Topographia Braunschweig Lüneburg: Vogdsdahlum

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Topographia Germaniae
Vogdsdahlum (heute: Dahlum)
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aus: Matthäus Merian (Herausgeber und Illustrator) und Martin Zeiller (Textautor):
Merian, Frankfurt am Main 1654, S. 198.
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[T111]
Voigtsdalum (Merian).jpg
[198]
Vogdsdahlum.

Ist ein Fürstl. Wolffenbüttelsch Ampthauß / welches vor langen Jahren die von Wenden / als eine ErbVoigtey possediret haben / soll vor erst Dahlumb geheissen / vnd hernacher von der Voigtey den Nahmen Voigtsdahlumb überkommen haben / massen Ludolph von Wenden / dem Edlen Voigt zu Voigtsdahlumb geschrieben worden. Es soll aber von Hertzog Heinrichen dem Jüngern zu Braunschweig vnd Lüneburg / wie S. Fürstl. Gn. wieder zu Land vnd Leuten kommen / das Geschlecht der von Wenden davon abgebracht seyn / vnd ist darauff zu einem Fürstl. Ampthause gemacht worden.

Es ist das hohe Wohnhauß / wie auch das alte Hauß / beyde von Grunde biß oben vnters Dach / mit Steinen auffgemawert / gleichfalls die Küche vnd Speisekeller oben mit dem Keese- vnd Fleischboden / als auch das Dörre- Braw- vnd newe Wohnhauß / welche in einem Triangel in einander gebawet / vnd begreiffen den innern Platz deß Amptes oder Burg.

Sonst ist dieses Fürstl. Ampthauß mit Meyereyen / Vorwercken / Stallungen / Mühlen / vnd anderen zu der Haußhaltung nöhtigen Gebäwen wol versehen / vnd ligt vnter dem Elm / zwischen Schöppenstett vnd Wobeck / an der Heerstrassen / grentzet mit dem Ampt Wolffenbüttel / Jerxheim / Schöningen / vnd der Herrschafft Warberg / in einer lustigen gegend / hat zimlich guten Ackerbaw / auch stattliche Holtzungen.

Bey diesem letzten Kriege ist dieses Ampt / als welches an einer offenen Heerstrassen gelegen / zu vnterschiedlichen vielen mahlen ruinirt / vnd gäntzlich außgeplündert worden / hat sich jedoch zu jetzigen Zeiten zimlich wieder erholet.