Wie einer Hexenbutter geprüft hat

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Textdaten
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Autor: Johann Georg Theodor Grässe
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Titel: Wie einer Hexenbutter geprüft hat
Untertitel:
aus: Der Sagenschatz des Königreichs Sachsen, Band 1. S. 380
Herausgeber:
Auflage: Zweite verbesserte und vermehrte Auflage
Entstehungsdatum:
Erscheinungsdatum: 1874
Verlag: Schönfeld
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Originalherkunft:
Quelle: Google-USA* und Commons
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[380]
438) Wie einer Hexenbutter geprüft hat.
Prätorius, Der abentheuerliche Glückstopf S. 257.

In der Mitte des 17. Jahrhunderts ist ein Leipziger Stadtsoldat auf den Markt gegangen und hat bei einer Bauerfrau etliche Klümpchen (Stückchen) Butter gekauft und dann dieselben auf gewöhnliche Art auf ein Messer gesteckt, welches drei Kreutze gehabt. Wie die Zauberfrau Solches gesehen, hat sie es erst nicht zugeben wollen, sagend, man müsse die Butter nicht auf ein dergleichen dreikreutziges Messer spießen. Darauf hat ihr aber der Soldat zur Antwort gegeben: „was hat Sie darnach zu fragen? ich habe es wohl schon eher gethan“. Darauf ist er ohne Argwohn fortgegangen, bis er an die Hauptwache beim Esel gekommen, wo er vermerkt, daß seine Butter ein Kuhfladen gewesen. Er ist also geschwind wieder zu der Betrügerin zurückgeeilt, allein diese ist schon über alle Berge gewesen.