ADB:Henne, Eberhard Siegfried

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Artikel „Henne, Eberhard Siegfried“ von Joseph Eduard Wessely in: Allgemeine Deutsche Biographie, herausgegeben von der Historischen Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, Band 11 (1880), S. 766–767, Digitale Volltext-Ausgabe in Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=ADB:Henne,_Eberhard_Siegfried&oldid=- (Version vom 23. Januar 2020, 06:14 Uhr UTC)
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Band 11 (1880), S. 766–767 (Quelle).
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Henne: Eberhard Siegfried H., Kupferstecher, geb. 1759, gest. am 5. Decbr. 1828. Nagler läßt ihn in Berlin das Licht der Welt erblicken. Sein Vater, Pfarrer zu Gundsleben, wünschte ihn für die Theologie zu gewinnen, er widmete sich derselben auch zu Halle, aber sein Herz gehörte der Kunst an, so daß schließlich der Vater nachgab und H. im J. 1779 sich ganz derselben widmete. Er war in Leipzig nach einander Schüler von Oeser, Bause und Liebe und als er darauf sich in Berlin niederließ, von Rode und Chodowiecki. Neben dem Zeichnen beschäftigte er sich zugleich mit der Radirnadel und dem Grabstichel. Die Kriegswirren bewogen ihn, 1808 Berlin zu verlassen; er hielt sich zwei Jahre in Braunschweig auf, besuchte nebenbei den Harz, aus dem er colorirte Ansichten mitbrachte, die er dann radirte. Im J. 1810 kehrte er nach Berlin zurück; 1817 wurde er zum Inspector der k. Academie und 1825 zum Mitglied des academischen Senats ernannt. Zu seinen besten Arbeiten gehört der bereits 1793 nach C. Vanloo[WS 1] erschienene Stich: Opfer der Iphigenie, ferner Ludwigs XVI. Abschied von seiner Familie nach Chodowiecki, Abschied des Königs von Preußen von der Königin Louise, das Bivouac Friedrich Wilhelms von Braunschweig vor dem Petrithor der Stadt, in Braunschweig gestochen. Auch lieferte H. viele Illustrationen für Almanache, wie sie damals in Mode waren; in diesen kleinen Blättchen ist unschwer der Einfluß seines Lehrers Chodowiecki zu erkennen. Noch sind drei Blätter nach P. Brueghel[WS 2] zu nennen, Sündenfall, [767] Fegefeuer und Hölle, nach den Bildern, die im k. Schlosse zu Berlin bewahrt werden.

Berl. Kunstbl. 1828.

Anmerkung Wikisource

  1. Charles André van Loo, genannt Carle van Loo oder Vanloo, (1705-1765), französischer Maler.
  2. Nach damaligem Kunstverständnis Zuschreibung der Arbeiten an Pieter Brueghel den Jüngeren; Nach Thieme-Becker, Band 16 (1923), S. 390 ein Werk Lucas Cranachs des Älteren.