BLKÖ:Beckh-Widmanstetter, Ignaz von

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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
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Band: 55 (1887), ab Seite: 267. (Quelle)
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Widmanstetter (Beckh-Widmanstetter), Ignaz von (k. k. Hauptmann, geb. in Laibach 8. Juli 1808, gest. auf dem Schlachtfelde vor Ancona 1. Juni 1849). Ein Sohn des Franz Solan aus dessen dritter Ehe mit Josepha Edlen von Eloy, trat er am 12. November 1823 als ex propriis in das 10. Feldjäger-Bataillon und erhielt in der damals bestandenen Cadetencompagnie zu Gratz seine militärische Ausbildung. Als das Bataillon aus Neapel nach Cattaro verlegt wurde, ruckte er im Sommer 1825 zu seinem Truppenkörper bei der 5. Compagnie des Hauptmanns Martin Signorini ein. Am 10. März 1831 ward er Unterlieutenant, am 16. Februar 1838 Oberlieutenant, am 22. Mai 1846 Capitainlieutenant und am 16. October 1846 Hauptmann im Bataillon, in welchem er als Subalternofficier auch die Posten des Adjutanten und des Proviantofficiers versehen hatte. Als die Revolution von 1848 in Italien ausbrach, stand das Bataillon in Varese, nördlich der Stadt Mailand; am 20. März marschirte es nach letzterer und vollzog glücklich die Vereinigung mit der Hauptarmee Radetzky’s. Beim Rückzuge aus Mailand, welcher am 22. März Abends angetreten wurde, führte Widmanstetter-Beckh mit seiner Division, einem Flügel Huszaren und zwei Geschützen die Avantgarde in der linken Flanke der Hauptcolonne. Vor jedem Orte hatte er mit Hinwegräumung der Barricaden zu thun und mußte sich den Einmarsch in Paolo mit Waffengewalt erzwingen. Auf dem weiteren [268] Marsche bis Verona wurde er mehrmals mit besonderen Aufträgen bedacht, insbesondere als zur Deckung des Rückzuges der damals schwachen Armee über den Mincio das Bataillon in der Nachhut verwendet ward. Nach der Concentrirung der Armee um Verona kam es bald zu der ruhmreichen Schlacht von St. Lucia am 6. Mai. Bei dem berühmt gewordenen Kampfe um den Friedhof hielt Widmanstetter-Beckh mit der Hälfte seiner Compagnie den Verhau zwischen dem Friedhof und der nach Somma-Campagna führenden Straße besetzt; die andere Hälfte unter Oberlieutenant Tobias von Hohendorf vertheidigte zuerst das Schulhaus, ward jedoch dann gleichfalls an die Straße vorgeschoben; diese Compagnie hatte also in ihrer fast ungedeckten Aufstellung unmittelbar neben dem Friedhofe, auf welchen der Stoß des feindlichen Heeres gerichtet war, den lebhaftesten Antheil an jenem denkwürdigen Kampfe. Widmanstetter-Beckh, der unter den Officieren des Bataillons lobend hervorgehoben wurde, war dann nach der Schlacht mit seiner Compagnie bis in die späte Nacht thätig, die Verwundeten aufzulesen und, so belehrte er seine Jäger, ob Freund oder Feind, zur Pflege abzugeben; überhaupt hat er durch den ganzen Krieg mitten im Kampfe nie der menschlichen Pflicht vergessen. Nach der Schlacht vertauschte er das Commando der ersten mit jenem der fünften Compagnie, weil er nach seinem Range zum Commando einer Division berufen war. Die erste Compagnie empfand tief diesen Wechsel, durch den sie ihren väterlich fürsorgenden Commandanten verlor. Der Sturm auf die Monti Berici bei Vicenza am 10. Juni 1848 brachte dem Bataillon und insbesondere auch dem Hauptmanne Widmanstetter-Beckh neue Siegesehren. Allgemein bekannt ist es, daß der heldenmüthige Führer der „Zehnerjäger“, Oberst Karl von Kopal, mit den Seinen die Initiative