ADB:Boisschot, Johann Baptist von

aus Wikisource, der freien Quellensammlung
Zur Navigation springen Zur Suche springen

Empfohlene Zitierweise:

Artikel „Boisschot, Johann Baptist v.“ von Pieter Lodewijk Muller in: Allgemeine Deutsche Biographie, herausgegeben von der Historischen Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, Band 3 (1876), S. 86, Digitale Volltext-Ausgabe in Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=ADB:Boisschot,_Johann_Baptist_von&oldid=2489807 (Version vom 24. September 2018, 08:11 Uhr UTC)
Allgemeine Deutsche Biographie
>>>enthalten in<<<
[[ADB:{{{VERWEIS}}}|{{{VERWEIS}}}]]
<<<Vorheriger
Boisot, Charles
Nächster>>>
Boisserée
Band 3 (1876), S. 86 (Quelle).
Wikisource-logo.png [[| bei Wikisource]]
Kein Wikipedia-Artikel
(Stand Oktober 2013, suchen)
GND-Nummer 139264949
Datensatz, Rohdaten, Werke, Deutsche Biographie, weitere Angebote
fertig
Fertig! Dieser Text wurde zweimal anhand der Quelle Korrektur gelesen. Die Schreibweise folgt dem Originaltext.
Kopiervorlage  
* {{ADB|3|86|86|Boisschot, Johann Baptist v.|Pieter Lodewijk Muller|ADB:Boisschot, Johann Baptist von}}    

{{Normdaten|TYP=p|GND=139264949}}    

Boisschot: Johann Baptist v. B., niederländischer Staatsmann, geb. 1516 zu Antwerpen, gehörte zu der Mittelpartei die zwar streng katholisch und loyal war, jedoch Mäßigung der Ketzeredicte und eine möglichst nationale Regierung verlangte. Namentlich suchte er zwischen den Edelleuten des Compromisses und der Regentin zu vermitteln, aber ohne irgend welchen Erfolg. Unter Alba Mitglied des Conseil Privé, erlangte er die königliche Bestätigung nicht, während 1576 die Brüsseler Patrioten ihn als Spanischgesinnten ins Gefängniß warfen. B. starb 1580 zu Antwerpen. Während B. sonst meistens zu Unterhandlungen bei Handelstractaten beschäftigt war, ward sein Sohn, Ferdinand, später Graf v. Erpo[1], erst 1592 General-Auditeur, später, 1611, Gesandter des erzherzoglichen Paares Albrecht und Isabella in England, in welcher Stellung er für die Erwerbung von Frankenthal in der Pfalz thätig war. Im J. 1626 Kanzler von Brabant geworden, starb er 1649, wie der Präsident Rose einer der wenigen Belgier, die noch unter der spanischen Herrschaft ausgezeichnete und wichtige Verdienste um ihr Land erwarben.

[Zusätze und Berichtigungen]

  1. Z. 6 v. u. l.: Erps (st. Erpo). [Bd. 5, S. 794]