Topographia Franconiae: Oeringen

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Topographia Germaniae
Oeringen (heute: Öhringen)
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aus: Matthäus Merian (Herausgeber und Illustrator) und Martin Zeiller (Textautor):
Merian, Frankfurt am Main 1648, S. 80.
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Oeringen / Oeringa.

Hat den Namen von dem Fluß Ora, gleich wie auch die Landschafft herumb davon Origovia, oder das Orgöu geheissen wird; wie Crusius part. 2. Annal. Suev. fol. 195. schreibet. Ist ein Gräffliche Hohenlohische Stadt / Schloß und gemeines Ampt / an den Gräntzen deß Francken- und Würtenberger-Lands / wie auch andere der Herren Grafen von Hohenlohe Oerter / gelegen. Das Stifft hat von Käysers Conradi II. Mutter / der Adelheit / seinen Anfang Anno 1037. bekommen; als die hernach Graff Herman von Hohenlohe geheuratet hat / und allhie begraben ligt. Das Diploma fundationis, ac dotationis, hat Magerus de Advocatia armata, cap. 5. n. 392. fol. 150. und ist von solchem Stifft / allda die Graffen von Hohenlohe ihre Begräbnuß haben / besagter Crusius d. part. 2. lib. 6. c. 8. et. part. 3. lib. 1. c. 12. et lib. 5. c. 1. et lib. 9. c. 12. zu lesen; der auch an obgedachtem 195. Blat sagt / daß solche Stiffts-Kirchen / vor alters / ausser deß Städtleins Oeringen / so man jetzt die Alte Stadt nennet / gelegen gewesen. Hernach haben viel / auch vornehme Leuthe / bey solchem Stifft Häuser gebauet / und endlich dieselbe mit einer Mauer umbgeben / daß es eine besondere Stadt worden / und seye der Rath und Gericht / auß Alt-Oeringen gewichen / und habe sich in diese neue Stadt begeben; daher sie auch ihre Geschlechter bekommen habe. Von hochwolgedachten Herren Grafen von Hohenlohe (die sich mit vielen vornehmen Häusern in Teutschland befreundet / auch auß ihnen viel Bischoffe worden seyn) Ursprung / etc. siehe / ihn / den Crusium, part. 2. lib. 6. cap. 8. und Lazium, lib. 8. Migrat. Gent. cap. 34.