Topographia Braunschweig Lüneburg: Bodenburg

aus Wikisource, der freien Quellensammlung
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Topographia Germaniae
Bodenburg
<<<Vorheriger
Blumenaw
Nächster>>>
Bodenteich
aus: Matthäus Merian (Herausgeber und Illustrator) und Martin Zeiller (Textautor):
Merian, Frankfurt am Main 1654, S. 56.
Wikisource-logo.png [[| in Wikisource]]
Wikipedia-logo.png Bodenburg in der Wikipedia
Bearbeitungsstand
fertig
Fertig! Dieser Text wurde zweimal anhand der Quelle Korrektur gelesen. Die Schreibweise folgt dem Originaltext.
Um eine Seite zu bearbeiten, brauchst du nur auf die entsprechende [Seitenzahl] zu klicken. Weitere Informationen findest du unter Hilfe
Link zur Indexseite


[56]
Bodenburg.

Das Schloß Bodenburg / zum Fürstenthumb Braunschweig Wolfenbüttel gehörend / ist ein Adelicher Ansitz der von Steinberg / vnd von Graff Bodo von Steinberg in das freye Feld / hinter den Schattenberg / an der Landstrassen / einer zimblichen lustigen gegend / gebawet / etwa vmb das Jahr Christi 1000. Es ist dieses Hauß auß tieffer Wassergrafft / mit starcker fester Maur / vnd hohem Thurn / außgeführet / wozu nur ein Zugang / mit der Zugbrück versehen / gehet; hat einen alten Wall / auch truckenen Graben / vnd ist das Gebäw so weitläufftig / daß vier absonderliche Adeliche Sitze daroben gewesen / nunmehr aber nur von zwoen Linien / der von Steinberg bewohnet wird. Nechst der Grafft ligen die Vorwercker / mit einer eignen Pforten verwahret.

Im gantzen Bezirck hat es einen fruchtbarn Kornbodem / einen guten Küchenwald / ein klein Dorff / vnd Windmühle: nebenst Ober- vnd Vntergericht / hoher vnd nieder Jagt.

Das Flecken Bodenburg / nebenst den Vorwercken / ist in anno 1641. den 21. Augusti, bey der Keyserl. vnd Beyerischen Einfall / von denselben in Brand gesetzet / vnd erbärmlich gantz eingeäschert worden.

[T21]
Bodenburg (Merian).jpg