Topographia Electoratus Brandenburgici et Ducatus Pomeraniae: Fridland

aus Wikisource, der freien Quellensammlung
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Topographia Germaniae
Fridland (heute: Prawdinsk)
<<<Vorheriger
Frideck
Nächster>>>
Garden
aus: Matthäus Merian (Herausgeber und Illustrator) und Martin Zeiller (Textautor):
Merian, Frankfurt am Main 1652, S. 27.
Wikisource-logo.png [[| in Wikisource]]
Wikipedia-logo.png Prawdinsk in der Wikipedia
Bearbeitungsstand
korrigiert
Dieser Text wurde anhand der angegebenen Quelle einmal Korrektur gelesen. Die Schreibweise sollte dem Originaltext folgen. Es ist noch ein weiterer Korrekturdurchgang nötig.
Um eine Seite zu bearbeiten, brauchst du nur auf die entsprechende [Seitenzahl] zu klicken. Weitere Informationen findest du unter Hilfe
Link zur Indexseite


[27]
Fridland /

In Natangen / ein Städtlein / Anno 1312. gebauet / so Anno 1461. die Polen eingenommen. Es haben aber hernach die Burger die Polnische Besatzung alda umbgebracht / und das Städtlein dem Teutschen Orden wider zugestelt. An. 1464. haben deß gedachten Ordens Soldaten / so alhie in der Besatzung gelegen / weil sie nit seyn bezahlet worden / das Städtlein geplündert / angezündet / und seynd davon gezogen / wie zwar Cromerus die Sach erzehlet; wiewol Hennenberger die Umbstände einwenig anders setzet / auch deß Orthes Holstein / so gemelter Cromerus eine grosse Stadt in deß Ordens Gebiet nennet / so selbiges mal die Polen erhascht hätten / nicht gedencket. Anno 1553. ist Fridland biß auff die Kirchen abgebronnen.

Es ist auch ein Fridland in Pomerellen / der Cron Polen gehörig; dabey umbs Jahr 1454. die Polen / von den Teutschen Orden / seyn geschlagen worden / wie es Cromerus lib 23. selber berichtet.