Topographia Circuli Burgundici: Cassele

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Topographia Germaniae
Cassele (heute: Cassel)
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aus: Matthäus Merian (Herausgeber und Illustrator) und Martin Zeiller (Textautor):
Merian, Frankfurt am Main 1654, S. 167.
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[167] Cassele / Casletum, oder vielmehr Castellum, ein beschlossenes Stättlein in Teutsch Flandern / auff einem gar hohen Berg / fast 4. Meilen von Winoxbergen / und so viel auch von S. Omer gelegen. Ist wieder zimlich fein gebawet / und hält jährlich im Jenner / und Augusto / einen berühmbten Pferdmarck. Hat ein altes Schloß / ein springenden Brunnen auff dem Marck / und 2. Canonich Stifft / darunter das zu S. Peter vornehm. Es gehören 52. Dörffer hieher. Anno 1329. und 1385. haben die Frantzosen diesen Ort eingenommen / geplündert und verbrant. Anno 1645. haben diesen Ort die Frantzosen wieder erobert. In Tom. 5. Theatr. Europ. stehet / fol. 928. daß die Lamboischen im besagten Jahr Berg-Cassel in Flandern / bey nächtlicher weil erstiegen / und die darinn gelegene Frantzösische Besatzung / mit dem Commendanten / gefangen genommen / welches dann beedes von einem Ort verstanden wird.