Warnung (Eichendorff)

aus Wikisource, der freien Quellensammlung
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Textdaten
<<< >>>
Autor: Joseph von Eichendorff
Illustrator: {{{ILLUSTRATOR}}}
Titel: Warnung
Untertitel:
aus: Aus dem Leben eines Taugenichts und das Marmorbild. Zwei Novellen nebst einem Anhange von Liedern und Romanzen. S. 224-225
Herausgeber:
Auflage: 1. Auflage
Entstehungsdatum:
Erscheinungsdatum: 1826
Verlag: Vereinsbuchhandlung
Drucker: {{{DRUCKER}}}
Erscheinungsort: Berlin
Übersetzer:
Originaltitel:
Originalsubtitel:
Originalherkunft:
Quelle: Universitätsbibliothek Greifswald, Signatur: 520 Bn 420; Djvu auf Commons
Kurzbeschreibung:
Wikipedia-logo-v2.svg Artikel in der Wikipedia
Eintrag in der GND: {{{GND}}}
Bild
[[Bild:|250px]]
Bearbeitungsstand
fertig
Fertig! Dieser Text wurde zweimal anhand der Quelle Korrektur gelesen. Die Schreibweise folgt dem Originaltext.
Um eine Seite zu bearbeiten, brauchst du nur auf die entsprechende [Seitenzahl] zu klicken. Weitere Informationen findest du hier: Hilfe
Indexseite


[224]

 Warnung.

Wann der kalte Schnee zergangen,
Stehst Du draußen in der Thür,
Kommt ein Knabe schön gegangen,
Stellt sich freundlich da zu Dir,

5
Lobet Deine frischen Wangen,

Dunkle Locken, Augen licht,
Wann der kalte Schnee zergangen
Glaub dem falschen Herzen nicht!

Wann die lauen Lüfte wehen,

10
Scheint die Sonne lieblich warm:

Wirst Du wohl spazieren gehen,
Und er führet Dich am Arm,
Thränen Dir im Auge stehen,
Denn so schön klingt, was er spricht,

15
Wann die lauen Winde wehen,

Glaub’ dem falschen Herzen nicht!

Wann die Lerchen wieder schwirren,
Trittst Du draußen vor das Haus,
Doch er mag nicht mit Dir irren,

20
Zog weit in das Land hinaus;
[225]

Die Gedanken sich verwirren,
Wie Du siehst den Morgen roth, –
Wann die Lerchen wieder schwirren,
Armes Kind, ach, wärst Du todt!