Anmerkungen zu den Kinder- und Hausmärchen der Brüder Grimm I/Der Teufel mit den drei goldenen Haaren

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Der singende Knochen Anmerkungen zu den Kinder- und Hausmärchen der Brüder Grimm I von Johannes Bolte, Jiří Polívka
29. Der Teufel mit den drei goldenen Haaren
Läuschen und Flöhchen
Für verschiedene Auflagen des Märchens der Brüder Grimm siehe Der Teufel mit den drei goldenen Haaren.

[276]

29. Der Teufel mit den drei goldenen Haaren. 1856 S. 56.

1819 nr. 29; aus Zwehrn bei Kassel.

Zwei andere Fassungen standen in der ersten Auflage von 1812, nämlich nr. 75 ‘Vogel Phönix’ (aus den Maingegenden, von der Marie im Wildschen Hause zu Kassel, 10. Februar 1812) und [277] nr. 29 ‘Der Teufel mit den drei goldenen Haaren’ (aus Niederhessen, von Male schnipp dich [Schneuz dich], d. h. vermutlich Amalie Hassenpflug in Kassel, Herbst 1812). Die erste stimmt im ganzen überein, ist aber viel unvollständiger; es werden bloß drei Federn vom Vogel Phönix gesucht, wie der Teufel heißt. Sie lautet:

Eines Tags ging ein reicher Mann spazieren an den Fluß, da kam ein kleines Kästchen geschwommen. Dies Kästchen nahm er und machte den Deckel auf, da lag ein kleines Kind darin, welches er mit heim nahm und aufziehen ließ. Der Verwalter konnte aber das Kind nicht leiden, und einmal nahm ers mit sich in einem Kahn auf den Fluß, und als er mitten darin war, sprang er schnell heraus ans Land und ließ das Kind allein im Kahn. Und der Kahn trieb immer fort bis an die Mühle, da sah der Müller das Kind und erbarmte sich, nahm es heraus und erzog es in seinem Haus. Einmal aber kam von ungefähr der Verwalter in dieselbe Mühle, erkannte das Kind und nahm es mit sich. Bald darauf gab er dem jungen Menschen einen Brief zu tragen an seine Frau, worin stand: ‘Den Überbringer dieses Briefs sollst du den Augenblick umbringen.’ Unterwegs aber begegnete dem jungen Menschen im Walde ein alter Mann, welcher sprach: ‘Weis mir doch einmal den Brief, den du da in der Hand trägst!’ Da nahm er ihn, drehte ihn bloß einmal herum und gab ihn wieder, nun stand darin: ‘Dem Überbringer sollst du augenblicks unsere Tochter zur Frau geben.’ So geschah es; und als der Verwalter das hörte, geriet er in Ärger und sagte: ‘He, so geschwind gehts nicht. Eh ich dir meine Tochter lasse, sollst du mir erst drei Federn vom Vogel Phönix bringen.’

Der Jüngling machte sich auf den Weg nach dem Vogel Phönix, und an derselben Stelle im Wald begegnete ihm wieder derselbe alte Mann und sprach: ‘Geh den ganzen Tag weiter fort! Abends wirst du an einen Baum kommen, darauf zwei Tauben sitzen, die werden dir das Weitere sagen.’ Wie er abends an den Baum kam, saßen zwei Tauben drauf. Die eine Taube sprach: ‘Wer da zum Vogel Phönix will, muß gehen den ganzen Tag, so wird er abends an ein Tor kommen, das ist zugeschlossen.’ Die andere Taube sprach: ‘Unter diesem Baum liegt ein Schlüssel von Gold, der schließt das Tor auf.’ Da fand er den Schlüssel und schloß das Tor damit auf; hinterm Tor da saßen zwei Männer, der eine Mann sprach: ‘Wer den Vogel Phönix sucht, muß einen großen Weg machen über den hohen Berg, und dann wird er endlich in das Schloß kommen.’

Am Abend des dritten Tags langte er endlich im Schloß an; da saß ein weißes Mamsellchen und sprach: ‘Was wollt Ihr hier?’ – ‘Ach, ich will mir gern drei Federn vom Vogel Phönix holen.’ Sie sprach: ‘Ihr seid in Lebensgefahr; denn wo Euch der Vogel Phönix gewahr [278] würde, fräße er Euch auf mit Haut und Haar. Doch will ich sehen, wie ich Euch zu den drei Federn verhelfe; alle Tage kommt er hierher, da muß ich ihn mit einem engen Kamm kämmen. Geschwind hier unter den Tisch!’ Der war rundum mit Tuch beschlagen.

Indem kam der Vogel Phönix heim, setzte sich oben auf den Tisch und sprach: ‘Ich wittere, wittere Menschenfleisch’. – ‘Ach was, Ihr seht ja wohl, daß niemand hier ist.’ – ‘Kämm mich nun’, sprach der Vogel Phönix. Das weiße Mamsellchen kämmte ihn nun, und er schlief darüber ein. Wie er recht fest schlief, packte sie eine Feder, zog sie aus und warf sie untern Tisch. Da wachte er auf: ‘Was raufst du mich so? Mir hat geträumt, es käme ein Mensch und zöge mir eine Feder aus.’ Sie stellte ihn aber zufrieden, und so gings das anderemal und das drittemal.

Wie der junge Mensch die drei Federn hatte, zog er damit heim und bekam nun seine Braut.

Die andere Aufzeichnung von 1812 (nr. 29) enthält nur den zweiten Teil des Märchens und leitet es damit ein, daß eine Prinzessin sich in einen Holzhacker verliebt, und daß ihr Vater die Heirat nur zugeben will, wenn der Jüngling ihm die drei goldenen Haare des Teufels bringe. In der weiteren Entwicklung zeigen die zwei ersten aufgetragenen Fragen eine geringe Abweichung; als er die Antwort bringt, erhält er zur Belohnung außer Geld auch zwei Regimenter Fußvolk und Reiterei, womit er den alten König bewegt, sein Wort zu halten. Der Wortlaut ist:

Ein Holzhacker hackte vor des Königs Haus Holz; oben am Fenster stand die Prinzessin und sah ihm zu. Als es Mittag war, setzte er sich in den Schatten und wollte ruhen; da sah die Prinzessin, daß der Holzhacker sehr schön war, und verliebte sich in ihn und ließ ihn heraufrufen, und als er die Prinzessin erblickte und sah, wie schön sie war, verliebte er sich wieder in sie. Da waren sie bald in ihrer Liebe einig; aber dem König ward verraten, daß die Prinzessin einen Holzhacker lieb habe. Als der König das hörte, ging er zu ihr und sagte: ‘Du weißt, daß der dein Bräutigam wird, der die drei goldenen Haare bringt, die der Teufel auf dem Kopf hat, er mag nun ein Prinz oder ein Holzhacker sein’. Er gedachte aber: ‘Kein Prinz ist noch so mutig gewesen, daß er es gekonnt, so wird ein schlechter Holzhacker es noch weniger können.’ Die Prinzessin war betrübt; denn es waren schon viele Prinzen umgekommen, welche die drei goldenen Haare beim Teufel holen wollten. Weil aber kein anderes Mittel übrig blieb, so entdeckte sie dem Holzhacker, was ihr Vater gesagt hatte. Der Holzhacker war gar nicht betrübt und sagte: ‘Das soll mir schon gelingen; bleib mir nur getreu, bis ich wiederkomme! Morgen früh zieh ich aus’.

