Versöhnung (Hertz)

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Textdaten
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Autor: Wilhelm Hertz
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Titel: Versöhnung
Untertitel:
aus: Gedichte, S. 101f.
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Auflage:
Entstehungsdatum:
Erscheinungsdatum: 1859
Verlag: Hoffmann und Campe
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Erscheinungsort: Hamburg
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Originalsubtitel:
Originalherkunft:
Quelle: Scans auf Commons und Google
Kurzbeschreibung:
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De Gedichte (Hertz W) 107.jpg
Bearbeitungsstand
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[101]
Versöhnung.

O laß mich stehn an deinem Grabe!
     Ach, nicht das Grab ist’s, das uns schied,
Du bist’s, die ich geliebet habe,
     Und die so bitter mich verrieth.

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Du bist dahin. – Dir sei vergeben,

     Warst du doch einstens all’ mein Glück!
Die ich verlor im wilden Leben,
     Giebt mir der sanfte Tod zurück.

Wie oft ein Hauch verklung’ner Lieder

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     Uns plötzlich durch die Seele wallt,

So schau’ ich nun dein Antlitz wieder
     Und deine liebliche Gestalt.
Doch wird dein Lächeln trüb’ und trüber,
     Dein schelmisch Auge thränenschwer,

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Du reichst wie einst die Hand herüber,

     Und fragst mich: Liebst du mich nicht mehr?

[102]

Da kommen all’ die sel’gen Tage,
     Sie flehen, ach, so süß für dich.
Ich seh’ dich steh’n in stummer Klage

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     Und seh’ dich weinen bitterlich.

Wie mich dein leichter Sinn betrübe,
     Gewiß, du warst dir’s nicht bewußt. –
So drück’ ich dich in alter Liebe
     Und fest und ewig an die Brust!