ADB:Taxis, Paul Freiherr von

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Artikel „Taxis, Paul Freiherr von“ von Josef Rübsam in: Allgemeine Deutsche Biographie, herausgegeben von der Historischen Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, Band 37 (1894), S. 521, Digitale Volltext-Ausgabe in Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=ADB:Taxis,_Paul_Freiherr_von&oldid=- (Version vom 21. Juli 2019, 15:55 Uhr UTC)
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Taxis: Paul Freiherr v. T., Sohn des am 5. August 1613 zu Innsbruck verstorbenen gleichnamigen Hofpostmeisters und Urenkel des Josef v. T. (S. 501), war in seiner Jugend Page des Großherzogs Cosimo II. und seiner Gemahlin Maria Magdalena, dann Kämmerer des Großherzogs von Toskana. Im J. 1637 ging er als Gesandter der Erzherzogin Claudia, Gräfin zu Tirol, nach Florenz, 1639 nach Pisa, 1641 und 1645 nach Salzburg. Gelegentlich seiner am 20. October 1642 erfolgten Erhebung in den erblichen Reichsfreiherrnstand wurde vom Kaiser Ferdinand III. anerkannt, daß das uradelige und rittermäßige Geschlecht und die „landhabende Gesippschaft“ derer von Taxis bereits zu Zeiten Kaiser Friedrich III. dem Hause Habsburg gedient habe. Das von Paul thatsächlich bereits in der fünften Generation verwaltete oberste Hofpostamt in der Grafschaft Tirol und den ober- und vorderösterreichischen Landen, welches demselben durch erzherzogliches Patent am 27. Juni 1645 als ein erbliches Amt übertragen worden war, ging nach Paul’s Tode († am 3. September 1661 zu Innsbruck) auf seinen ältesten Sohn Franz Werner, Herrn zu Wäschenbeuern, oberösterreichischen Regimentsrath, Ritter des heiligen Grabes zu Jerusalem, über, welcher von Kaiser Leopold am 19. September 1680 in den erblichen Grafenstand erhoben wurde. Gleich dem Grafen Grafen Lamoral Claudius Franz (S. 510), dem Haupte des Hauses Taxis, und seinen Vettern zu Augsburg und Venedig nahm Franz Werner neben dem Namen Taxis auch den von Thurn und Valsassina an und verschied am 6. April 1685. Sein Hof- und Obrist-Erbpostmeisteramt ging auf seinen Sohn Franz Nikolaus über, dessen Nachkommen dasselbe bis in unser Jahrhundert verwalteten.

Vgl. Flacchio, Généalogie de la maison de la Tour I, 249 ss. Bruxelles 1709. – Hopf, Historisch-genealogischer Atlas I, 433. Gotha 1858.