[279] Also begab sich der Holzhacker auf die Reise zum Teufel und kam bald an eine große Stadt. Vor dem Tor fragte ihn der Wächter, was er für ein Handwerk verstehe und was er wisse. ‘Ich weiß alles’, antwortete er. ‘Wenn du alles weißt’, sagte der Torwächter, ‘so mach unsere Prinzessin gesund, die kein Arzt in der Welt kurieren kann!’ – ‘Wenn ich wiederkomme’. – In der zweiten Stadt wurde er auch gefragt, was er wisse. ‘Ich weiß alles.’ – ‘So sag uns, warum unser schöner Marktbrunnen vertrocknet ist!’ – ‘Wenn ich wiederkomme’, sagte der Holzhacker und ließ sich nicht aufhalten. Da kam er an einen Feigenbaum, der wollte verdorren, nebenbei stand ein Mann, der fragte ihn, was er wisse. ‘Ich weiß alles.’ – ‘So sag mir, warum der Feigenbaum welkt und keine Früchte trägt!’ – ‘Wenn ich wiederkomme.’ – Er ging weiter und kam zu einem Fischer, der mußte ihn überschiffen, der fragte ihn, was er wisse. ‘Ich weiß alles.’ – ‘So sag mir, wann werd ich einmal abgelöst werden und ein anderer die Leute überschiffen?’ – ‘Wenn ich wiederkomme.’

Nachdem der Holzhacker drüben war, kam er in die Hölle, da sahs schwarz und russig aus; der Teufel aber war nicht zu Haus, nur seine Frau saß da. Der Holzhacker sagte zu ihr: ‘Guten Tag, Frau Teufelin. Ich bin hierher gekommen und möchte die drei goldenen Haare haben, die euer Mann auf dem Kopfe trägt. Auch möcht ich wissen, warum eine Prinzessin nicht kann geheilt werden, warum ein tiefer Marktbrunnen ohne Wasser und ein Feigenbaum ohne Früchte ist und warum ein Schiffer nicht abgelöst wird’. Die Frau erschrak und sagte: ‘Wenn der Teufel kommt und findet dich hier, so frißt er dich gleich auf; die drei goldenen Haare kannst du nimmermehr kriegen. Weil du aber so jung noch bist, so dauerst du mich, und ich will sehen, ob ich dich erretten kann’. – Der Holzhacker mußte sich unter das Bett legen, und kaum hatte er ein Weilchen dort gelegen, da kam der Teufel nach Haus: ‘Guten Abend, Frau’ und fing an sich auszuziehen und sagte dann: ‘Wie ist mir in der Stube! Ich rieche, ich rieche Menschenfleisch, da muß ich einmal nachsehen’. – ‘Was wirst du wohl riechen’, sagte die Frau, ‘du hast den Schnupfen, und da steckt dir immer der Geruch von Menschenfleisch in der Nase. Wirf mir nicht alles untereinander! Ich habe eben erst gekehrt.’ – ‘Ich will nur still sein, ich bin müde heut Abend, aber du gönnst mir den Bissen nicht, den ich ins Maul stecke’.

Damit legte sich der Teufel ins Bett, und seine Frau mußte sich zu ihm legen. Bald schlief er ein, erst blies er, dann schnarchte er, anfangs sachte, dann so laut, daß die Fenster zitterten. Als die Frau sah, daß er so fest schlief, packte sie eins von den drei goldenen Haaren fest, riß es heraus und warf es dem Holzhacker unter das Bett. Der [280] Teufel fuhr auf: ‘Was hast du vor, Frau, was raufst du mich?’ – ‘Ach, ich hatte einen schweren Traum, da muß ich es in der Angst getan haben’. – ‘Wovon hast du denn geträumt?’ – ‘Mir träumte von einer Prinzessin, die war sterbenskrank, und kein Arzt war auf der Welt, der sie heilen konnte.’ – ‘Warum tun sie nicht die weiße Unke weg, die unter ihrem Bett steckt!’ Damit legte er sich auf die andere Seite und schlief wieder ein. Als ihn die Frau schnarchen hörte, faßte sie das zweite Haar, riß es aus und warf es unter das Bett. Der Teufel sprang auf: ‘Ei so soll dich! Bist du toll geworden? Du reißt mich ja wieder entsetzlich in den Haaren.’ – ‘Ach lieber Mann, ich stand vor einem großen Marktbrunnen; die Leute jammerten, weil kein Wasser darin war, und fragten mich, ob ich keine Hilfe wisse. Da guckte ich hinein, er war so tief, daß mir schwindlig wurde; ich wollte mich halten, und da bin ich dir in die Haare geraten.’ – ‘Du hättest nur sagen sollen, sie müßten den weißen Stein herausholen, der unten liegt. Aber laß mich mit deinen Träumen in Ruh!’ Er legte sich wieder und schnarchte bald so abscheulich wie vorher. Die Frau gedacht: Du mußt es noch einmal wagen, und riß auch das dritte Goldhaar heraus und warfs hinunter. – Der Teufel fuhr in die Höh und wollte übel wirtschaften, die Frau aber besänftigte ihn, küßte ihn und sagte: ‘Das sind böse Träume. Ein Mann zeigte mir einen Feigenbaum, der verdorren wollte, und klagte, daß er keine Früchte trage. Da wollte ich an den Baum schütteln, ob wohl noch etwas herabfalle, und da habe ich deine Haare geschüttelt’. – ‘Das wäre auch umsonst gewesen. An der Wurzel nagt eine Maus; wenn die nicht getötet wird, so ist der Baum verloren; ist die erst tot, dann wird er schon wieder frisch werden und Früchte tragen. Aber plag mich nicht mehr mit deinen Träumen! Ich will schlafen, und wenn du mich noch einmal aufweckst, so kriegst du eine Ohrfeige.’ – Der Frau war angst vor dem Zorn des Teufels, aber der arme Holzhauer mußte noch etwas wissen, das wußte der Teufel allein. Da zupfte sie ihn an der Nase und zog ihn in die Höh. Der Teufel sprang wie unsinnig auf und gab ihr eine Ohrfeige, daß es schallte. Die Frau fing an zu weinen und sagte: ‘Willst du, daß ich ins Wasser falle? Ein Fischer hatte mich über den Strom gefahren, und als der Nachen ans Ufer kam, stieß er an. Da fürchtete ich mich zu fallen und wollte mich an den Stamm halten, woran die Kette festgenagelt wird, da hab ich mich an deine Nase gehalten.’ – ‘Warum hast du nicht achtgegeben? Das tut der Nachen jedesmal.’ – ‘Der Fischer klagte mir, daß niemand komme ihn abzulösen und er seiner Arbeit kein Ende sehe.’ – ‘Er muß den ersten, der kommt, anhalten, so lange zu fahren, bis ein dritter kommt, der ihn wieder ablöst, so ist ihm geholfen. Aber du träumst kurios; das ist wahr mit dem Schiffer und das andere auch. [281] Jetzt weck mich nicht wieder! Der Morgen muß bald anbrechen, ich will noch schlafen, sonst spring ich übel mit dir um.’

