ADB:Werneburg, Johann Friedrich Christian

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Artikel „Werneburg, Johann Friedrich Christian“ von Robert Knott in: Allgemeine Deutsche Biographie, herausgegeben von der Historischen Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, Band 42 (1897), S. 19, Digitale Volltext-Ausgabe in Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=ADB:Werneburg,_Johann_Friedrich_Christian&oldid=- (Version vom 20. Oktober 2019, 19:22 Uhr UTC)
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Werneburg: Johann Friedrich Christian W., geboren am 1. September 1777 zu Eisenach, † am 21. November 1851 zu Jena. W. hatte sich anfänglich dem Wunsche seines Vaters entsprechend dem Kaufmannsberufe gewidmet; seine Neigung zur Mathematik bewog ihn indeß, die betretene Laufbahn bald wieder zu verlassen. Er besuchte die Universitäten Jena und Leipzig, auf welch letzterer er 1799 mit einer Dissertation über das Duodecimalsystem zum Dr. phil. promovirte. Darauf zog er sich zunächst für einige Jahre in seinen Heimathsort zurück. 1803 habilitirte er sich als Privatdocent an der Universität Göttingen, verließ jedoch, durch die damaligen Zeitverhältnisse bewogen, schon im J. 1805 die Stadt wieder, um abermals für längere Zeit in seine Heimath zurückzukehren. 1808 wurde er durch den Großherzog Karl August als Lehrer der Mathematik am Pageninstitut zu Weimar angestellt, und während der Jahre 1812–14 war er in gleicher Eigenschaft am Gymnasium zu Eisenach thätig. Seit 1818 war er Privatdocent und Professor extraordinarius an der Universität Jena.

Von seinen Schriften heben wir hervor: „Kurze Darstellung eines Zahlen- und darnach gegebenen Maaß-, Gewichts- und Münzsystems“ (Leipzig 1800); „Beweis, daß unter allen möglichen Zahlen- und diesen gleichartigen Theilungssystemen nur dasjenige das einzig vollkommene ist, in welchem jede höhere Einheit aus taun (zwölf) nächst niederen Einheiten besteht“ (Leipzig 1800); „Der Philosoph oder Weltweise, wie er sein und nicht sein soll, muß, darf und kann u. s. w.“ (Leipzig 1800); „Kurze wissenschaftliche Darlegung der Unhaltbarkeit und Grundlosigkeit sowohl des transcendental-idealistischen Systems von Fichte, als auch des Systems der eiteln Genußlehre seiner Gegenfüßler und des kritischen Systems“ (Leipzig 1800); „Neu verbesserte gründliche Theorie des Windmühlenflügels“ (Leipzig 1800); „Allgemeine neue, weit einfachere Musikschule für jeden Dilettanten und Musiker. Mit einer Vorrede von J. J. Rousseau“ (Gotha 1812); „Merkwürdige Phänomene an und durch verschiedene Prismen; zur richtigen Würdigung der Newtonschen und der Goetheschen Farbenlehre“ (Nürnberg 1817); „Ueber die zeitherige Bestimmung der Dauer eines Pendelschlages und der Fallhöhe in einer Sekunde“ (Eisenach 1817). Schrieb außerdem Lehrbücher der Arithmetik und lieferte Aufsätze in J. Fr. Reichardt’s „Musikal. Monatsschrift“, in Voigt’s „Magazin für den neuesten Zustand der Naturkunde“, in Oken’s „Isis“, in Gilbert’s „Annalen der Physik“ u. a. m.; hatte auch Antheil an Pierer’s „Encyklop. Wörterbuche“.

Vgl. Neuer Nekrolog d. Deutschen. 29. Jahrg., 1851. Weimar 1853. – Pütter, Versuch einer akademischen Gelehrtengeschichte von der Georg-Augustus-Universität zu Göttingen (fortgesetzt von Saalfeld). Dritter Theil von 1788–1820. Hannover 1820. Vierter Theil von 1820–1837. Göttingen 1838. – Meusel, D. gelehrte Teutschland. Lemgo 1827. – Poggendorff, Biographisch-litterarisches Handwörterbuch.