Topographia Superioris Saxoniae: Scheidingen

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Topographia Germaniae
Scheidingen (heute: Schellenberg)
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aus: Matthäus Merian (Herausgeber und Illustrator) und Martin Zeiller (Textautor):
Merian, Frankfurt am Main 1650, S. 166.
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[166]
Scheidingen / Schidingen / Schedingen.

Ist bey den alten Thüringischen Königen ein vornehme Statt gewesen / deren in den Historien offt gedacht wird. Es sagt aber Herman. Conriugius, de Urbibus Germanicis, th. 25. daß von der Statt Schidingen an der Vnstrut / deren Gregorius Turonensis, vnd Witikindus gedencken / vnnd welche die Sachsen vmbs Jahr Christi 524. eingenommen / auch keine Merckzeichen / oder Anzeigungen / mehr verhanden seyen. Es liegen zwar an der Vnstrut noch 2. Scheidingen / deren eines Burg-Scheidingen / vnd das ander Kirch-Scheidingen genant wird / diß / vnd jenseit der Saal / nicht gar weit oberhalb Laucha / vnd Freyburg / auff Naumburg zu: vnd wollen theils / daß die Fürsten von Anhalt / das Schloß / vnd die Statt Schedingen an der Vnstrut in Thüringen / bey Luchau / vnter Freyburg gelegen / vom Stifft Bamberg zu Lehen tragen: Vnd in einer geschriebenen Thüringischen Chronick stehet / daß die Fürsten zu Anhalt noch heut zu Tage Schidingen zu Leihen haben / mit allem Recht: Aber / ob gemelte beede Ort von der alten berühmbten Statt Schidingen vbrig / oder an derselben Stell / ein oder der ander / stehen / vnd weme sie der Zeit gehören / oder / was es sonsten für eine Beschaffenheit damit habe; davon ermangelt Vns mehrer Bericht: können gleichwol nicht gedencken / daß einige Statt mehr dieses Nahmens in Thüringen; sondern obberürte beede Ort / das eine ein Schloß / vnnd das andere ein Dorff seyn mögen. So / zu fernerm Nachforschen / den Alten Geschichten zu lieb / man allhie hat andeuten wollen.