Topographia Circuli Burgundici: Domburg

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Topographia Germaniae
Domburg
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aus: Matthäus Merian (Herausgeber und Illustrator) und Martin Zeiller (Textautor):
Merian, Frankfurt am Main 1654, S. 128.
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[128] Domburg. Ludovicus Guicciardinus, in Beschreibung Hollands sagt / daß unter den Duinen / oder den Sandhügeln / oder Bäncken deß Seelands / etliche Stättlein (oder vielmehr Flecken) ohne Mauren seyen / sonderlich Souteland / und Westcappel / welches letztere noch heutigs tags Statt-Gerechtigkeit habe; wiewohl die Statt dieses Nahmens zu seiner Zeit mehr als vor 120. Jahren vom Meer ersäufft worden. Auff diesen Orth folge Domburg; hernach Westhoven / da vorzeiten der Apt zu Middelburg seinen Lust und Erquickung gehabt habe. In dem Neuen Atlante stehet / daß Domburg jetzt ein grosses Dorff / vorzeiten eine Statt gewesen / und anjetzo noch mit den Stätten einerley Privilegien geniesse. In dem T. 5. Theat. Europ. wird f. 1298. gemeldet / daß umbs Jahr 1647. etliche extraordinari Antiquiteten gefunden worden / am Seestrand / zu Domburch / oder Domburg / in [129] Walcheren / in der Graffschafft Laterdal / welche Herrn Ludwig von Alteren / Herrn von Jarsfeld / zuständig. Auff dem Platz / da solche Steine / die daselbst beschrieben / gefunden worden / hab man auch etliche Pfenning / oder Gelte / angetroffen; auff welcher zu einer seiten zu befinden Abbildung der alten Römischen Käyser / auff der andern aber ein Burg / so da sey das Wappen von Domburg.