Topographia Circuli Burgundici: Burgum

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Topographia Germaniae
Burgum
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aus: Matthäus Merian (Herausgeber und Illustrator) und Martin Zeiller (Textautor):
Merian, Frankfurt am Main 1654, S. 262.
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[262] Burgum, ein offen Stättlein / so an einem erhöchten Ort / und ein Meil wegs von der Statt Noseret gelegen; ist von Zeiten mit Mauren umbgeben gewesen / die aber nach Hertzog Carls von Burgund Tod / von den Frantzosen darnider geworffen / und der Ort halb zustört worden. Der Fluß Dain, oder Danus, solle allda am sanfftisten / und stillesten rinnen; welcher nahend Nosereth auß einem sehr tieffen ungründlichen Loch / oder Höhle / mit so viel Wassers herfür kompt / daß Gilbertus Cognatus Nozerenus pag. 51. seqq. will / daß der Lech nicht so viel Wassers in die Thonau / oder die Arola in den Rhein / mit sich führe / als auß dieser Hölin herauß falle. Er kompt endlich in den Rhodanum; und ist / wegen der Brachsmen / und Forellen / sehr berühmt. Man hält darfür / daß in gantz Burgund allein dieser Ort Burg noch seinen alten Nahmen behalte. Cognatus sagt / daß der Kauffhandel von hinnen ins Dorff Syrod / so wie ein Stättlein außsehe / gelegt worden seye / und daß nahend diesem Stättlein / auff einem höhern Hüglin zwey Schlösser beysammen ligen / so beede Chasteau villain heissen.