Topographia Palatinatus Rheni: Lustat

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Topographia Germaniae
Lustat (heute: Lustadt)
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aus: Matthäus Merian (Herausgeber und Illustrator) und Martin Zeiller (Textautor):
Merian, Frankfurt am Main 1645, S. 58.
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Lustat.

Vor Zeiten Lustheim / und Lustatheim / heutiges Tages ein doppeltes Dorff / Ober- und Nieder-Lustat / in dem Ampt Germerßheim; obwolen der Johanniter Orden auch allda Güter hat. Es ist vor Jahren ein Adelich Geschlecht deren von Lustat allhie gewesen / so vor längsten außgestorben. Als auch das Rittermässige Geschlecht von Zeißkeim abgangen / und Churfürst Friederichen dem Vierdten das Lehen heim gefallen / hat er seinem Raht / Marquardo Frehero, der sich umb das gemeine Wesen mit denen außgelassenen Büchern wohl verdient gemacht / und seinen Söhnen / allda in beyden Dörffern / Güter zu Lehen angesetzt; und hatte er auch daselbst eigenthumbliche Güter / wie er selbsten part. 2. Origin. Palatin. cap. 15. fol. 79. schreibet. Es ist Lustat beruffen wegen deß Saffrans / so zu gebrauchen / und daselbst in grosser Menge wächst; wie auch der guten Knobloch und Zwiebeln halber / deren Saamen in grossem Wehrt ist / und hin und wieder verführet wird.