BLKÖ:Kopal, Karl von

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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
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Band: 12 (1864), ab Seite: 421. (Quelle)
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Kopal, Karl von (Oberst des 10. Jäger-Bataillons und Ritter des Maria Theresien-Ordens, geb. zu Schidrowitz bei Znaim 3. Februar 1788, gest. zu Vicenza in Folge der bei Erstürmung des Monte Berico erhaltenen Wunden 17. Juni 1848). Trat als Cadet bei dem Infanterie-Regimente Prinz Friedrich von Sachsen-Coburg-Saalfeld Nr. 22 am 20. September 1805 ein und begab sich schon in wenigen Wochen zur operirenden Armee. Er focht in den Feldzügen 1805, 1809, 1813, 1814 und 1815. Am 16. Februar 1809 wurde er Lieutenant im 6. Jäger-Bataillon, welches bei der Avantgarde-Brigade Vécsey eingetheilt war. Bei dem Rückzuge nach Regensburg (22. April) mit einer halben Compagnie beordert, die Schließtruppe der Nachhut zu bilden, leistete er einer starken Cavallerie-Abtheilung, die ihn plötzlich angriff und zur Uebergabe aufforderte, den tapfersten Widerstand, erzwang sich den Weg in die Vorstadt Regensburg, deren Straßen er sofort verbarrikadirte, dadurch den Feind an weiterer Verfolgung hinderte, unseren Truppen, Munitions- und Geschützwagen aber die Fortsetzung des unbehelligten Rückzuges ermöglichte. Für seine Waffenthat wurde K. am 11. Juli 1809 zum Oberlieutenant im Bataillon befördert. Noch gab K. in den Feldzügen der Jahre 1813 und 1814 wiederholte Beweise seiner Umsicht und Tapferkeit; so im Jahre 1813 in der Schlacht bei Leipzig, wo er auf Befehl das Dorf Paunsdorf stürmte und [422] 30 Gefangene machte; im Jahre 1814 bei Lyon, wo er am 18. Jänner mit wahrer Todesverachtung unter dem heftigsten Feuer die Straßenbarrikade erstürmte und die Vorstadt einnahm, und bald darauf (am 18. Februar) bei Meximieux, als unsere Vorposten zurückgeworfen wurden und die bei Lois aufgestellten Geschütze der Unsern bedroht waren, vom Feinde genommen zu werden, worauf Kopal den vordringenden Feind mit seiner Compagnie so kräftig angriff, daß dieser alle weiteren Absichten, auf unser Geschütz aufgab und mit großem Verluste sich zurückziehen mußte. Während der darauffolgenden Friedensjahre diente K., seit 1. September 1813 Capitän und seit 16. Februar 1814 wirklicher Hauptmann, in seiner Hauptmannscharge fort, bis er am 28. December 1835 zum Major bei Erzherzog Ludwig-Infanterie Nr. 8 befördert, am 26. März 1836 aber in gleicher Eigenschaft zum 7. Feldjäger-Bataillon übersetzt wurde. Am 16. April 1841 erfolgte seine Ernennung zum Oberstlieutenant bei Kaiser-Jäger und am 24. April 1846 jene zum Oberst des 10. Jäger-Bataillons, das in den Annalen der Kriegsgeschichte gleich dem Namen seines tapferen Führers mit goldenen Lettern verzeichnet steht. Das Bataillon, in der Brigade Strassoldo eingetheilt, stand im Jahre 1848 in Italien und machte wohl die meisten Affairen dieses Feldzuges mit; die schönsten Lorbern aber zugleich mit seinem Oberst pflückte es bei Santa Lucia, 6. Mai, und bei Vicenza, 10. Juni. Bei Santa Lucia hielten das 10. Jäger-Bataillon und ein Bataillon von Erzherzog Sigismund-Infanterie drei volle Stunden hindurch Stand gegen fünf feindliche Brigaden, alle Angriffe heldenmüthig zurückweisend. Auf allen Puncten sich gleichsam vervielfältigend, sah man den todverachtenden Kopal auf seinem Schimmel, eine umso sichere Zielscheibe den feindlichen Schützen darbietend, seine braven Jäger zum Widerstande anfeuernd. Der Kirchhof von Santa Lucia, den zwei Compagnien der Jäger vertheidigten, wurde von der feindlichen Gardebrigade mit Ungestüm angegriffen, aber der Feind von den Jägern kräftig zurückgeschlagen, so daß er mit starkem Verluste sich zurückzuziehen gezwungen war. Erst als der Feind die zweite Division in den Kampf rücken ließ, mußten unsere, den linken Theil des Dorfes vertheidigenden Truppen sich zurückziehen, denn gegen eine solche feindliche Uebermacht konnte sich das Häuflein der Jäger nicht mehr halten; aber auch jetzt machte Kopal dem Feinde Schrift für Schrift den Boden streitig. Der Sieg dieses Tages war vornehmlich der zähen Ausdauer des Jäger-Bataillons und der Todesverachtung seines Commandanten zu danken, der für seine Waffenthat mit dem Ritterkreuze des Leopold-Ordens belohnt und dem zu Ehren eine der beiden auf