Topographia Electoratus Brandenburgici et Ducatus Pomeraniae: Tribesees

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Topographia Germaniae
Tribeses (heute: Tribsees)
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aus: Matthäus Merian (Herausgeber und Illustrator) und Martin Zeiller (Textautor):
Merian, Frankfurt am Main 1652, S. 117.
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Tribesees /

Ist auch ein Pommerische Stadt / und gewaltiger Paß / an den Mechelburgischen Gräntzen / und der Trebel zwischen Rostock / und Grypswalde / gelegen. Ist alt / und hat ein Fürstlich Hauß / und Ampt. Ist in diesen nächsten Kriegen zimlich feste gemacht worden / und hat starcke Wäll / also / daß die Käyserischen Anno 1687. im Novembri, Stadt / und Schloß / anders nicht / als mit Behändigkeit / durch eines Bauren Angeben / der zur Wallarbeit bestellet war / und die Schildwacht danider machete einbekommen können. Es haben gleichwol das folgende Jahr die Schwedischen diesen Orth wieder erobert. Fürst Ratibor in Pommern / der Anno 1151. gestorben / hat diese Stadt seinen Feinden / den Rugianern / abgenommen und sie zum Christlichen Glauben gebracht. Die gleichwol nit lang hernach Fürst Jaromar auß Rügen / mit Hülff der Dänen / wieder erobert hat. Als aber folgends / im Jahr 1325. der letzte Fürst von Rügen / Witzlaff / ohne Männliche Leibs-Erben mit Todt abgieng / so bekamen sein Land die Pommer. Fürsten / und damit auch dieses Tribesees: Denen gleichwol Hertzog Heinrich von Mechelnburg / sonst der Löwe genandt / und die beyde Fürsten von der Werle / Herman / und Henning / die auch gerne etwas davon / wo nicht das gantze Rügenland hätten / solche Stadt einnahmen; so aber die auß Pommern wieder eroberten: wiewol es auch nachmalen noch dißweilen Streit deßwegen gab; und doch endlich solche Stadt bey Pommern verbleiben thate. Anno 1631. eroberten diesen Orth die Schwedischen mit Gewalt. Wie es folgends damit hergangen / ist hie oben allbereit zum Theil gemeldet worden.