ADB:Enen, Johannes

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Artikel „Enen, Johann“ von Franz Xaver Kraus in: Allgemeine Deutsche Biographie, herausgegeben von der Historischen Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, Band 6 (1877), S. 111, Digitale Volltext-Ausgabe in Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=ADB:Enen,_Johannes&oldid=- (Version vom 20. Mai 2019, 13:25 Uhr UTC)
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Enen: Johann E., Bischof von Azot i. p. und Weihbischof von Trier, † 1519, wie es scheint, in Trier und zwar aus geringer Familie geboren; das Jahr seiner Geburt ist nicht bekannt. Im J. 1512 war er Rector der Trierischen Universität und Domprediger, als in Gegenwart des Kaisers Maximilian die großen Reliquien des Domes, besonders der hl. Rock, der öffentlichen Verehrung ausgesetzt wurden. E., der sich persönlich mit größtem Eifer bei dieser Ausstellung betheiligt, schrieb in Folge derselben seine „Medulla Gestorum Treueren. Clärlich berichtung des hochwirdigen heiltumbs aller stiffet vnd Clöster inwendig vnd bei der statt Tryer mit vilen anderen zu gesetzten (des altten vnn neuwen testaments) geschichten derselben statt, zusamen bracht durch den wirdigen herren meyster Johannem des heyligen geschäft baccalarius formatus prediger vnn verkunder des heyltumbs im thorm zu Tryer“ (1514) 8°. Diese für die Statistik der Trierischen Kirchenschätze werthvolle, im übrigen durch Kritiklosigkeit und Verwilderung der Sprache hervorragende Schrift spielte in dem Streit über den Rock, 1844,, eine gewisse Rolle (vgl. Gildemeister und v. Sybel, Der hl. Rock zu Trier, Düsseldorf 1845, S. 16 ff.) und wurde damals von Schmitz in Regensburg 1845 (Joh. Enen, Kurzer Inbegriff der Geschichte von Trier) wieder abgedruckt, bez. neu verdeutscht. Einige Jahre später, 1517, wurde E. zum Weihbischof von Trier befördert, als welcher er den Titel eines Bischofs von Azot führte. Der Tag seiner Ernennung ist nicht bekannt, muß jedoch vor den 30. Sept. fallen, an welchem Datum er, bereits Weihbischof, zum Decan der theologischen Facultät erwählt wurde. Er starb schon am 31. Juli 1519 und wurde in St. Maximin begraben. Zwei Epitaphien bei Hontheim und bei Bertholet VI. 360.

Vgl. Holzer, De Proepiscopis Trevirensibus, Confl. 1844, p. 69 ss.