ergriff, um die tapferen Schweizer aus ihren verschanzten Positionen auf den vom späteren italienischen Ministerpräsidenten Marchese Massimo d’Azeglio vertheidigten Monti Berici zu drängen. Bei diesem Anlasse empfing Kopal die Todeswunde. Im weiteren Vordringen der Sturmcolonne auf dem engen Wege forcirte der an der Spitze der Colonne eingetheilte Hauptmann Joseph Jablonsky eine weitere die Straße sperrende Schanze, während zu gleicher Zeit der Divisionscommandant Hauptmann Widmanstetter-Beckh seine Leute auf die den Monte Baricocoli krönende große Schanze führte und dieselbe im Sturme nahm. Von diesem dominirenden Punkte übersah Letzterer das Kampffeld, wie es die auf der Straße vorwärts drängende Colonne nicht vermochte, und formirte, während Hauptmann Jablonsky im ferneren Nachdrängen die Schanze bei Casa Braghadini am Monte Parnasso erstieg, eine neue Sturmcolonne, mit welcher er die große Schanze am Monte Salvi, westlich von Braghadini, bezwang, von der die Tricolore wehte, deren Fall den Vicentinern den Verlust der Monti Berici und die Hoffnungslosigkeit weiteren Kampfes verkündete. In der unter dem Monte Salvi gelegenen Casa sette venti nahm unser Hauptmann den Rest der Schweizertruppen gefangen und beschoß von dieser Aufstellung den Campo Marzo vor der Stadt Vicenza und die über denselben retirirenden feindlichen Truppen. Während Jablonsky das Ritterkreuz des Maria Theresien-Ordens erhielt, bekam [269] Widmanstetter den Orden der eisernen Krone, welche – doch aller Wahrscheinlichkeit nach unbeabsichtigte – Zurücksetzung unseren Hauptmann in der Erfüllung seiner Pflicht nicht zu beirren vermochte. Dies bewies er schon am 4. August 1848 in dem bei Gambaloita vor Mailand stattgefundenen Treffen, dessen Ausgang die Capitulation der ewig unzufriedenen Stadt und den Abzug des sardinischen Heeres nach sich zog. Die Entscheidung fiel im Centrum der feindlichen Aufstellung beim Gehöfte Gambaloita, woselbst eine 16pfündige piemontesische Batterie, angefeuert durch die persönliche Anwesenheit des Sardenkönigs Karl Albert, ihre Geschosse in die österreichischen Angriffscolonnen sendete. Die Vorhut-Brigade Strassoldo mit dem 10. Jäger-Bataillon an der Spitze rückte zum Angriffe vor. Die Gefechtsleitung mußte aber sofort gewahren, daß vor dem Eintreffen der rückwärtigen Truppen ein Erfolg nicht zu hoffen. So führten denn die Jäger vorerst ein hinhaltendes Gefecht, während Generalstabshauptmann Franz von Kuhn (der spätere Reichskriegsminister) sich thätig erwies, eine stärkere Truppenmacht gegen Gambaloita zu dirigiren. Als diese Unterstützungen so nahe waren, um in das Gefecht eingreifen zu können, erfaßte Widmanstetter einen günstigen Moment, um sich an der Spitze seiner fünften, dann der ersten (Hauptmann Brand) und zweiten (Hauptmann Baron Lottieri) Compagnie durch die Wassergräben seitwärts der Straße, im Wasser watend, in die Nähe des Gehöftes Gambaloita und der Batterie daselbst heranzuschleichen, dann „plötzlich wie aus dem Boden hervorwachsend“ (Schönhals, „Erinnerungen“. Bd. II, S. 137), sich auf die Batterie zu stürzen und dieselbe, sowie das Gehöft zu nehmen, auf welches die Infanterie-Abtheilungen in der Fronte vorrückten, voran die 11. und 12. Compagnie von Hohenlohe-Infanterie Nr. 17. Die Gefangenen waren besorgt um den König, sein schnelles Pferd rettete ihn vor Gefangenschaft. Widmanstetter-Beckh’s That, durch welche das Treffen rasch entschieden wurde, war damals im Heere in Alter Munde, sie wurde im Reichstage verherrlicht, in