Vogel Albatross

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Textdaten
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Autor: Friedrich Nietzsche
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Titel: Vogel Albatross
Untertitel:
aus: Idyllen aus Messina. In: Internationale Monatsschrift. Zeitschrift für allgemeine und nationale Kultur und deren Litteratur. Band I, 5. Heft (Mai), S. 274-275
Herausgeber:
Auflage:
Entstehungsdatum:
Erscheinungsdatum: 1882
Verlag: Ernst Schmeitzner
Drucker: G. Lamprecht
Erscheinungsort: Chemnitz
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Quelle: nietzschesource.org und commons
Kurzbeschreibung:
Andere Version: Liebeserklärung in Lieder des Prinzen Vogelfrei, 1887
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[274]

 Vogel Albatross.

O Wunder! Fliegt er noch?
Er steigt empor und seine Flügel ruhn!
Was hebt und trägt ihn doch?
Was ist ihm Ziel und Zug und Zügel nun?

5
Er flog zu höchst – nun hebt

Der Himmel selbst den siegreich Fliegenden:
Nun ruht er still und schwebt,
Den Sieg vergessend und den Siegenden.

[275]

Gleich Stern und Ewigkeit

10
Lebt er in Höhn jetzt, die das Leben flieht,

Mitleidig selbst dem Neid –:
Und hoch flog, wer ihn auch nur schweben sieht!

O Vogel Albatross!
Zur Höhe treibt’s mit ew’gem Triebe mich!

15
Ich dachte dein: da floss

Mir Thrän’ um Thräne – ja, ich liebe dich!