ADB:Arnold von Bruck

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Artikel „Bruck, Arnold v.“ von Arrey von Dommer in: Allgemeine Deutsche Biographie, herausgegeben von der Historischen Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, Band 3 (1876), S. 376, Digitale Volltext-Ausgabe in Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=ADB:Arnold_von_Bruck&oldid=- (Version vom 20. Juni 2019, 21:41 Uhr UTC)
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Band 3 (1876), S. 376 (Quelle).
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Bruck: Arnold v. B. (Brugk, Brucq, de Ponte), Geistlicher und einer der frühesten Componisten aus der Reformationszeit, Zeitgenosse von Walther und Senfl. Er mag ein Niederländer gewesen sein, hat aber nichts gemein mit Arnold von Flandern, mit dem er manchmal zusammengeworfen wird (s. Kiesewetter, Verdienste der Niederl. 34: „Arnoldus Flandrus, auch de Ponte, de Brucq“). In der von Johann Ott an ihn gerichteten Zuschrift der 121 neuen Lieder bei Formschneider 1534 wird er genannt: Dechant des Stiftes zu Lambach und oberster Capellmeister Römischer Königl. Majestät (also Ferdinands I., der seit 1531 römischer König war); als Tonsetzer wird ihm nachgerühmt, er sei den Meistern seiner Zeit, besonders in freundlicher Lieblichkeit, so weit voraus, daß er unerreicht bleiben werde. Nach Fétis, der auch eine auf ihn geprägte und mit seinem Bildnisse versehene Medaille von 1536 erwähnt, starb er zu Wien 22. September desselben Jahres; dann wären also die meisten seiner bekannt gewordenen Tonstücke erst nach seinem Tode gedruckt. Dieselben befinden sich in folgenden Sammlungen: in den oben erwähnten 121 neuen Liedern, Nürnb. Formschneider 1534 (9 geistliche, 11 weltliche), „Novum et insigne opus T. I. II“, Nürnb. Formschneider 1537–38; Georg Forster’s „Auszug kurtzweiliger guter frischer Liedlein“, ebd. Petreius 1539 ff. (5 Gesänge), und in dessen „Selectissim. Motetar. Tom. I.“ ebd. 1540; in der Sammlung von 134 Hymnen, Wittenb. Georg Rhaw 1542 (4 Hymnen); in den 123 „Newen geistlichen Gesängen für die gemeinen Schulen“, Wittenb. Georg Rhaw 1544 (18 Tonsätze); endlich in Joh. Walther’s Gesangbuch von 1544. Einige Stücke im Manuscript sind auf den Bibliotheken zu Wien und München. Bemerkungen über ihn als Componisten bei Winterfeld, Kirchenges. I. 185.