Liedern besungen – doch meist ohne den Namen des Mannes, der aber diesen Tag als den schönsten seines Lebens pries, allein in seiner sein ganzes Wesen kennzeichnenden Bescheidenheit sich nicht darum bewarb, dort als Führer verkündet zu werden, wo er es thatsächlich war. Nach seinem Tode verflüchtigte sich auch in diesem Falle allmälig die Erinnerung, so daß noch im Sommer 1872 ein Augenzeuge dieser That seine Verwunderung darüber aussprach, daß man den Namen des Führers bei einer der schönsten Waffenthaten der italienischen Armee Radetzky’s nicht kenne. Damit war die eben geschilderte That Widmanstetter-Beckh’s gemeint. Nach Schluß des Feldzuges versah unser Hauptmann interimistisch die Stelle des Bataillonscommandanten und wurde zur Bewachung der Schweizergrenze, woselbst Unruhen stattfanden, nach Ghirla entsendet. Infolge kaiserlicher Entschließung vom 21. Februar 1849 ward die Zahl der Jäger-Bataillone vermehrt, die neuen durch Abtrennung der dritten Divisionen gebildet. Wohl war es nahe daran, daß Hauptmann Widmanstetter-Beckh bei diesen Veränderungen zu einem anderen Bataillon gekommen wäre, doch fügte es sich so glücklich, daß er dem 10. Jäger-Bataillon – leider nur für kurze Zeit – [270] erhalten blieb. Der Feldzug des Jahres 1849 in Italien war durch die Schlacht von Novara in der Hauptsache entschieden. Zur Pacification der römischen Provinzen wurde Feldmarschall-Lieutenant Graf Franz Wimpffen mit einem etwa 10.000 Mann starken Corps in die Romagna entsendet. Das in die Brigade des Generalmajors Pfanzelter eingetheilte 10. Jäger-Bataillon befand sich unter diesen Truppen. Am 24. Mai umstellte das Corps die Festung Ancona, und die methodische Belagerung derselben begann. Die Brigade Pfanzelter erhielt ihre Bestimmung am östlichen Flügel der Cernirungstruppen vor Pie della Croce und am 31. Mai den Befehl, daß der Feind aus den „vorliegenden Häusern von Santa Margherita delogirt und auf die Werke der Festung beschränkt werden müsse“. Am 31. Mai bezog Hauptmann Widmanstetter-Beckh mit seiner Compagnie die Vorposten für die Brigade. Beim Antritt seines Dienstes sprach er zu seinen Leuten: „Jäger! wir stehen schon einige Zeit vor der Festung, wollen einmal versuchen, ob sich etwas unternehmen läßt.“ Cr entsendete den Cadet-Patrouilleführer Georg von Ernst gegen das Dorf Santa Margherita recognosciren. Dieser gewahrte, daß sich in dem eine einzige Gasse bildenden Orte eine von Republicanern besetzte Barricade befand, und schlug nun bei der Meldung über seine Wahrnehmungen einen Ueberfall zur Nachtzeit vor. Darauf faßte der Hauptmann seinen Entschluß. Um 1/211 Uhr Nachts entsendete er den Cadeten Ernst mit einer aus acht Mann bestehenden Patrouille mit dem Befehle, sich auf dem von ihm bei Tage ermittelten Wege durch die feindliche Vedettenlinie zu schleichen, hinter der Barricade sich in ein Versteck zu legen und um 12 Uhr, wenn der Hauptmann mit seiner Compagnie die Barricade angreifen werde, dem Feinde in den Rücken zu fallen und ihn also in Unordnung zu bringen. Genau nach diesem Programm verlief der Ueberfall, den der Hauptmann dann ins Werk setzte. Die Aufständischen, darunter Studenten, welche Santa Margherita besetzt hatten, wurden durch die Jäger geworfen und zogen sich in die Festung zurück, bis an die Thore von denselben verfolgt. Infolge des Feuerns aus der Festung gingen die Jäger auf Santa Margherita zurück. Der Hauptmann ließ den Ortsausgang verbarricadiren und schritt sofort zur Durchführung des Zweckes seiner Unternehmung, an