ADB:Kurssel, Heinrich Adolf von

aus Wikisource, der freien Quellensammlung
Zur Navigation springen Zur Suche springen

Empfohlene Zitierweise:

Artikel „Kurssel, Heinrich Adolf von“ von Ernst Friedländer in: Allgemeine Deutsche Biographie, herausgegeben von der Historischen Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, Band 17 (1883), S. 418, Digitale Volltext-Ausgabe in Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=ADB:Kurssel,_Heinrich_Adolf_von&oldid=- (Version vom 20. Juni 2019, 07:37 Uhr UTC)
Allgemeine Deutsche Biographie
>>>enthalten in<<<
[[ADB:{{{VERWEIS}}}|{{{VERWEIS}}}]]
Nächster>>>
Kurz, Anton
Band 17 (1883), S. 418 (Quelle).
Wikisource-logo.png [[| bei Wikisource]]
Wikipedia-logo-v2.svg Heinrich Adolf von Kurssel in der Wikipedia
GND-Nummer 136602118
Datensatz, Rohdaten, Werke, Deutsche Biographie, weitere Angebote
fertig
Fertig! Dieser Text wurde zweimal anhand der Quelle Korrektur gelesen. Die Schreibweise folgt dem Originaltext.
Kopiervorlage  
* {{ADB|17|418|418|Kurssel, Heinrich Adolf von|Ernst Friedländer|ADB:Kurssel, Heinrich Adolf von}}    

{{Normdaten|TYP=p|GND=136602118}}    

Kurssel: Heinrich Adolf v. K.. wurde am 15. Mai 1693 geboren. Seine Eltern sind der schwedische Oberstlieutenant Christoph Heinrich v. K. aus altem livländischen Geschlechte und Anna Gertrud v. Tiefenhausen. Schon 1710 trat K. in preußische Dienste und machte bei dem Regiment v. Wartensleben 1715 den Feldzug in Pommern mit. Er avancirte am 16. Jan. 1716 zum Fähnrich, am 26. Sept. 1718 zum Secondelieutenant, am 21. Mai 1721 zum Premierlieutenant und ward als Stabscapitän 1734 auf Werbecommando geschickt, was ihm den Orden pour la générosité (den späteren Orden pour le mérite) einbrachte. Am 15. Juli 1737 Major, 1742 Oberstlieutenant, machte er den zweiten schlesischen Krieg mit und focht, am 27. Jan. 1745 zum Oberst befördert, bei Hohenfriedberg. Im J. 1749 wurde er Commandeur des Kalsow’schen Regiments, am 11. Sept. 1753 Generalmajor und 1755 Regimentschef. In der Schlacht bei Prag, am 6. Mai 1757, wurde er schwer verwundet, wartete seine Genesung in Prag ab und begab sich dann wieder zur Armee. Er befehligte dann die Vertheidigungsanstalten in Glogau, war bei der Belagerung von Schweidnitz (1758) und erhielt am 20. April zu Landshut den Oberbefehl über die in Schlesien stehende Armeeabtheilung. In der Schlacht bei Zorndorf, am 25. August, commandirte er eine Brigade, wurde verwundet und starb, nach Frankfurt transportirt, am 26. Sept. 1758. K. war zweimal vermählt, 1) mit Charlotte Sophie v. Eller, verw. v. Heyden, 2) mit Eleonore Luise v. Bardeleben.

Pauli, Leben großer Helden, IV. S. 95. (König) Biogr. Lexikon, II. S. 355.