Auf Gott, und nicht auf meinen Rath

aus Wikisource, der freien Quellensammlung
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Textdaten
<<< >>>
Autor: Christian Fürchtegott Gellert
Illustrator: {{{ILLUSTRATOR}}}
Titel: Vertraun auf Gottes Vorsehung.
Untertitel: Auf Gott, und nicht auf meinen Rath
aus: Geistliche Oden und Lieder. S. 134–136
Herausgeber:
Auflage:
Entstehungsdatum:
Erscheinungsdatum: 1757
Verlag: Weidmannische Handlung
Drucker: {{{DRUCKER}}}
Erscheinungsort: Leipzig
Übersetzer: {{{ÜBERSETZER}}}
Originaltitel: {{{ORIGINALTITEL}}}
Originalsubtitel: {{{ORIGINALSUBTITEL}}}
Originalherkunft: {{{ORIGINALHERKUNFT}}}
Quelle: Google = commons
Kurzbeschreibung:
Lied nach der Melodie von Was Gott tut das ist wohlgetan (EG 372, GL 294)
Wikipedia-logo-v2.svg Artikel in der Wikipedia
Eintrag in der GND: {{{GND}}}
Bild
[[Bild:|250px]]
Bearbeitungsstand
fertig
Fertig! Dieser Text wurde zweimal anhand der Quelle Korrektur gelesen. Die Schreibweise folgt dem Originaltext.
Um eine Seite zu bearbeiten, brauchst du nur auf die entsprechende [Seitenzahl] zu klicken. Weitere Informationen findest du hier: Hilfe
Indexseite
[134]
Vertraun auf Gottes
Vorsehung.

Auf Gott, und nicht auf meinen Rath,
Will ich mein Glücke bauen,
Und dem, der mich erschaffen hat,
Mit ganzer Seele trauen.

5
Er, der die Welt

Allmächtig hält,
Wird mich in meinen Tagen
Als Gott und Vater tragen.

     Er sah von aller Ewigkeit,

10
Wie viel mir nützen würde,

Bestimmte meine Lebenszeit,
Mein Glück und meine Bürde.
Was zagt mein Herz?
Ist auch ein Schmerz,

15
Der zu des Glaubens Ehre

Nicht zu besiegen wäre?

     Gott kennet, was mein Herz begehrt,
Und hätte, was ich bitte,
Mir gnädig, eh ichs bat, gewährt,

20
Wenns seine Weisheit litte.
[135]

Er sorgt für mich
Stets väterlich.
Nicht, was ich mir ersehe,
Sein Wille, der geschehe!

25
     Ist nicht ein ungestörtes Glück

Weit schwerer oft zu tragen,
Als selbst das widrige Geschick,
Bey dessen Last wir klagen?
Die größte Noth

30
Hebt doch der Tod;

Und Ehre, Glück und Habe
Verläßt mich doch im Grabe.

     An dem, was wahrhaft glücklich macht,
Läßt Gott es keinem fehlen;

35
Gesundheit, Ehre, Glück und Pracht

Sind nicht das Glück der Seelen.
Wer Gottes Rath
Vor Augen hat,
Dem wird ein gut Gewissen

40
Die Trübsal auch versüssen.


[136]

     Was ist des Lebens Herrlichkeit?
Wie bald ist sie verschwunden!
Was ist das Leiden dieser Zeit?
Wie bald ists überwunden!

45
Hofft auf den Herrn!

Er hilft uns gern;
Seyd frölich, ihr Gerechten!
Der Herr hilft seinen Knechten.