ADB:Schreiber, Georg Christoph

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Artikel „Schreiber, Georg Christoph“ von Max von Waldberg in: Allgemeine Deutsche Biographie, herausgegeben von der Historischen Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, Band 32 (1891), S. 472, Digitale Volltext-Ausgabe in Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=ADB:Schreiber,_Georg_Christoph&oldid=- (Version vom 16. Juni 2019, 07:28 Uhr UTC)
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Band 32 (1891), S. 472 (Quelle).
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Schreiber: Georg Christoph S., ein Hamburger Litterat aus der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts, der, abgesehen von einigen kleineren lyrischen Dichtungen, die ganz unter dem Einflusse von Richey und Brockes stehen, nur noch durch die Herausgabe einer „Probe der Niedersächsischen Poesie“ betitelten Anthologie bekannt ist. Diese Sammlung, 1730 in Jena erschienen, hat nur dadurch litterarhistorisches Interesse, weil sie charakteristische Proben der damaligen von Brockes beeinflußten Lyrik gibt, und weil vom Herausgeber in der Vorrede „von den nöthigen Eigenschafften einer vernünftigen und reinen Schreibart gehandelt und Herr L(icentiat) Brockes wider die Tadlerin vertheidigt wird“. Dieser letztere Theil der Vorrede richtet sich besonders gegen die von Gottsched in seinen „Vernünftigen Tadlerinnen“ 1725 ausgesprochenen Bedenken gegen Kühnheiten und gewagte Wendungen in den Brockes’schen Dichtungen und in S. 11 der Vorrede wird das vielbestrittene Oxymoron „erbärmlich schön“ durch Hinweis auf antike Vorbilder, mit mehr Eifer als Geschick vertheidigt. Die von Vielen S. zugeschriebene Sammlung „Poesie der Franken“, Frankfurt und Leipzig 1730, hat nicht ihn, sondern Georg Ludwig Oeder zum Herausgeber.