die Zerstörung der Wasserleitung, der größten, welche der Festung noch zur Verfügung stand, um den Bedarf an Trinkwasser zu decken. Zugleich ersuchte er um Verstärkung. Als die Feinde bei anbrechendem Morgen die geringe Zahl der Jäger wahrnahmen, welche den Erfolg der letzten Nacht erkämpften, rückten die Republicaner in starker Zahl auf die Barricaden, und es gelang ihnen auch nach mehreren fruchtlosen Angriffen, um 7 Uhr Morgens den Ort wieder zu gewinnen. Der Hauptmann sammelte seine Jäger, rückte mit ihnen neuerdings vor, wurde aber hiebei durch einen Schuß in die Leber tödtlich getroffen. Auch Oberlieutenant Graf Travers war verwundet. Ermuntert durch den Cadeten Grafen Walderdorff rächten die Jäger den Fall ihres Hauptmannes und warfen den Feind neuerdings aus Santa Margherita. Jetzt erst kamen die Verstärkungen, die Anforderung solcher, die Widmanstetter bereits während der Nacht gestellt hatte, war beim Bataillonscommandanten liegen geblieben. Die Aufgabe, die sich [271] unser Hauptmann selbst stellte, hatte er vollkommen gelöst. Die Wasserleitung war zerstört und dadurch der Mangel an Trinkwasser sehr fühlbar in der Festung, welche, nachdem sie ein mehrtägiges Bombardement ausgehalten, am 19. Juni capitulirte. Graf Wimpffen ließ in seinen Berichten und im Operationsjournale die Leistung Widmanstetter-Beckh’s dann als eine befohlene darstellen, was sie aber gar nicht war. Hauptmann Ignaz von Widmanstetter-Beckh starb noch am 1. Juni im Feldlazarethe. Ein „Hoch!“ auf den Kaiser war sein letzter Laut. Cadet Hugo Graf Walderdorff, später Güterbesitzer in Bayern und Vorstand des historischen Vereines der Oberpfalz und von Regensburg, entwirft in einem Briefe folgende Schilderung des Jägerhauptmanns: „An Hauptmann Widmanstetter-Beckh verlor das 10. Jäger-Bataillon offenbar seinen tapfersten und beliebtesten Officier, das war damals die allgemeine Meinung, der ich nur beipflichten kann. Unsere Jäger kritisirten mit besonderer Vorliebe ihre Herren Officiere, aber niemals habe ich Bemerkungen über unseren Hauptmann gehört, im Gegentheile, die Mannschaft war stolz auf ihn und unterhielt sich gerne von seinen Großthaten, die er namentlich bei Santa Lucia und an anderen Orten gethan, wofür aber theils Andere die Lorbeeren geerntet hatten. Ich bedauere nur, Ihnen den guten Hauptmann nicht zeichnen zu können, wie er bei Stürmen mit geschwungenem Säbel, halb nach den Jägern sich zurückwendend, mit glänzendem Auge und freudiger Miene dieselben zur Tapferkeit anfeuernd, der Truppe voraneilte; das war die einzige Gelegenheit, wo Alles in ihm lebte, sonst war er so still und einfach! Wettern und donnern hörte man ihn nie gegen seine Untergebenen; auch wenn er verweisen und strafen mußte, so geschah es stets mit Ruhe und ohne Aufregung, kurz er war als Mensch ebenso gutmüthig, gesetzt und freundlich und daher beliebt, als eifrig im Dienste und tapfer im Gefechte. Zum Beweise, wie sehr ich meinen Herrn Compagniecommandanten verehrte, möge Ihnen noch die Notiz dienen, daß ich das Porte-épée, das er an jenem Tage (seinem Todestage) trug, noch aufbewahre, und zwar neben einem Porte-épée unseres hochgefeierten Marschalls Radetzky.