ADB:Schütz, Hermann

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Artikel „Schütz, Hermann“ von Hyacinth Holland in: Allgemeine Deutsche Biographie, herausgegeben von der Historischen Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, Band 33 (1891), S. 125–126, Digitale Volltext-Ausgabe in Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=ADB:Sch%C3%BCtz,_Hermann&oldid=- (Version vom 19. Juli 2019, 23:43 Uhr UTC)
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Schütz: Hermann S., Kupferstecher, geboren 1807 zu Bückeburg, Schüler von Schwerdgeburth und Amsler, kam 1831 nach München, wurde persönlich befreundet mit dem Dichter August Grafen v. Platen (S. hat auch den geistreichen Umriß gestochen von dem durch Woltreck modellirten, von A. Strähuber gezeichneten Porträtmedaillon zur einbändigen Gesammtausgabe von Platen’s Werken, Stuttgart 1839) und dem gewaltigen Bonaventura Genelli, von dessen Compositionen S. einen großen Theil mit innigstem Verständniß im Kupferstich reproducirte. Mit Stäbli hat S. den großen von Ludwig Schwanthaler in der königl. Residenz zu München modellirten, die „Mythen der Aphrodite“ vorstellenden Fries in 13 Platten (Düsseldorf 1839) gestochen, [126] dann 1840 sechs Blätter nach Genelli (Meerfahrt von Genien, Eros und Anteros, Zeus und Herakles, Bacchus und Ganymed, Bacchus und Ariadne), ferner (mit R. Petsch) die zwölf „Umrisse zu Homer“ (Odyssee) von Max Widnmann (München 1859); vier Blatt Conturen nach einem in Form eines Frieses von Julius Schnorr in einem der Nibelungensäle der königl. Residenz auf schwarzem Grunde gemalten Fresko (der Kirchgang, Siegfried’s Leiche wird nach Worms gebracht, Chrimhildens Rache und König Etzel’s Klage). Außerdem lieferte S. sämmtliche Contourstiche zu Genelli „Dante’s göttliche Comödie“ (36 Blatt, Leipzig 1866) und betheiligte sich mit Burger, Gonzenbach und Merz an der Stichausgabe von Genelli „Leben eines Künstlers“. Auch zu Ernst Förster’s „Denkmale der Kunst“ und anderen seiner Publicationen hat S. viele Platten gestochen. Alle seine Arbeiten zeugen von strenger Gewissenhaftigkeit, seinem Gefühl und tiefem Verständniß. Der überaus bescheidene Künstler schied beinahe unbemerkt am 12. April 1869 zu München aus dem Leben.

Vgl. Nagler 1846. XVI, 48. – Apell, Handbuch 1880, S. 382.