Ziehende Schwalben

aus Wikisource, der freien Quellensammlung
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Textdaten
<<< >>>
Autor: Hanns von Gumppenberg
Illustrator: {{{ILLUSTRATOR}}}
Titel: Ziehende Schwalben
Untertitel:
aus: Das teutsche Dichterroß, S. 29–30
Herausgeber:
Auflage: 13. und 14. erweiterte Auflage
Entstehungsdatum: 1901
Erscheinungsdatum: 1929
Verlag: Callwey Verlag
Drucker: {{{DRUCKER}}}
Erscheinungsort: München
Übersetzer:
Originaltitel:
Originalsubtitel:
Originalherkunft:
Quelle: Digitalisat auf Commons
Kurzbeschreibung: Parodie auf Julius Mosen
Wikipedia-logo-v2.svg Artikel in der Wikipedia
Eintrag in der GND: {{{GND}}}
Bild
[[Bild:|250px]]
Bearbeitungsstand
fertig
Fertig! Dieser Text wurde zweimal anhand der Quelle Korrektur gelesen. Die Schreibweise folgt dem Originaltext.
Um eine Seite zu bearbeiten, brauchst du nur auf die entsprechende [Seitenzahl] zu klicken. Weitere Informationen findest du hier: Hilfe
Indexseite
[29]

     ZIEHENDE SCHWALBEN

Die Schwalben, ja, die Schwalben,
     Beim Hirten sind sie gern,
Und wenn die Blättlein falben,
     Zieh’n sie wohl in die Fern’ –

5
 Gern – gern –

 Fern – fern!

Zu jedem Lämmlein plaudern
     Sie noch ein heimlich Wort:
„Wir dürfen nicht mehr zaudern,

10
     Wir müssen fort, ja, fort –“

 Wort – Wort –
 Fort – fort!

Der munt’re Hirte singet:
     „Seht ihr nach meinem Sinn

15
Ein Mägdelein, so bringet

     Ihm meine Grüße hin!“
 Sinn – Sinn –
 Hin – hin!

Die Schwalben ziehen munter

20
     Zum grauen Nebelstreif:

Der Hirte zieht hinunter
     Durch grauen Winterreif.
 Streif – Streif –
 Reif – Reif.

[30]
25
Die Schwalben kehren wieder –

     Des Hirten froher Sinn,
Des Hirten frohe Lieder,
     Wo sind sie hin, wohin?
 Wieder – Lieder??

30
 Hin – hin!


nach Julius Mosen