Wie nun der Holzhacker alles gehört hatte und der Teufel wieder schnarchte, bedankte er sich bei der Frau Teufelin und zog fort. Als er zu dem Fischer kam, wollte der Auskunft haben. ‘Fahr mich nur erst hinüber!’ Drüben aber sagte er zu ihm: ‘Der erste, der wieder kommt und will übergefahren sein, den halt an, daß er so lange das Amt übernimmt, bis ihn wieder einer ablöst!’ Darauf kam er zu dem Mann mit dem unfruchtbaren Feigenbaum und sagte ihm: ‘Töte nur die weiße Maus, die an den Wurzeln nagt, so wird dein Baum wieder Früchte tragen wie vorher’. – ‘Was verlangst du zur Belohnung?’ fragte der Mann. ‘Ein Regiment Infanterie.’ Und kaum hatte er das gesagt, so marschierte ein Regiment hinter ihm her. Der Holzhacker gedacht: Das geht gut, und kam in die Stadt, wo der Marktbrunnen vertrocknet war: ‘Holt den weißen Stein heraus, der auf dem Grund liegt!’ Da stieg einer hinab und holte den Stein, und kaum war er oben, so füllte sich der Brunnen wieder mit dem klarsten Wasser. ‘Womit sollen wir dich belohnen?’ fragte der Bürgermeister. ‘Gebt mir ein Regiment Kavallerie!’ Und als der Holzhacker zum Tor hinausging, ritt auch ein Regiment Kavallerie hintendrein. – So kam er in die andere Stadt, wo die Prinzessin krank lag, die kein Arzt kurieren konnte. ‘Macht nur die weiße Unke tot, die unter dem Bett versteckt ist!’ Und wie das geschehen war, so fing die Prinzessin an sich zu erholen, frisch und rot zu werden. ‘Was willst du zur Belohnung?’ fragte der König. ‘Vier Wagen mit Gold beladen’, sagte der Holzhacker.

Endlich kam der Holzhacker heim und hinter ihm ein Regiment Infanterie, ein Regiment Kavallerie und vier Wagen ganz mit Gold beladen, die drei goldenen Haare aber trug er bei sich. Vor dem Tore hieß er seine Begleitung warten; wenn er aber von dem Schloß ein Zeichen gäbe, dann sollten sie schnell einziehen. Darauf ging er vor der Prinzessin, seiner Geliebten, Vater, reichte ihm die drei goldenen Haare des Teufels und bat ihn, seinem Versprechen gemäß ihm die Prinzessin zu geben. Der König erstaunte, sagte, mit den drei goldenen Haaren habe es seine Richtigkeit, aber wegen der Prinzessin müsse er sich bedenken. Wie der Holzhacker das hörte, stellte er sich zum Fenster und pfiff hinaus; da kamen auf einmal durch das Tor ein Regiment Infanterie, ein Regiment Kavallerie und vier schwerbeladene Wagen marschiert. ‘Herr König’, sagte der Holzhacker, ‘seht her, das sind meine Leute, die ich mitgebracht habe, und dort das ist mein Reichtum in den Wagen, die sind voller Gold. Wollt Ihr mir nun die Prinzessin geben?’ Der König erschrak und sagte: ‘Ja, von Herzen gern.’ Da wurden beide vermählt und lebten in Glückseligkeit.

[282] Darum, wer den Teufel nicht fürchtet, der kann ihm die Haare ausreißen und die ganze Welt gewinnen.

In diesem Märchen von dem mutigen Jüngling, der einem dämonischen Wesen drei Haare (Federn) und Auskunft auf verschiedene Fragen entlockt[1], unterscheiden wir folgende Motive: A¹) Verfolgung des Neugeborenen durch dessen künftigen Schwiegervater und A²) Vertauschung des Uriasbriefes mit einem Befehle zur Heirat mit der Tochter; B) Der Schwiegervater schickt den Helden fort, drei Haare des Teufels (Riesen, Drachen, Vogels) zu holen; C) Begegnende tragen ihm Fragen auf; D) des Unholds Frau verbirgt ihn und verschafft ihm die drei Haare und die Antworten; E) er erhält Belohnungen und F) heiratet die Königstochter; G) der Schwiegervater geht denselben Weg und wird genötigt, den Fährmann abzulösen.

Schwäbisch bei Meier nr. 79 ‘Die Reise zum Vogel Strauß’ (A¹˙² B C D E F G), aus Waldeck bei Curtze S. 63 nr. 14 ‘Der Vogel Pfau’ (A¹˙² B C D E F), vom Niederrhein in Veckenstedts Zs. f. Vk. 4, 299 ‘Die drei goldenen Haare des Teufels’ (A¹˙² B D F), aus Norddeutschland bei Pröhle, M. f. d. Jugend nr. 8 ‘Von der Stadt Sedelfia und dem Vogel Fabian’ (A¹˙² B C D E F G) und Schambach-Müller S. 260 ‘Sausewind’ (A¹˙² B C D F; statt der Federn ein Stück von der Goldklippe, Erlösung dreier verwünschter Mädchen), schlesisch bei Arnim S. 3 nr. 1 ‘Der reichste Kaufmann aus Amsterdam’ (A¹˙² B C D E F G), holsteinisch in der Heimat (Kiel) 21, 245 ‘Kaiser Maximilian und de Jung in de Glückshut’ (A¹˙²).

Die Einleitung (A¹˙²) fehlt in dem oben mitgeteilten Märchen von der Prinzessin und dem Holzhacker, in den Schweizer Märchen vom Vogel Greif (unten nr. 165) und vom Vogel Strauß (Jegerlehner, Am Herdfeuer S. 208 = Oberwallis S. 62), im tirolischen bei Zingerle 2, 69 ‘Die Drachenfedern’ (B C D E F), im heanzischen bei Bünker nr. 66 = Zs. f. Volksk. 8, 188 ‘Zur unglücklichen Stunde’ (B C D E F G). Aus dem Odenwalde bei Wolf, Hausmärchen [283] S. 184 ‘Die fünf Fragen’ (B C D E F G) und S. 312 ‘Der Jüngling im Feuer und die drei goldenen Federn’ (B C D E F); aus der Eifel bei Schmitz, Zs. f. dtsch. Mythol. 2, 384 ‘Der Kuhhirt und der Drache’ (B D F), aus Hannover bei Schambach-Müller S. 257 ‘Die drei Federn des Drachen’ (entstellt), aus Mecklenburg bei Bartsch 1, 497 ‘Vogel Fenus’ (B C D E F), aus der Uckermark bei Büsching nr. 59 = v. d. Hagen, Erzählungen 1, 237 ‘Der Popanz’ (entstellt; für die Amme, nicht für den König werden sieben Federn und sieben Antworten geholt), aus Ostpreußen gereimt von C. Roose, Vom Burschen, der die gute Stunde sucht (Bolte, Alt preuß. Monatsschrift 35, 145. B C D E F G, doch muß die Tochter statt des Vaters den Fährmann ablösen) und bei Lemke 2, 106 ‘Vom Kaufgesellen, der sich die Welt besehen wollte’ (C D E F G). Jüdischdeutsch aus dem Gouv. Wilna in Mitt. f. jüd. Volkskunde 10, 114 ‘Wos is beschert, dos is bawert’ (A¹˙² B C D E F).

