ADB:Erman, Adolphe

aus Wikisource, der freien Quellensammlung
Zur Navigation springen Zur Suche springen

Empfohlene Zitierweise:

Artikel „Erman, Georg Adolf“ von Eugen Lommel in: Allgemeine Deutsche Biographie, herausgegeben von der Historischen Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, Band 6 (1877), S. 486, Digitale Volltext-Ausgabe in Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=ADB:Erman,_Adolphe&oldid=- (Version vom 24. August 2019, 01:23 Uhr UTC)
Allgemeine Deutsche Biographie
>>>enthalten in<<<
[[ADB:{{{VERWEIS}}}|{{{VERWEIS}}}]]
<<<Vorheriger
Eitzen, Paul von
Band 6 (1877), S. 486 (Quelle).
Wikisource-logo.png Georg Adolf Erman bei Wikisource
Wikipedia-logo-v2.svg Georg Adolf Erman in der Wikipedia
GND-Nummer 100123848
Datensatz, Rohdaten, Werke, Deutsche Biographie, weitere Angebote
fertig
Fertig! Dieser Text wurde zweimal anhand der Quelle Korrektur gelesen. Die Schreibweise folgt dem Originaltext.
Kopiervorlage  
* {{ADB|6|486|486|Erman, Georg Adolf|Eugen Lommel|ADB:Erman, Adolphe}}    

{{Normdaten|TYP=p|GND=100123848}}    

Erman: Georg Adolf E., Sohn von Paul E., geb. zu Berlin 12. Mai 1806, studirte in seiner Vaterstadt und in Königsberg Naturwissenschaften. Mit den gründlichsten physikalischen und mathematischen Kenntnissen ausgerüstet, machte er von 1828–1830 eine Reise um die Erde, und verfolgte dabei namentlich den Zweck, ein Netz von möglichst genauen magnetischen Beobachtungen für den ganzen Umkreis der Erde zu gewinnen. Die Früchte dieser Reise hat er niedergelegt in dem Werk „Reise um die Welt durch Nordasien und die beiden Oceane“, das in eine historische (5 Bde., Berlin 1833–42) und in eine physikalische Abtheilung (2 Bde. nebst Atlas, das. 1835–41) zerfällt. Seit 1839 außerordentlicher Professor der Physik an der Universität zu Berlin, wirkte er auch einige Jahre als Professor der Mathematik an dem Collége français daselbst. Seine Arbeiten über Erdmagnetismus und andere physikalische Gegenstände finden sich in Poggendorff’s „Annalen“, in Schumacher’s „Astronomischen Nachrichten“, in dem „Report of the British Association“, und soweit sie speciell auf Rußland Bezug haben, in dem von ihm selbst herausgegebenen „Archiv für wissenschaftliche Kunde von Rußland“ (Berlin 1841–1866, 25 Bde.). In den Jahren 1845 bis 1848 berechnete er im Verein mit H. Petersen aus den von ihm bestimmten Werthen der erdmagnetischen Erscheinungen die Constanten der Gauß’schen Theorie des Erdmagnetismus. Eine noch vollständigere Berechnung dieser Constanten auf Grundlage der erdmagnetischen Phänomene des Jahres 1829 und mit Berücksichtigung der säcularen Variationen aus allen vorliegenden Beobachtungen hat E. später im Auftrage der kaiserlichen Admiralität durchgeführt und 1874 die Resultate in 13 Tabellen und 6 Karten dargestellt. Im J. 1874 ernannte ihn die Royal Society zu ihrem auswärtigen Mitglied. Er starb am 12. Juli 1877.