ADB:Kracker, Johann

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Artikel „Kracker, Johann“ von Hyacinth Holland in: Allgemeine Deutsche Biographie, herausgegeben von der Historischen Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, Band 17 (1883), S. 4–5, Digitale Volltext-Ausgabe in Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=ADB:Kracker,_Johann&oldid=- (Version vom 15. Juni 2019, 23:00 Uhr UTC)
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Kracker: Johann K., Kupferstecher, geb. am 20. October 1823 zu Nürnberg, besuchte die Kunstschule von Raindl und bildete sich zum Kupferstecher bei Geißler, ging 1853 nach München über, wo er bis in die letzten Jahre seines Lebens blieb, dann übersiedelte er nach Krailing (bei Planegg im Würmthale), wo er am 5. September 1879 starb und seinem Wunsche gemäß auch begraben wurde. Zu Kracker’s nicht sehr zahlreichen größeren Arbeiten gehören eine Madonna (mit dem Christkind und einer Taube) nach Andreas Mayer (1859); die [5] „Madonna amabilis“ nach Schraudolph (1864) und sein Hauptwerk „Das Gastmahl der Generale Wallenstein’s“ nach F. Scholz, ein Stich, welchem (68 Centimeter breit und 40 Centimer hoch, ohne Plattenrand) K. in den Jahren 1869 bis 1873 seine beste Kraft widmete, bis der mittellose, durch den fortwährenden Kampf mit dem Dasein ringende Künstler, völlig erschöpft, krank zusammenbrach; Julius Thäter, welcher ihm immer mit Rath und That zur Seite stand und nach dessen Ableben Professor J. L. Raab legten die letzte Hand an die Platte, welche wol glänzende Anerkennung, aber kaum den verdienten Erfolg fand. Königin Victoria von England ehrte den deutschen Künstler durch Verleihung einer goldenen Verdienstmedaille, dagegen reducirten sich die großen Erwartungen, welche K. auf die Bestellungen der deutschen Kunstvereine gesetzt hatte, auf ein sehr bescheidenes Maß. Kleinere Blätter lieferte K. für Buchhändler und andere Aufträge, z. B. nach A. Kraus („Vier Heiligen-Figuren“), G. Fortner, Julius Frank („Engel“; „Morgen und Abend“), Julius Schnorr und das Frauenbildniß nach Paris Bordone in der Münchener Pinakothek.

Vgl. Beil. 256 Allg. Ztg., 13. Sept. 1879. Kunstvereinsbericht für 1879 S. 73. A. Apell, Handbuch, 1880 S. 222.