Vlämisch bei Joos 2, 65 nr. 14 ‘Van den bessembinderszoon’ = Teirlinck p. 16 (B C D E). De Mont en de Cock, Wondersprookjes S. 64 ‘Van de drie haren van den duivel’ (B C D E). – Dänisch[2] bei Grundtvig hsl. Verzeichnis nr. 68 ‘Den rige mand’. Grundtvig, Minder 1, 149 ‘Rige Per Møller’ (A¹˙² B C D E F) und 158 ‘Riber-Kræmmer’ (A¹˙² B C D E F). Grundtvig, Folkeæventyr 1, 131 nr. 12 ‘Drømmene’ = Leo-Strodtmann 1, 95 (B C D E). Kristensen, Aev. fra Jylland 3, 164 nr. 32 ‘Rejsen til Klørhans’ (A¹˙² B C D E F G); 3, 330 nr. 60 ‘Lucifers tre Haar’ (der Oberst schickt den alten Soldaten, C D E); 4, 106 nr. 19 ‘Rejsen til Klørhans’ (A¹˙² B C D E F G); 4, 112 nr. 20 ‘Prinsessen hos Fugl Føniks’ (Befreiung der entführten Prinzeß, C D E F G). Kristensen, Fra Bindestue 2, 108 ‘Ry Kræmmer og hans Svigersøn’ (A¹˙² B C D E F G), Skattegraveren 9, 150 ‘Rige Per Kræmmer’ (B C D E). Etlar S. 47 Svends Bedrifter’ = 1891 S. 175. – Schwedisch nach Grimm ‘Hin Ondes tre Guldhår’, Stockholm 1824 u. ö. (Bäckström 3, 39). Afzelius, Sagohäfder 2, 161 = Ungewitter 2, 339 (Befreiung der Königstochter, C D F). Nicolovius S. 42 = 1868 S. 37 ‘Rike Pehr Krämare’ (A¹˙² B C D E F G); Bondeson, Sv. folksagor nr. 42 ‘Rike-Pär Krämare’ (A¹˙² B C [284] D E F G); Wigström, Sv. landsmålen 5, 1, 17 ‘Jäppa i Norrland’ (B C D E F G); Åberg nr. 58–60 ‘Pojken som hämtade tre silfverhår från jättens skägg’ = Archivio 15, 417 (A¹˙² B C D E F G). Hackmans Register nr. 461. – Norwegisch bei Asbjörnsen-Moe nr. 5 ‘Der reiche Peter Krämer’ (A¹˙² B C D E F G). Janson nr. 14 ‘Tussen i Norddalen’. Ein Soge-Bundel p. 79 ‘Bitristein’ (Befreiung der vom Riesen geraubten Jungfrau). Moe, Nordisk Tidskrift 1879, 265. – Isländisch bei Rittershaus S. 1 nr. 1 ‘Der verzauberte Riese’ (B C E F). – Bretonisch bei Luzel, Contes 1, 86 ‘Les trois poils de la barbe d’or du diable’ (A¹˙² B D F) und 1, 119 ‘Fleur d’épine’ (soll die geraubte Prinzessin zurückholen). Revue des trad. pop. 5, 728 ‘Les trois poils du diable’ und 21, 476 (entstellt). – Wallisisch bei Jegerlehner, Sagen 1909 S. 81 ‘Der Gang zu Lucifer’ (A² B C D E F G) und 133 ‘Il y a des chrétiens en enfer’ (A² B C D E F). – Spanisch bei Trueba, Cuentos de vivos y muertos 1879 p. 123 ‘El yerno del rey’ (A¹˙² B C D E F). Maspons, Rondallayre 1, 50 nr. 11 ‘Los tres cabells del dimoni’ (A¹ B C D E F G). – Portugiesisch bei Braga nr. 55 ‘O sargento que foi ao inferno’ (B C D E F). – Serbokroatisch bei Valjavec S. 157 nr. 16 (A² B C D E G; Einleitung abweichend; die glückliche und unglückliche Stunde suchen). Krauß 2, 112 nr. 64 (A¹ G F). Letopis mat. srpske 152, 80 nr. 5 (B C D E G). Stefanović S. 207 nr. 23 = Archiv f. slav. Phil. 5, 70 nr. 56 ‘Wer einmal unglücklich ist, ist in der Tat unglücklich’ (R. Köhler 1, 465). Krauß 2, 155 nr. 82 ‘Gott und der h. Petrus wandern durch die Welt’ (B C D E F). – Slovakisch: Dobšinský 2, 50 nr. 15 ‘Drei Federn des Drachen’ (A¹˙² B C D E F). Rimauskí S. 21 nr. 3 = Dobšinský 2, 3 nr. 11 = Wenzig S. 36 ‘Die Reise zur Sonne’ (B C D F; die Sonne antwortet dem Jungen unmittelbar). Škultety-Dobšinský S. 125 nr. 13 = 2. Ausg. S. 161 nr. 13 (B C D E F; er bringt die entführte Prinzessin dem Könige zurück). – Čechisch: Erben, Slov. čít. 1 (Čes. pohádky S. 36) = Waldau S. 587 ‘Die drei Goldhaare des Děd-Vševěd’ = Chodzko p. 31 = Wratislaw p. 16 = Teza, I tre capelli d’oro (Bologna 1866) p. 13: A¹˙² B C D E F G. Malý p. 68 nr. 4 (B C D F; die Sonne gibt selbst Antwort). Němcová 2, 84 nr. 22 (B C D F; gleich der vorigen Fassung abhängig von Bol. Jablonovskýs Dichtung v. J. 1835; s. Tille, České pohádky S. 39). Kulda 1, 204 nr. 41 (B C D E F) und 2, 132 nr. 101 (B C D F; verbunden mit dem Märchen von der aufgehobenen Goldfeder; Bad in [285] der Stutenmilch). Radostov ³ S. 141 nr. 14 (A² B C D E G. Einleitung entstellt). – Polnisch: Zbiór 16, 2, 72 nr. 17 (A¹˙² B C D G) und 16, 2, 66 nr. 11 (A¹˙², Jesus ist Gevatter bei dem zwölften Sohne des Schusters; dann die Geschichte des weisen Knaben, s. Archiv f. slav. Phil. 27, 611). Mitt. der schl. Ges. f. Volksk. 6, 42 (A¹˙² B; wohl literarische Bearbeitung einer orientalischen Vorlage). Sprawozdania Kom. jęz 5, 97 (A¹˙² B C D E G). – Kaschubisch Gryf 1, 101 (A¹˙² B C D E F). – Kleinrussisch aus Galizien bei Dragomanov S. 329 nr. 22 (A¹˙² B C D G). Aus Oberungarn im Etnograf. Zbirnyk 4, 132 nr. 26 (A¹˙² B C D E G). Aus Südungarn ebd. 29, 252 nr. 35 (A¹˙² F B C D E G). 29, 259 nr. 36 (andere Einleitung, B C D E F). Aus dem Gouv. Poltawa ebd. 14, 194 nr. 28 (A¹˙² B C D G) und 14, 205 (nur A¹˙²). Aus dem Gouv. Černigov bei Malinka S. 291 nr. 23 (A¹˙² B C D E G). Moszyńska nr. 1. (Zbiór 9, 73. A¹˙² B C D E; Schluß wie Afanasjev nr. 173b). Maksimovič nr. 1 (A¹˙² F B C D, in eine Nadel verwandelt, G). Kolberg, Pokucie 4, 25 nr. 5 (A¹˙² B C D E G). Žytje i Słovo 2, 195 nr. 5 (A¹˙²; dann der kluge Knabe). Etnograf. Zbirnyk 7, 141 nr. 68 (ähnlich). Ohne die Einleitung aus dem Gouv. Kiew bei Čubinskij 2, 133 nr. 47 (B C D E F; Heirat mit der vom Drachen entführten Prinzessin) und Šuchevyč S. 64 nr. 51 (B C D E F; dazu der dankbare Tote). – Weißrussisch: Gliński 3, 172 nr. 10 (A¹˙²; Schluß wie bei Afanasjev nr. 173b). Aus dem Gouv. Mogilev bei Romanov 3, 198 nr. 27 (A¹˙² B C D E G. Reise zu Gott selber) und 3, 338 nr. 83 (A¹˙² B F. Reise zu des Kaufmanns Vater, der selber Fährmann über den feurigen Fluß ist und vom Sohn abgelöst wird). Mater. i prace jęz. 2, 16 nr. 11 (A B C D E G. Der Zauberer antwortet selbst). Federowski 2, 290 nr. 326 (der Kaufmann schickt den Findling, den dessen Mutter ausgesetzt hatte, zu Gott, um zu fragen, warum die Sonne drei Tage nicht geschienen habe und drei Tage lang kein Regen gefallen sei; dann B C; der Held entführt nach Gottes Weisung die Meerjungfer, die der Kaufmann behalten will; Bad in siedender Milch, vgl. R. Köhler 1, 467). Materyały kom. język. 2, 128. Romanov 6, 301 nr. 32 (ähnlich Aussendung, C D; dann ebenso die goldhaarige Jungfrau). Sehr verblaßt bei Gliński 4, 26 nr. 2. – Großrussisch bei Afanasjev ³ 2, 242 ‘Marko der Reiche und Vasilij der Unglückliche’ nach einem Drucke v. J. 1834 (A¹˙² B C D E F G). Aus dem Gouv. Nižegorod ebd. 2, 338 nr. 173a (A¹˙² B C D E F G). Goldschmidt S. 147 ‘Von den wundertätigen Bettlern’. [286] Aus dem Gouv. Samara bei Sadovnikov S. 256 nr. 86 (A¹ B C D A² G). – Litauisch bei Schleicher S. 71 ‘Vom Fischer, der in den Himmel ging’ (B C, Gott antwortet, E F). – Lettisch: Zbiór 18, 375 nr. 42 (A¹˙² F B G; der Schwiegersohn soll einen goldenen Stab und Geld holen). – Finnisch bei Salmelainen 2, nr. 7 = Archiv f. wiss. Kunde Rußlands 16, 236 = Ausland 1857, 642 = Grässe, Märchenwelt S. 169 ‘Anton Puuhara’ (A¹˙² B C D E F G). Suomi 2, 17, 9. Aarnes Register nr. 461. – Ungarisch bei Mailáth S. 157 ‘Die Brüder’ = 2. Aufl. 1, 169 (der weise Vogel Greif, dem der Student drei silberne Birnen bringt, beantwortet dessen Fragen und läßt sich eine Feder ausreißen, die auf alles Bescheid erteilt). Gaal 1822 S. 41. Gaal-Stier S. 188 nr. 17 ‘Des armen Mannes Sohn und die Kaufmannstochter’ (A² C D E G). Nyelvör 10, 40 = Sklárek 1, 25 nr. 3 ‘Die glücklichste Stunde’ (A¹˙² B C D E F. Die glücklichste Stunde ist die Christnacht). Klimo p. 215. Berze Nagy nr. 12. – Zigeunerisch bei Wlislocki 1886 S. 16 nr. 10 ‘Die drei goldenen Haare des Sonnenkönigs’ (A¹˙² B C D E F G) = Groome nr. 38. – Wotjakisch bei Wichmann, Journal 19, 90 nr. 16 ‘Der Teufel und der Kaufmann’ (C D E). – Tatarisch aus dem Kaukasus im Sbornik Kavkaz. 13, 2, 297–301 (A² B C. Der ferne Bruder des Kaufmanns Aziz verschont den ihm mit einem Uriasbriefe zugesandten Jungen, beantwortet die ihm auferlegten Fragen und sendet ihn als reichen Prinzen heim). – Eigentümlich benutzt im türkischen Volksbuch ‘Bruder Hahn’ (Jacob 5, 69) ein reicher Mann die Sendung zu drei ihre Unbesonnenheit bereuenden Büßern, um den Freier seiner Tochter zur Weisheit zu erziehen.

