Weiblichkeit

aus Wikisource, der freien Quellensammlung
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Textdaten
<<< >>>
Autor: Gustav Schwab
Illustrator: {{{ILLUSTRATOR}}}
Titel: Weiblichkeit
Untertitel:
aus: Gedichte. 1. Band, S. 19
Herausgeber:
Auflage:
Entstehungsdatum:
Erscheinungsdatum: 1828
Verlag: Cotta
Drucker: {{{DRUCKER}}}
Erscheinungsort: Stuttgart und Tübingen
Übersetzer:
Originaltitel:
Originalsubtitel:
Originalherkunft:
Quelle: Google und Scans auf Commons
Kurzbeschreibung:
Wikipedia-logo-v2.svg Artikel in der Wikipedia
Eintrag in der GND: {{{GND}}}
Bild
[[Bild:|250px]]
Bearbeitungsstand
fertig
Fertig! Dieser Text wurde zweimal anhand der Quelle Korrektur gelesen. Die Schreibweise folgt dem Originaltext.
Um eine Seite zu bearbeiten, brauchst du nur auf die entsprechende [Seitenzahl] zu klicken. Weitere Informationen findest du hier: Hilfe
[[index:|Indexseite]]
[19]

Weiblichkeit.

An dünnen Fäden lieblich aufgesaitet,
     Hängt eine Leier unter Blumenduft.
     Es braust der Sturm hervor aus seiner Kluft,
     Der Felder mäht und mit den Eichen streitet.

5
Du schwache Leier, dir ist Tod bereitet,

     Wie magst du trotzen keck in freier Luft?
     Doch horch, mit bangen Klagetönen ruft
     Sie schon dem Sturme, der gewaltig schreitet!

Jetzt rührt er an die Saiten, voll erklingen

10
     Und voller sie; doch ist nicht Flehn ihr Laut:

     Ein selig Brautlied singen sie dem Winde.

So weißt auch du des Mannes Sturm zu zwingen;
     Wild ist sein Hauch: doch löset er gelinde
     In deinen Ton sich auf, du zarte Braut.