 1619. Churfürst Friederich Pfaltzgraf / auff einem schönen Hauß / einem Herrn von Colobrat gehörig / übernachtet / als er von Eger nach Prag geräiset / und hieher / so zwischen Slan und Prag gelegen / gelanget ist) Camnitz / (2. Meilen von Budweiß / ein vor diesem Schwanbergischer Ort / daselbst General Bucquoy sein Volck / ehe er auff Budweiß gezogen / hat außrasten lassen / Hengst / Hostienberg / Horzowicz / Hrobigrab bey Thabor / Humpolecz bey Ledecz / (deren eins auch bey Teutschenbrod) Kamenicz / Kameik / Katharinaberg bey Osseck und Eisenburg: Koß / Knin bey Horschowitz und Carolstein im Podberder-Cräiß; Krtschin / Landsberg / bey der Böhmischen Treiba / Luthersgrab / Maschau zwischen Falckenau und Santen / allda / auff dem freyen Feld / ein Böhmischer vom Adel / Steinbach genant / den Churfürst Friederich Pfaltzgrafen / mit seiner gantzen Gefehrtschafft statt- und herrlich tractirt und gespeiset hat; wie in der Frühlings-Relation deß Jahrs 1620. p. 21. stehet; Milewsko / so in dem Hussiten-Krieg Anno 1430. bekandt worden; Nalschow / eine Bergstadt / bey Chanowitz und Rabii: Naworaw / ein vestes Schloß in Böheim; so den gantzen Königs-Grätzer und Jungen Buntzler-Cräiß / in Contribution gehalten; sich aber Anno 1644. den 3. Hornung / wieder an die Käiserlichen ergeben hat: Nodelitz (vielleicht Netotitz / ein verschantzter Flecken nahend Budweiß / so An. 1619. von den Bucquoyischen / durch Brand erobert worden / wie in einer Franckfurtischen Relation stehet: Notschoticz / Rabenstein / bey Luticz im Satzer Cräiß; Radnicz / Radoniz / im Rakoniker Cräiß / nahend Zwikowez / Radynie / Saltian / so in der Relation ein Städtlein genant / und daß es die Bucquoyischen An. 1619. erobert / gesagt wird: Santen / so auch in der Franckfurtischen Frühlings-Relation deß Jahrs 1620. zwischen Falckenau und Laun / gesetzt / und daß Churfürst Friederich Pfaltzgraf / auff seiner Räise von Eger nach Prag / vom Rath und Burgerschafft allhie / Anno 1619. stattlich empfangen worden / und daß solcher Ort 3. Meilen von Brixen lige / geschrieben wird. Schebrack oder Zebrack / bey Zbiroh / Zerwitz und Waldegg. Slawietin / [86] Starckowiz; Skaliz hinder Jaromir; Tauschou im Pilsner Cräiß / nahend Tauschkow ob der Miß; Titschein; Tuschkau; Wimberg im Prachenser Cräiß / beym Wald / auff Passau zu; Wildstein bey Nebilowij und Portitz; Wischa; Wünschelburg oder Winschelburg / ein Städtlein / in der Grafschafft Glatz; welches Anno 1622. deß jungen Grafen von Thurn Soldaten / auß Glatz / eingenommen haben; und andere mehr. Weiln aber theils uns gar nicht bekandt / obwoln deren Hagecius gedencket / und sie unter die Böhmische Städtlein / Märckt / etc. setzet; von theils aber keinen andern Bericht / als den hie oben stehenden haben; bey theils auch zweiffeln / ob sie nicht allbereit vorhero / aber mit andern Namen / (dieweil fast die meisten Ort in Böheim anders auff Böhmisch / und anders auff Teutsch genant werden) einkommen: Als haben wir derselben im Beschluß allein mit wenigem gedencken wollen.