Die Einleitung (A¹˙²) von dem vergeblichen Hasse des Königs wider den ihm prophezeiten Schwiegersohn, den er durch Aussetzung und durch einen Uriasbrief zu töten sucht, und von der Briefvertauschung, welche die Vermählung mit seiner Tochter herbeiführt,[3] erscheint schon in den mittelalterlichen Sagen vom Kaiser Constantin und vom Kaiser Heinrich III. (Wesselofsky, Romania 6, 161. Kuhn, Byzantin. Zs. 4, 241. 5, 163. 9, 382. R. Köhler 1, 417. 2, 357. 679. Oesterley zu Gesta Romanorum c. 20. [287] Grimm, DS² nr. 486. Stephens, Fornsvenskt Legendarium 2, 771. 1210. 1858. Ge. Stengelius, Opus de iudiciis divinis 1651 1, cap. 28; deutsch Augsburg 1712. Martin von Cochem, Auserlesenes History-Buch 1692 1, 288; čechisch 1775, vgl. H. Máchal, Národopisný Sborník 3, 5), in der indischen Erzählung vom Kaufmann Campaka (Weber, Sitzgsber. der Berliner Akademie 1883, 567. Hertel, Zs. d. morgenl. Ges. 65, 422) und in späteren Märchen wie Simrock nr. 72 ‘Gottes Wille geschieht’; Franzisci, Sagen aus Kärnten 2, 3 ‘Das Kind der Weisheit’; Behrend 1908 nr. 19 ‘Der Schäfersohn’; Knoop, Ostmärk. Sagen 1, 8 ‘Der Traum’. Isländisch bei Rittershaus S. 241 nr. 60, 1 und 3. Irisch Folk-lore Journal 2, 34. Die italienische gereimte Historia di Florindo e Chiarastella (1555; ed. Varnhagen 1907) klingt nach bei Nerucci nr. 36 = Imbriani, Nov. fior. nr. 34; De Gubernatis, S. Stefano nr. 7 ‘Il re di Spagna’; Andrews nr. 52 ‘Le prédestiné’; Pitrè, Fiabe sicil. 2, 339 nr. 100 ‘Lu mircanti ’smailitu Giumentu’. Katalanisch bei Maspons, Rondallayre 2, 77 nr. 18 ‘Lo noy afortunat’. Rumänisch bei Weigand 2, 235. Griechisch bei Hahn nr. 20 ‘Die erfüllte Prophezeiung’; Abbott p. 129. 347 ‘Naïdis the foundling’ (der Name zeugt für den slavischen Ursprung); Polites, Laographia 1, 107; Dozon nr. 13 ‘L’enfant vendu’. Serbokroatisch bei Vojinović S. 102 nr. 14 = Archiv f. slav. Phil. 1, 288 ‘Wer was tut, alles für sich'; Krauß 2, 112 nr. 64; 2, 179 nr. 88 ‘Der Findling’ = Valjavec S. 87 nr. 6; ebd. S. 87 nr. 7; Strohall, 147 nr. 36; Zbornik jugoslov. 12, 140 nr. 29; Brastvo 12–13, 133–138; Zs. Karadžić 3, 109. Bulgarisch bei Kačanovskij S. 552 nr. 223 (A¹˙², Schluß wie Afanasjev nr. 173b); Marinov, Živa Starina 1, 29 (Arnaudov S. 83, 32a); Sbornik min. 6, 110 nr. 2. 7, 175 nr. 1; Šapkarev S. 242 nr. 131. S. 259 nr. 138. S. 339 nr. 195; Strauß S. 177. Böhmisch bei Radostov 1. Aufl. 1, 18 nr. 3. Polnisch bei Ciszewski, Krakowiacy 1, 63 nr. 59; Zbiór 5, 217 nr. 25. 16, nr. 17. 18, nr. 42. Kleinrussisch bei Čubinskij 2, 341 nr. 88; Kolberg, Pokucie 4, 31, nr. 6 (nur A²); Etnograf. Zbirnyk 8, 8 nr. 2; Etnograf. Obozr. 7, 80–83. Weißrussisch bei Dobrovoljskij 1, 293 nr. 2; Federowski 2, 312 nr. 344–346. 2, 289 nr. 325; Karłowicz S. 105 nr. 75; Romanov S. 336 nr. 81; Materyały Kom. język. 2, 109. Großrussisch bei Afanasjev 2, 241 nr. 173b; Ivanickij S. 198 nr. 28; Ončukov S. 85 nr. 28. S. 351 nr. 148; Zap. Krasnojarsk. 2, 144 nr. 34. Litauisch bei Dowojna-Sylwestrowicz 1, 53 (Schluß wie bei Afanasjev nr. 173b). 1, 348. 2, 105. 1, 128. Lettisch bei Treuland S. 181 nr. 111. Weryho S. [288] 35 nr. 8. Estnisch bei Kallas 20, 158 nr. 36 ‘Der Bettelknabe bekommt des Kaufmanns Habe’' Kaukasisch in der Udi-Sprache: Revue des trad. pop. 19, 255. Ossetisch bei Schanajev im Sbornik Kavkaz. 2, 6 = Romania 6, 194 ‘Le prophète aimant Dieu’. Imeretinisch: Sbornik Kavkaz. 19, 2, 65 nr. 8. Mingrelisch ebd. 24, 2, 18 nr. 6. Armenisch ebd. 24, 2, 104 nr. 5 und 14, 2, 178. Arabisch: Tradition 20, 72. Velten, Suaheli S. 198 ‘Harun Alraschid und sein Vezier.’ Dagegen verfolgt bei Cardonne, Mélanges 2, 69 (Neue Abendstunden 5, 215. 1770. 1001 Tag 4, 370. Chauvin 8, 145) Kebal den eignen, von einer Nebenfrau geborenen Sohn. – Auf ein Mädchen wird dieselbe Geschichte übertragen: schwedisch bei Wigström, Sv. landsmålen 5, 1, 47 ‘Kungen ock torparedotteren’; isländisch bei Rittershaus S. 244 nr. 60, 2; englisch bei Baring-Gould p. 324 nr. 6 = Jacobs, EFT. 1, 190 nr. 35 ‘The fish and the ring’ und Blakeborough p. 269 ‘The poor old cobbler and the wicked knight’; griechisch bei B. Schmidt S. 67 ‘Der Spruch der Mören’; serbokroatisch bei Strohal 2, 29 nr. 7; Stankov Kukić S. 99 nr. 21; Bos. Vila 3, 189. Zs. Vila 3, 305 nr. 5; russisch im Permskij Sbornik 2, 166 ‘Die bucklige Braut’ = Schott in Ermans Archiv f. wiss. Kunde von Rußland 22, 592. 619; kleinrussisch Materyały antropol. 2, 83 nr. 55 (A B C D). Abchasisch im Globus 65, 45a (1894). Annamitisch: Revue des trad. pop. 15, 409 ‘La femme prédestinée’. Chinesisch bei J. A. Gonçalves, Arte China 1829 p. 384 ‘O noivo destinado’ (Ermans Archiv 22, 593).

