ADB:Eberle, Adam

aus Wikisource, der freien Quellensammlung
Zur Navigation springen Zur Suche springen

Empfohlene Zitierweise:

Artikel „Eberle, Adam“ von Friedrich Pecht, Richard Pick in: Allgemeine Deutsche Biographie, herausgegeben von der Historischen Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, Band 5 (1877), S. 573–574, Digitale Volltext-Ausgabe in Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=ADB:Eberle,_Adam&oldid=- (Version vom 22. Juli 2019, 18:51 Uhr UTC)
Allgemeine Deutsche Biographie
>>>enthalten in<<<
[[ADB:{{{VERWEIS}}}|{{{VERWEIS}}}]]
<<<Vorheriger
Eberl, Anton
Nächster>>>
Eberle, Robert
Band 5 (1877), S. 573–574 (Quelle).
Wikisource-logo.png [[| bei Wikisource]]
Wikipedia-logo-v2.svg Adam Eberle in der Wikipedia
GND-Nummer 116326859
Datensatz, Rohdaten, Werke, Deutsche Biographie, weitere Angebote
fertig
Fertig! Dieser Text wurde zweimal anhand der Quelle Korrektur gelesen. Die Schreibweise folgt dem Originaltext.
Kopiervorlage  
* {{ADB|5|573|574|Eberle, Adam|Friedrich Pecht, Richard Pick|ADB:Eberle, Adam}}    

{{Normdaten|TYP=p|GND=116326859}}    

Eberle: Adam E., geb. zu Aachen 1805[1], gest. zu Rom 1832. Einer der frühesten und begabtesten Schüler des Cornelius, schloß er sich diesem schon in Düsseldorf an, wo er unter anderem eine schön componirte Grablegung Christi malte. 1825 begleitete er den Meister nach München um mit in der Glyptothek nach den Cartons desselben zu malen. Bald darauf begann er das colossale Deckenbild im Münchner Odeonsaale, Apoll mit den Hirten, das als Composition manche Schönheiten hat, die aber ob der bunten und haltungslosen Malerei nicht zur Geltung kommen. Auch seine Belehnung Maximilians mit der Kur unter den Arcaden des Hofgartens zeigt dieselbe vollkommene Unkenntniß der Gesetze des Colorits, wie jene auffallende Unfähigkeit realistischer Darstellung überhaupt, an der so viele Talente der Schule elend zu Grunde gingen. Seine wirklich werthvollen Arbeiten bestehen aus Cartons und mit der Feder gezeichneten [574] Compositionen. Sie erregten mit Recht große Erwartungen, die er aber bei dem Mangel jeder Technik im Malen nie zu erfüllen im Stande war. Der Schmerz darüber, der beständig an ihm nagte, zerstörte ihm den Lebensmuth, so daß er 1829 in Rom, wo er sich besonders an Overbeck angeschlossen hatte, noch vor der Rückkehr in die Heimath starb.

[Zusätze und Berichtigungen]

  1. S. 573. Der Maler Johann Adam Eberle wurde laut Geburtsurkunde am 27. März 1804 (nicht 1805) zu Aachen geboren. Seine Eltern waren der Messerschmied Philipp Eberle und Elisabeth Franzin. [Bd. 45, S. 667]