Topographia Circuli Burgundici: Grey

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Topographia Germaniae
Grey (heute: Gray)
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Griefmont
aus: Matthäus Merian (Herausgeber und Illustrator) und Martin Zeiller (Textautor):
Merian, Frankfurt am Main 1654, S. 269.
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[269] Grey, Gray, Grajacum, Graeum, Ist eine auß den fürnehmsten Stätten in dieser Graffschafft Burgund / an der Arari, oder Saone, gar lustig gelegen / so an schönen Gassen / Brunnen / Kirchen / und andern / so wol offentlichen / als Privat-Gebäuen / keinen Mangel hat / sondern damit stattlich versehen ist. Das Land herumb ist an allerhand Sachen sehr fruchtbar / und gibt es da schöne weite Felder. Anno 1477. nach dem Tode deß letzten Hertzogs von Burgund / deß Caroli, nahmen die Frantzosen diese Statt ein; verlohrens aber wieder / unter währender Belagerung der Statt Dole, und wurde Gray von den Burgundischen selbsten außgeplündert: daher die Statt hernach angesteckt / und verbrant ward / wie Gollusius berichtet / und saget / daß sie Anno 1482. noch gantz wüst da gelegen seye; Aber Anno 1492. als Käyser Maximilian der Erste / mit seinem Kriegsvolck ins Land kam / hatte sie wieder eine Frantzösische Besatzung. Anno 1595. hat König Heinrich der Vierdte aus Franckreich erstlich die Ort umb diese Statt gelegen angegriffen / der Hoffnung / den Connestable von Castillien, der selbiger Zeit allhie / zu Gray, war / in seine Händ zu bringen: Aber er ist in seiner Hoffnung betrogen worden; und hat sich daher von hinnen auff Bisantz begeben. In dem nechsten Krieg / kunten die Frantzosen dieser vesten Statt / wie auch Salins, und Dole, nichts angewinnen / sondern es seyn solche drey Stätte biß daher in Spanischer Devotion verblieben. Und haben die Weymarischen Anno 1637. diesen Ort anfangs angegriffen / und den Spanischen Entsatz darvor / den 24. Junii geschlagen.