“ Ein anderer der einstigen Untergebenen Widmanstetter-Beckh’s, derzeit Major in der deutschen Garde, Patroclus Conte Magnoni, bewahrt den Säbel, den er von seinem Hauptmanne gelegentlich der Beförderung in die Officiersdecharge als Geschenk erhielt, nun versehen mit einer eingravirten Inschrift, welche verehrungsvolle Erinnerung an seinen einstigen Hauptmann ausdrückt. Mit diesen Aeußerungen von Anhänglichkeit und Verehrung stimmen alle anderen Kundgebungen seiner Zeitgenossen, insbesondere jene seiner Untergebenen überein. Hinsichtlich dieser und des erziehenden Einflusses, den er auf sie nahm, verdient hervorgehoben zu werden, daß in den zwei Compagnien, deren Commandant er 1848–1849 war, von denjenigen Männern, welche damals ihre militärische Laufbahn begannen: sechs Generale wurden (Georg von Ernst, Rudolf Freiherr von Gaffron, Engen Freiherr von Klimburg, Joseph Latour von Thurmburg, Erzieher Seiner k. k. Hoheit des Kronprinzen Erzherzogs Rudolf, Theobald Ritter von Massig und Conrad Nüscheler von Neuegg); Widmanstetter-Beckh’s manipulirender [272] Oberjäger Joseph Harrer starb als Oberst und Regimentscommandant in Activität. Des Jägerhauptmanns Neffe, Hauptmann Leopold von Beckh-Widmanstetter, sammelte die Nachrichten über seinen Oheim, als er im Laufe der Zeit wahrnahm, wie der todte Hauptmann nach der Hand in der Geschichte und insbesondere in der Schrift: „Das Kopal-Denkmal in Znaim und das k. k. 10. Feldjäger-Bataillon von der Errichtung bis zur fünfzigjährigen Jubelfeier“ (Wien 1864, J. Strack, 184 S.), in dem mit Hingabe seines Herzblutes erkauften historischen Eigenthume verkürzt wurde, wobei er zu den eben mitgetheilten, aus Acten geschöpften fesselnden Resultaten kam. Auf Zugrundelegung des während vieler Jahre durch Besprechung mit Augenzeugen und Aufsuchung von Materialien in Kriegsacten gewonnenen Materials versuchte es der Neffe nachträglich, dem im Kampfe für das Vaterland ehrenvoll Gefallenen jene Auszeichnung zu erwirken, auf die derselbe nach den gewonnenen Resultaten der Nachforschungen gegründeten Anspruch hatte, und erbat die Einberufung eines außerordentlichen Capitels des Maria Theresien-Ordens. Dieser Bitte wurde indeß nicht stattgegeben, was jedoch den Waffenruhm unseres Helden auch nicht schmälert.

Beckh-Widmanstetter (Leopold von). Actenmäßige Darstellung der Leistungen des Hauptmannes Ignaz von Beckh, richtiger von Beckh-Widmanstetter... im Gegenhalte zur geläufigen Geschichtschreibung und zur Beleuchtung seiner Ansprüche auf den militärischen Maria Theresien-Orden; Manuscript als Beilage der Majestätseingabe vom 20. Juli 1873, verwahrt im k. k. Kriegsarchive; – dann von demselben Verfasser in autographirter Vervielfältigung: „Das k. k. X. Feldjäger-Bataillon bei Erstürmung der Monti Berici vor Vicenza am 10. Juni 1848 (Gratz 1884, 11 Folioseiten und Croquis). – Strack (J.). Das Kopal-Denkmal in Znaim und das k. k. 10. Feldjäger-Bataillon von der Errichtung bis zur 50jährigen Jubelfeier (Wien 1864, S. 86–150 oftmals, allein fast durchgängig in entstellter Weise). – Kriegsbegebenheiten bei der kaiserlich österreichischen Armee in Italien 1848 bis 1849 (Wien 1851, 4°.) in 6 Abtheilungen, und zwar 1848, Bd. III, S. 84, 103; 1849, Bd. II, S. 59–60, 79. – Pantheon. (Ruhmeshalle) der k. k. Armee in den Jahren 1848–1849 (Wien 1850) S. 142, 154, 158. – (Schönhals). Erinnerungen eines österreichischen Veteranen, 1848 –1849, S. 278. – (Schweigerd). Oesterreichs Helden und Heerführer, 3 Bände, 1852–1854, Bd. III, S. 1252. – Die kriegerischen Ereignisse in Italien im Jahre 1848 und 1849 (Zürich, I. Theil 1848, II. Theil 1850; im II. Theile S. 125 die ehrendste gedruckte Erwähnung unseres Helden, welche bisher existirt). – Gratzer Zeitung, Abendblatt Nr. 41, Dienstag den 19. Februar 1850: „Das Signalhorn des 10. Jäger-Bataillons.“