Topographia Westphaliae: Dinant

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Topographia Germaniae
Dinant
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Dinßlaken
aus: Matthäus Merian (Herausgeber und Illustrator) und Martin Zeiller (Textautor):
Merian, Frankfurt am Main 1647, S. 19.
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Dinant.

An der Maaß / im Bischthumb Lüttich / gegem Bovigne, Bovines, oder Bouvines (so allbereyt zur Graffschafft Namur gehörig) vber / vnd zwischen Charlemont, vnnd Namur gelegen. Ein wolbekanter Ort / so gleichwol vor Zeiten fürnehmer gewesen / ehe diese sehr reiche / vnnd veste Statt / im Jahr 1466. von Hertzog Carlen auß Burgund / belägert / erobert / vnnd gäntzlich zerstöret worden ist; da sein alter Herr Vatter / Hertzog Philipp / noch gelebet / vnnd zugesehen hat. Es seyn damaln vber die achthundert Gefangene in der Maaß / oder Mosa, ersäufft worden; wie dessen Vrsach bey dem Cominaeo lib. 2. p. 85. seq. cap. 1. zulesen. Hernach hat sich dieses Dinandium, oder Dinantum, wider etwas erholet / daß es der Zeit ein feines Stättlein / sampt einem hohen Berg-Schloß / vnd zwölff Meilen von der Statt Lüttich gelegen / ist. Es gibt viel schwartze Marmolstein / Eysen-Bergwerck / vnd Steinbrüch / allda. Ist auch sonsten das Land herumb gut: Davon Guicciardinus, in Beschreibung deß Niderlands / vnd Johan. Angelus à Werdenhagen / part. 4. Rerump. Hanseat. cap. 17. p. 93. seq. zu besichtigen. Der heilige Perpetuus, so dem Anno 617. verstorbenen Bischoff Gondulpho zu Mastricht / oder Lüttich / succediert hat / ligt allhie begraben / vnd ist dieser Statt Patronus. Miraeus in Fast. Belg. pag. 650. Man vermeynt / daß solches Stättlein / vor Zeiten / von der Diana / seinen Namen bekommen habe.

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