Das in einigen slavischen Fassungen vorkommende Schlußmotiv, daß der eigene Sohn des reichen Mannes oder der Schwiegervater selbst auf die dem Schwiegersohne zugedachte Weise umkommt, erzählt in anderer Verbindung Somadewa (Hertel, Bunte Geschichten vom Himalaja S. 34 = Tawney, Kathásaritságara 1, 162 c. 20. Cosquin, Revue des questions historiques 73, 5. 74, 207. Chauvin 8, 143. Zs. f. Volksk. 16, 278).

Die in unsrer Fassung dem neugeborenen Helden eigne Glückshaut, pileus naturalis bei Lampridius, mhd. hüetelîn, batwât, kindbälgel, westerhuot, heißt in Belgien Helm; und nach der roten oder bleichen und schwärzlichen Farbe schließt man auf das zukünftige Glück (Del Rio, Disquisitiones magicae 4, 2. 9. 7). Bei den Isländern heißt sie fylgja; ein Geist soll darin wohnen, der durchs ganze Leben das Kind begleite, daher die Glückshaut sorgfältig bewahrt und versteckt wird (Edda Sæmundar 2, 653 Anm.). [289] J. Grimm, Mythologie ³ S. 828. 3, 265. Zs. f. Volkskunde 4, 136, Wuttke, Volksaberglaube § 305. 579.

Das Holen dreier Haare des Teufels (J. Grimm, Mythologie ³ S. 950) entspricht merkwürdig einer Erzählung bei Saxo Grammaticus im 8. Buche p. 294. Thorkill gelangt nach Utgard, das gleich der Hölle beschrieben wird, und reißt dort dem Utgarthiloki eins seiner langen Barthaare aus, das greulichen Gestank verbreitet; vgl. P. E. Müller, Undersögelse af Saxo 1830 S. 141. A. Olrik, Kilderne til Sakses Oldhistorie 1, 172. 2, 133. Huon von Bordeaux (ed. Guessard 1860) wird von Karl dem Großen ausgesandt, dem Kalifen einige Barthaare auszuraufen. Im Zigeunermärchen bei Wlislocki 1890 S. 270 nr. 38 reißt ein Bursch dem schlafenden Teufelkönig drei Barthaare aus, mit denen er alle Steine in Gold verwandeln kann. Bei Wolf, DMS. S. 141 will ein Räuber dem Helden seinen Vater nur gegen drei Federn von des Teufels Kopf freigeben. Im italienischen Märchen bei Finamore 1, 2, 13 nr. 56 wird der kinderlosen Königin eine Abkochung von drei Barthaaren des Teufels verordnet.

Von des Teufels Mutter oder Großmutter ist in J. Grimms deutscher Mythologie ³ S. 959. 3, 297 die Rede. Sie ist hier gutmütig und steht dem Bedrängten bei, wie in nr. 125 und im englischen Märchen von Jack und dem Bohnenstengel. Auch die Töchter des Riesen zeigen sich dem Fremdling geneigt. Der bei der Befragung des Teufels zuhörende Jüngling wird zuweilen vorher in eine Ameise (Afzelius 2, 342. Maspons 1, 50) oder eine Hechel (Grundtvig, D. Folkeæv. 1, nr. 12) verwandelt.

