ADB:Schubert, Friedrich Wilhelm von

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Artikel „Schubert, Friedrich Wilhelm von“ von Adolf Häckermann in: Allgemeine Deutsche Biographie, herausgegeben von der Historischen Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, Band 32 (1891), S. 631, Digitale Volltext-Ausgabe in Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=ADB:Schubert,_Friedrich_Wilhelm_von&oldid=- (Version vom 24. Juni 2019, 22:20 Uhr UTC)
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Schubert: Friedrich Wilhelm v. S., ein Neffe von Johann Ernst S. (s. u. S. 635), gelehrter Theologe, geb. zu Greifswald am 5. Dec. 1788 und † am 16. Juli 1856 als Superintendent zu Altenkirchen auf Rügen, besuchte das Gymnasium und die Universität seiner Vaterstadt von Michaelis 1804–1808 und studirte von da bis Ostern 1810 in Göttingen, wo er auf Grund einer Dissertation über das Matthäusevangelium am 23. December 1809 zum Magister und Doctor der Philosophie promovirt ward. Im J. 1811 habilitirte er sich als Adjunct an der Universität Greifswald für Theologie, Litteraturgeschichte und Pädagogik, wurde 1813 zum außerordentlichen Professor der Theologie ernannt und erhielt am 15. Juli 1814 von der Universität Rostock die theologische Doctorwürde. Im J. 1810 bereiste er Deutschland und die Schweiz, um die verschiedenen pädagogischen Formen der einzelnen Staaten kennen zu lernen, und begab sich dann von 1817–1820 nach Schweden, Lappland, Finnland, Norwegen und Dänemark zur Erforschung der dortigen kirchlichen Zustände, bei welcher Gelegenheit (1817) er als Mitglied der Gesellschaft pro fide et christianismo zu Stockholm aufgenommen wurde. Infolge seiner ersten Reise schrieb er „Ueber christliches Kirchen- und Schulwesen“, 1816–1818; die Ausbeute seiner scandinavischen Reise veröffentlichte er jedoch in dem verdienstvollen Werke: „Schwedens Kirchenverfassung und Unterrichtswesen nach früherem und gegenwärtigem Zustande aus den Quellen und nach eigener Ansicht an Ort und Stelle beschrieben“, 1820; Bd. II 1821, so wie in mehreren Aufsätzen in Stäudlin’s und Tzschirner’s Archiv für alte und neue Kirchengeschichte (Bd. IV, S. 624–658 und 659–690), in den neuesten Nachrichten aus dem Reiche Gottes (April-Heft 1820, S. 125–130), sowie in der allgemeinen Encyclopädie von Ersch und Gruber. Im J. 1823 erhielt er die reich dotirte Superintendentur von Altenkirchen auf Wittow.

Biederstedt, Nachrichten von den jetzt lebenden Schriftstellern etc., Stralsund 1822, S. 132/3. – Kosegarten, Geschichte der Universität Greifswald I, S. 318.