dem Rideau von Verona aufgeführten Batterien mit dem Namen Kopal bezeichnet wurde. Eine nicht minder ausgezeichnete Waffenthat führte K. vor Vincenza aus, wohin die Armee in der Nacht vom 3. auf den 4. Juni gerückt war. Obgleich an der Ruhr sehr leidend, ließ sich K. nicht abhalten das Commando seines Bataillons persönlich zu führen; auch die Versicherung des Feldmarschalls, daß er nur zur Reserve bestimmt sei, vermochte nicht, ihn von seinem Vorhaben abzubringen. Der auf den 10. Juni um die zehnte Vormittagsstunde angesetzte Angriff auf Vicenza hatte schon um mehrere Stunden früher begonnen. General-Major Culoz hatte bereits den [423] Höhenzug von Santa Margherita und das vom Feinde stark besetzte Castell Rambaldo nehmen lassen. Den weiteren Angriff gegen den Monte Berico stellte aber der Feldmarschall bis zum Beginn des allgemeinen Gefechtes ein und schickte zu diesem Zwecke dem General-Major das 10. Jäger-Bataillon, das 2. Bataillon Hohenlohe-Infanterie Nr. 17, zwei Haubitzen, eine Fuß- und eine Raketen-Batterie. Als zum Angriff geschritten wurde, spann sich der Kampf mehrere Stunden ohne Entscheidung, aber nichtsdestoweniger heftig fort. Ein schluchtenartiges Thal trennte beide Theile. Die Aufstellung unserer Truppen und Geschütze hatte General Culoz in der Art bewerkstelligt, daß der Gegner weder die Starke und Stellung unserer Truppen noch jene unserer Geschütze berechnen konnte. Als mit einem Male eine starke feindliche Colonne gegen unsere Zwölfpfünder-Batterie mit Sturm losmarschirte, ließ General-Major Culoz die versteckt errichtete Batterie demaskiren und empfing die Stürmenden mit einem Kartätschenhagel. Da es nun galt, den Monte Berico, als Schlüssel unserer Stellung, um jeden Preis zu nehmen, führte Kopal, ohne Befehl abzuwarten, sein Bataillon in eine Schlucht, um aus dieser dann mit einem Male hervorzubrechen. Kopal drängte sich mit seinen braven Jägern zwischen das daselbst aufgestellte Bataillon von Graf Latour-Infanterie, und nöthigte, während seine Trompeter zur Attaque bliesen, die Tambours, den Sturmstreich zu schlagen. Nachdem das 10. Bataillon aus der Schlucht debouchirt war, formirte es sich sogleich und Hauptmann Jablonsky [s. d. Bd. X, S. 8] stürmte im raschen Anlauf zwei Schanzen. Unverweilt rückte Kopal mit seinem Bataillon nach, mit dem Säbel in der Faust die Braven gegen die Schanzen und auf Villa Carcano führend. Der Oberst drängte durch die stürmenden Leute in deren vorderste Reihe, aber in dem Augenblicke, als er mit den Ersten die Anhöhe erreicht hatte, zerschmetterte ihm eine Kugel den rechten Arm. Der Held mußte vom Kampfplatze getragen werden. Die bewunderungswürdige Tapferkeit der „Zehner-Jäger“ blieb nicht ohne Einfluß auf die anderen Truppen der Brigade Culoz, die es den Jägern gleich thun wollten, und im edlen Wetteifer nun den Feind, ihn gar nicht mehr zu Athem kommen lassend, auf das Heftigste angriffen. Von allen Seiten wurde er zurückgeschlagen und verfolgt; zuletzt warf er sich in den Thurm des Klosters Madonna del monte und in die benachbarten Häuser; aber aus jenem und aus diesen wurde er durch unsere Truppen getrieben; nichts widerstand mehr den siegestrunkenen Kämpfern, welche die Ehre des Tages entschieden hatten. Oberst Kopal aber, der vom Kampfplatze gebracht worden, erlag nach einigen Tagen schon seiner schweren Wunde. Im Tode wurde ihm die Ehre zu Theil, vom Capitel des Maria Theresien-Ordens unter seine Ritter aufgenommen zu werden, und die Söhne des schon seit 12. Februar 1837 geadelten Helden wurden mit Diplom vom 11. Jänner 1852 durch die Huld Sr. Majestät des Kaisers mit der Freiherrnwürde ausgezeichnet. Das „Oesterreichische Militär-Konversations-Lexikon“ und Hirtenfeld’s Werk über den Maria Theresien-Orden melden, daß ihm von seinen Landsleuten auf dem Gottesacker zu Znaim ein Denkmal gesetzt worden sei. Dem ist nicht so. Nicht auf dem Friedhofe Znaims, sondern in der Stadt selbst, auf dem Platze vor dem Kaiserthore, durch den sich selbst aufopfernden Eifer eines wackern [424] Bürgers, Namens Elsinger, wurde ihm eine stattliche Pyramide [siehe unten das Kopal-Denkmal] errichtet. Auch bestand nie die Absicht, ihm auf dem Friedhofe einen Denkstein zu setzen, sondern die, ihm in seinem Geburtsorte Schidrowitz ein Denkmal zu errichten, von welcher Idee man zu Gunsten der dann in Ausführung gebrachten abgekommen ist.