Zu der feinen Witterung des Teufels ‘Ich rieche, rieche Menschenfleisch’ vgl. J. Grimm, Mythologie ³ S. 454. Unten nr. 82a (Ich wittre Menschenfleisch) und nr. 165 (I schmöke ne Christ). Wolf, Hausmärchen S. 25 (Menschenfleisch riech ich, Menschenfleisch genieß ich). 188. 318 (Wen hast du heim? Ich rieche Menschenfleisch). Zingerle 2, 71 (Ich schmeck, ich schmeck einen Christen). Pogatschnigg nr. 7 (I schmöck Menschenfleisch). Salman und Morolf str. 731, 1 (Ich smacke tûtsche îserîn gewant). – Dänisch in der Ballade von Rosmer (Grundtvig DgFv. 2, 72 nr. 41: Her haffuer werrit christenmand, jeg lucter endtun deris ande). Grundtvig, Minder 1, 164 (Her lugter af Kristenblod) und 171. Kamp 1, 27 (Hu, hu, je lugter Menneskeblod) und 183. 190. Berntsen 1, 93 (Prrrr, fy for Pokker, hvor her lugter af Kristenmenneskeblod). – [290] Schwedisch bei Bondeson Sv. Fs. S. 157 (Här luktar kristet blod); Sv. landsmålen 5, 1, 17. – Norwegisch bei Asbjörnsen-Moe nr. 5 (Her lugter saa kriaten Mands Been), 27, 36 (Hu, her lugter saa kristen Mandlugt inde), 89 (Det lugter kristent Blod her). Bergh, Sogur 1, 10 (Fy, dæ teva Kristimans Tev her); 3, 8. 14. Janson p. 34 (Tvi kov her luftar Kristenmans Blod) und 43. 49 (Fykj, her luftar Kristetfolk her). Soge-Bundel p. 21 (Tvi, det tevar Kristenmans Tev her). 42. 83 (Hu hu, her stækjer kristet Manneblod). – Isländisch bei Poestion S. 149 (Es riecht hier nach Menschen) und 272 (Pfui Teufel, es riecht nach Menschen). – Englisch das von Shakespeare, Lear III, 4 angeführte Märchen von Childe Rowland (Jacobs, EFT 1, 123: Fie, foh and fum, I smell the blood of a british man). Folk-lore Journal 2, 68. Campbell nr. 1 (The smell of the stranger is within) und 17. – Französisch in Perraults Petit poucet (Je sens la chair fraîche). Bladé 2, 28 (Hon, hon, hon, belle Jeanneton, ça sent ici la chair baptisée). Carnoy, Picardie p. 244, 259 (Je sens ici la viande fraîche). Sébillot, Contes 1, 191 (Je sens la chair chrétienne). 2, 130. 160. 208 (Je sens la chair fraîche). Troude et Milin p. 145. 157. Revue des langues rom. 28, 126 (Qu’est ce qui pue? De la chair de chrétien il y a en ici). – Italienisch bei Comparetti p. 153 (Qui c’ è puzzo di cristianiccio). Imbriani, Conti pom. p. 43. 49 (Uh, che puzza de cristiani); Nov. fior. p. 274. 603. De Nino 3, 114 (O che puzza di cristiani). Pelliazari 1, 19 (Uhm uhm, ce ndora de carne umana) und 55. Corazzini p. 424. 448. 464 (U cche fieto de cristiano). Ive p. 7 (Giàn giàn, ma sa udur de cristian). Papanti p. 9. Nerucci p. 113 (Uccio uccio, sento puzzo di cristianuccio). Pitrè, Nov. tosc. p. 151 (Mucci mucci, oh che puzzo di cristianucci). Coronedi-Berti nr. 17 (Propugnatore 9, 1, 239: Uz uz, o che puzza de estianuz, o ch’ ai n ’è, o ch’ ai n ’è sta, o ch’ ai n ’è di arpiatà). Archivio 1, 49. 426. 633. Finamore 1, 2, 14 (Che puzza di carne umana). – Rätoromanisch bei Jecklin 1, 126. 3, 71 (Gnan gnan, carn da cristian). Roman. Studien 2, 116 (Cheu freda da glient). – Spanisch Bibl. de las trad. esp. 1, 131 (Huuuu, á carne humana huele aqus). Maspons, Rondallayre 1, 41. 2, 26. 53 (Quina olor de carn cristiana que sento). 3, 154 (Farum farol, menjarem carn de cristiana, si Deus ho vol). – Portugiesisch bei Braga 1, 114 (Aqui cheira-me a carne da gente) und 125. Coelho p. 54 (Tens cá carne humana). Leite de Vasconcellos, Trad. p. 267 (Aqui cheira-me [291] a folgo-vivo). Consiglieri Pedroso p. 14. 108 (I smell human flesh). Roméro p. 3. 9 (Fum, aqui me fede a sangue real). 61. – Griechisch bei Jeannaraki, Kretische Volkslieder nr. 148 (Ἀνθρώπου μυρωδιὰ γροικῶ γὴ ποῦς φαίνεται μοι;). Deltion 1, 312 (Ἀνθρωπινὸ κρέας μυρίζει ᾿δῶ μέσα, νὴ μυρωδιὰ μυρίζει). Dozon p. 50 (Je sens la chair du roi). – Serbisch bei Krauß 2, 225 (Hier riech ich eine Menschenseele). Letopis mat. srpske 152, 81 (Ich rieche hier das Kreuz). – Slowakisch: Škultety-Dobšinskij S. 131 (Pfui, Menschenfleisch stinkt). – Polnisch im Sprawozdaniakom. jęz. 5, 99 (Hier ist eine frische Seele zu riechen). – Kleinrussisch bei Čubinskij 2, 134 (Es riecht nach Menschen). Dragomanov S. 309 (Es stinkt eine schimmelige Seele). Etnograf. Zbirnyk 14, 203 (Ein russisches Bein stinkt wo im Hofe). Malinka S. 293 (ebenso). Zbiór 9, 78 (Es stinkt nach russischem Gebein). Rudčenko 1, 85 nr. 44 (ebenso). Šejn 2, 134 (Bei dir riecht es nach christlichem Blut). Čubinskij 2, 209 (Ein fremder Knochen stinkt). Rozdoljśkyj S. 22 nr. 7 (ebenso). – Weißrussisch bei Federowski 1, 97. 2, 88 (Eine frische Seele stinkt); vgl. Weryho 1889 S. 57. Mater komis. język. 2, 140. Zbiór 2, 128. Šejn 2, 150. – Großrussisch bei Afanasjev 1, 80. 86 = Anna Meyer 1, 60. 73 (Es riecht nach russischem Geist). Maksimovič S. 18 (ebenso). Afanasjev 1, 223. Zap. Krasnojarsk. 1, 66 (Von russischen Beinchen ist nichts zu hören, nichts zu sehen, und jetzt ist das russische Beinchen selbst in den Hof gekommen). – Litauisch bei Leskien-Brugman S. 411 (Ich rieche Menschenfleisch). 424. 502. – Ungarisch bei Kríza nr. 6 (Notes & queries 6, 10, 22: Pho, what an Adam-like smell is here). – Finnisch bei Schreck S. 141 (Ho ho, es riecht hier nach Menschenblut). – Lappisch bei Poestion S. 80 = Friis nr. 16 (Hier riecht es nach Menschen). – Arabisch bei Spitta-Bey p. 22 (Hum, l’odeur de l’homme est auprès de toi). – Baludschisch: Bahrām und Gulandām, Zs. der d. morgenl. Ges. 43, 579. 587 (Geruch, Geruch eines Menschen). – Indisch bei Lal Behari Day p. 76 (How, mow, khow, a human being I smell). 84 (Hye, mye, khye, a human being I smell). 252. Steel & Temple p. 58. 172 (Fee, fa, fum, I smell the blood of a man). Lewin, Progressive colloquial exercises in the Lushai dialect or Kúki language p. 85 (I smell the smell of a man. It must me who you smell). – Mongolisch bei J. J. Schmidt, Bogda Gesser Chan 1839 S. 141 (Meine Nase empfindet einen Geruch wie von Mistkäfern). – Tatarisch bei Radloff 1, 306 (Uf, [292] uf, den Geruch von Menschen rieche ich). – Zulu bei Callaway 1866 1, 49 (Uf uf, in meinem Hause ist heut ein herrlicher Geruch).

