ADB:Irimbert

aus Wikisource, der freien Quellensammlung
Zur Navigation springen Zur Suche springen

Empfohlene Zitierweise:

Artikel „Irimbert“ von Heinrich Ritter von Zeißberg in: Allgemeine Deutsche Biographie, herausgegeben von der Historischen Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, Band 14 (1881), S. 583, Digitale Volltext-Ausgabe in Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=ADB:Irimbert&oldid=- (Version vom 6. Dezember 2019, 09:03 Uhr UTC)
Allgemeine Deutsche Biographie
>>>enthalten in<<<
[[ADB:{{{VERWEIS}}}|{{{VERWEIS}}}]]
<<<Vorheriger
Irenicus, Franciscus
Nächster>>>
Irlen, Johann
Band 14 (1881), S. 583 (Quelle).
Wikisource-logo.png [[| bei Wikisource]]
Wikipedia-logo-v2.svg Irimbert von Admont in der Wikipedia
GND-Nummer 100950892
Datensatz, Rohdaten, Werke, Deutsche Biographie, weitere Angebote
fertig
Fertig! Dieser Text wurde zweimal anhand der Quelle Korrektur gelesen. Die Schreibweise folgt dem Originaltext.
Kopiervorlage  
* {{ADB|14|583|583|Irimbert|Heinrich Ritter von Zeißberg|ADB:Irimbert}}    

{{Normdaten|TYP=p|GND=100950892}}    

Irimbert, Abt von Admont (1171–77)[1], war ein Bruder jenes Abtes Gottfried von Admont, unter dessen Leitung das Kloster als eine Pflanzschule künftiger Ordensvorsteher glänzte. Im J. 1160 wurde I. von einem Theile der Mönche von Kremsmünster zum Abte postulirt. Fast zu derselben Zeit sah sich der kränkliche Abt von Michaelsberg bei Bamberg, Helmerich, durch die lebhafte Unzufriedenheit seiner Mönche zur Abdankung gezwungen und Bischof Eberhard von Bamberg, dem der dortige Convent die Wahl eines neuen Abtes überließ, lud I. ein, dies Amt zu übernehmen. I. folgte dem letzteren Rufe und stand bis 1171 dem Kloster Michaelsberg vor. In diesem Jahre kehrte I. als Nachfolger des Abtes Rudolf nach Admont zurück, dem er, wie früher sein Bruder Gottfried, zur Zierde gereichte. Er war ein Mann von ausgezeichneter Gelehrsamkeit. Unter seinen noch jetzt zu Admont handschriftlich vorhandenen Werken sind namentlich seine Bibelcommentare hervorzuheben, die zum Theile Pez, Thesaur. anecd. T. II. u. IV. veröffentlicht hat. Einer derselben, der noch ungedruckte Commentar über die Bücher der Könige, enthält eine Schilderung des großen Brandes des Stiftes Admont (1152), durch den er unterbrochen wurde (die betreffende Stelle bei Wichner, I. 256). I. † am 29. Decbr. 1177.

Vgl. den die doppelte Postulation Irimbert’s betreffenden Briefwechsel bei J. Gretser, Opera omnia, 10. Bd. S. 682–86, und bei Wichner in den Beill. – Gregor Fuchs, Abt Irimbert von Admont. Ein Beitrag z. vaterländ. Kulturgeschichte des Mittelalters (Mittheil. des histor. Vereins für Steiermark, 10. Heft). – Wichner, Gesch. des Benediktinerstiftes Admont, I.

[Zusätze und Berichtigungen]

  1. S. 583. Z. 29 ff. v. o.: Nach Untersuchungen des P. Odilo Rottmann in Bd. 30 der Mittheilungen des histor. Ver. f. Steyermark, 1882, S. 95 ff. war Irimbert in Michaelsberg bis 1172; darauf Abt von Admont 1172–76 und starb am 26. December 1176. [Bd. 17, S. 795]