Die Episode endlich der durch Begegnende dem Helden aufgetragenen Fragen tritt auch in andern Märchenkreisen auf. Am nächsten stehen die Fälle, wo ein Jüngling zur Heilung des Königs drei Federn des Greifs holen (Pitrè, Nov. toscane nr. 24 ‘Il diavolo fra i frati’. Finamore 2, 13 nr. 56. Veckenstedt, Wendische Sagen S. 75. 237. 240) oder beim Drachen oder bei der Sonne nach einem Mittel für eine Kranke fragen soll (Meier nr. 73 ‘Die drei Federn des Drachen’. Roméro nr. 2 ‘Os tres coroados’). Auch der Dummling, der sich eine Frau suchen soll (Müllenhoff S. 427 ‘Vom Bauernsohn, der König ward’), der Pechvogel, der unabsichtlich überall Schaden anrichtet und darum vor den Richter geführt wird (J. J. Schmidt, Dsanglun 1843 S. 340 = Benfey, Pantschatantra 1, 395. Jātaka transl. by Cowell 2, nr. 257), der boshafte Knecht, der seinem Herrn die drei Ringe [!] des Teufels holen soll (Vinson p. 53 ‘Le fou et le Tartaro’), der vom Unglück Geplagte, der sich beim Schicksal beschweren will[4], der Wohltätige, der den ihm verheißenen hundertfältigen Lohn einzufordern gedenkt[5], der mit einer Frage des Königs zu drei weisen Greisen geschickte Landmann (Rosen, [293] Tuti Nameh 2, 279), Ciana, die, um ihre sieben verwünschten Brüder zu erlösen, zur Mutter der Zeit wandert (Basile 4, nr. 8), der Jüngling, der den Ring der Peri vom Sonnentreiber holen soll (Radloff 4, 377 ‘Die Waise’. Radloff 10, nr. 29), der Bursch, der die Sonne fragen soll, warum sie nicht immerfort scheine (Němcová 1, 151 = Dobšinský 7, 26. Zbiór 16, 83 nr. 27. Kolberg 7, 28. Ciszewski, Krak. S. 151 nr. 109. Sbornik Kavkaz. 15, 2, 60. Čubinský 2, 11 nr. 2. 2, 290 nr. 76. Etnogr. Zbirnyk 7, 123 nr. 62. Šuchevyč S. 43 nr. 39. Romanov 6, 279 nr. 31. 6, 300 nr. 33. Gliński 4, 35),[6] alle diese treffen auf ihrer Wanderung Leute, die sich nach ihrem Reiseziele erkundigen und sie ersuchen, auch für ihre Nöte ein Orakel einzuholen. Bald soll der Wanderer ausfindig machen, warum ein Apfelbaum nicht mehr Früchte trägt, bald warum ein Brunnen versiegt ist, wo der verlorene Schlüssel der Schatzkammer liegt, wie die erkrankte Königstochter zu heilen ist, warum zwei Berge fortwährend aneinander schlagen, warum im Kloster beim Mittagsmahle stets Zank entsteht u. a.; endlich fragt ein Fährmann, wann er denn abgelöst werde; er erhält den Bescheid, er brauche nur dem nächsten Wanderer, den er übersetze, sein Ruder in die Hand zu geben; die gleiche Antwort wird dem Soldaten, der stets eine Kanone halten muß, zuteil[7]. Diese Ablösung fällt in vielen Fassungen dem mißgünstigen und habgierigen Schwiegervater des Helden zu.


  1. Das Märchen ist bei den Skandinaven unter dem Titel ‘Der reiche Peter Krämer’, bei den Russen als ‘Der reiche Marko’ bekannt. Untersuchungen widmeten ihm N. Th. Sumcov (Etnograf. Obozrěnije 1894 20, 9–29. 21, 176) und Michael Dragomanov, Slawische Erzählungen von der Geburt Konstantins des Großen (bulgarisch im Sbornik min. 2–3; kleinrussisch in seinen Untersuchungen über kleinrussische volkstümliche Literatur = Rozvidky pro ukrajinśku narodnju slovesnist’ i pyśmenstvo 3, 193–294).
  2. Eine Abschwächung der märchenhaften Züge zeigt Kamp, Folkeminder S. 330 ‘Men skal aldrig sige aldrig’ und Kristensen, Bindestuens saga p. 104 ‘Kjøbmandssønnen’; der Kaufmann trägt dem Kapitän auf, den Jüngling in der Fremde umzubringen; dieser aber kehrt nach glücklichen Abenteuern reich zurück.
  3. Im Gegensatz hierzu schiebt Amleth bei Saxo 3 p. 92 Holder selber den Brief unter, der statt der Tötung seine Heirat mit der Königstochter von England empfiehlt (s. Olrik, Kilderne til Sakses Oldhistorie 2, 168. 1894). Im Campaka-Kathānaka und im ossetischen Märchen ändert das Mädchen den Brief, sonst immer eine unbeteiligte Person.
  4. Revue des trad. pop. 10, 441 ‘Le nasib endormi’. Magazin f. Lit. des Auslandes 1880, 356 (macedonisch). Sbornik min. 8, 182 nr. 3. 8, 174. 11, 134 nr. 2 (zur Sonne). 13, 219 nr. 5 (Witwe zur Sonne). Archiv f. slav. Phil. 13, 546. 553 und Šapkarev S. 306 nr. 168 (Sonne). Schischmanoff p. 238. 249. Wuk 1854 nr. 13 ‘Das Schicksal’. Pedersen nr. 2 ‘Du wirst deinem Glück auf deinem Wege begegnen’. Truhelka 2, 22 nr. 3. Šapkarev S. 329 nr. 286 (zur Sonne). Etnogr. Zbirnyk 30, 147 nr. 73 (kleinrussisch). Patkanoff, Mtsber. der Berliner Akademie 1866, 10, 732 (armenisch). Polívka, Archiv f. slav. Phil. 19, 254 nr. 75. Sklarek 1, 19 nr. 2. Sbornik Kavkaz. 18, 1, 73 (mingrelisch). 19, 2, 23 nr. 4 und 19, 2, 61 (imeretinisch). North indian Notes and queries 2, 210 nr. 743. Stokes nr. 12 ‘The man who went to seek his fate’. Dracott p. 96 ‘The man who went to seek his fortune’. Landes, Contes, annamites nr. 60 ‘L’empereur céleste et le pauvre’. Lademann, Archiv 12, 95 nr. 66 ‘Kigonigoni’. Swahili stories 1886 p. 33 ‘Alms are true wealth’. R. Köhler, Aufsätze 1894 S. 115. Auch Simrock, D. Märchen nr. 5 ‘Klein Kerlchen’.
  5. Vernaleken nr. 21 ‘Für einen Kreuzer hundert’. Zingerle, Lusernisches Wtb. S. 66. Gonzenbach nr. 47 ‘Von dem frommen Jüngling, der nach Rom ging’. Archivio 23, 221 ‘Lu Signuri di Luttisie’. Grisanti 2, 168 ‘Un ciabattino fortunato’. Kuhn, Byzantin. Zs. 4, 246. Etnogr. Zbirnyk 13, 161 nr. 347 und 349 (kleinrussisch).
  6. Ferner z. B. eingesprengt in ein französisches Märchen vom goldenen Vogel (Cosquin 1, 210), in ein wälschtiroler bei Schneller nr. 34 ‘Die drei Steinwürfe’, in ein italienisches bei Gradi, La vigilia di pasqua di Ceppo p. 8 (Teodora beim gran indovinatore), in polnische (Zbiór 15, 6 nr. 2: C D E F. Chełchowski 2, 17 nr. 51: B C D G), weißrussische (Romanov 3, 232 nr. 38), kleinrussische (Rozdolśkyj, Etnogr. Zbirnyk 1, 3 nr. 1. 1, 80 nr. 21. 9, 22 nr. 10) und ein lettisches (Weryho S. 50). Abseits steht ein serbokroatisches Märchen bei Valjavec S. 162 nr. 17, ein polnisches (Gonet S. 258 nr. 27), ein kaschubisches (Bronisch S. 49), ein großrussisches (Erlenwein S. 20 nr. 21), ein kleinrussisches (Šuchevyč S. 41 nr. 38) und ein indisches (Bompas S. 32 nr. 5).
  7. Vgl. zu der Ablösung von einer Arbeit Benfey, Pantschatantra 2, 331.
Der singende Knochen Nach oben Läuschen und Flöhchen
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