Adelstands-Diplom vom 12. Februar 1837. – Freiherrnstands-Diplom vom 11. Jänner 1852. – Strack (J.), Das Kopal-Denkmal in Znaim und das k. k. 10. Feldjäger-Bataillon von der Errichtung bis zur fünfzigjährigen Jubelfeier (Wien 1864, Staatsdruckerei, gr. 8°.). [Diese, auf authentische Urkunden und Feldacten gearbeitete Schrift enthält: I. eine ausführliche Schilderung der Waffenthat Kopal’s (S. 1–9); der Enthüllungsfeier nebst den betreffenden Urkunden (S. 10–14); den wörtlichen Inhalt der Kopal-Invalidenstiftungs-Urkunde (S. 15– 18); eine Beschreibung des Kopal-Denkmals und Kopal-Häuschens in Znaim mit Angabe der wichtigeren daselbst aufbewahrten Reliquien; eine Darstellung der rastlosen Bemühungen Elsinger’s um die Ausführung des Denkmals (S. 19–37); II. die Geschichte des k. k. 10. Feldjäger-Bataillons (S. 43–178) und zum Schlusse die Consignation über die im Feldzuge 1859 gebliebene und verwundete Mannschaft (S. 179–184). Die artistischen Beilagen dieser Schrift sind: eine Photographie des Schlachtengemäldes von Sta. Lucia; die Ansicht des Kopal-Denkmals in Znaim; ein wohlgetroffenes Bildniß Kopal’s und eine Abbildung des Signalhorns, welches von der italienischen Armee dem 10. Jäger-Bataillone verehrt wurde.] – Carinthia (Klagenfurter Unterh. Blatt, 4°.) XLVI. Jahrg. (1856), Nr. 16, im Aufsatze: „Erinnerungen aus dem Jahre 1848“. – Oesterreichischer Soldatenfreund, herausg von J. Hirtenfeld (Wien, 4°.) 1849, Nr. 71: „Den Manen Kopal’s“; 1853, Nr. 5, 48 u. 68. – Hirtenfeld (J.), Der Militär-Maria Theresien-Orden und seine Mitglieder (Wien 1857, Staatsdruckerei, 4°.) S. 1547 und 1752. – Oesterreichisches Militär-Konversations-Lexikon (Wien 1850 u. f., gr. 8°.) Bd. III, S. 613. – Ueber das Kopaldenkmal und die Kopal-Stiftung. Im Herbste 1850 hatte sich in Znaim aus den Herren Franz Doležal, Matthäus Elsinger, Wilhelm Haßfurter, Franz Pernitzer ein Ausschuß gebildet, der es sich zur Aufgabe machte, einen einfachen Denkstein zur bleibenden Erinnerung an den Obersten Kopal in dessen Geburtsorte Schidrowitz bei Znaim zu errichten. Da aber die Beiträge reichlich zuflossen und die Summe von 10.000 fl. überstiegen, wurde der Plan der Aufstellung eines einfachen Denksteins in Schidrowitz aufgegeben und die Errichtung eines stattlicheren Denkmals auf dem Platze vor dem Kaiserthore in Znaim beschlossen. Kaufmann Elsinger war es nun, der mit unermüdetem Eifer und wirklich patriotischer Hingebung die Angelegenheit in seine Hände nahm und sie ihrer Vollendung entgegenführte. Von Sr. Majestät dem Kaiser wurden dem Comité 17 Centner Kanonenmetall, und zwar erobertes piemontesisches Geschütz, für die Ausführung des Monuments geschenkt. Das Denkmal besieht in einem schlanken Obelisken aus Granit, der vom Erdboden 6 Klafter 2 Fuß in die Höhe und 4 Klafter 4 Fuß 2 Zoll im Quadrat mißt. Auf den vier Seiten des Steins laufen unterhalb die einfachen Widmungszeichen, oberhalb zieren ihn ringsum lorberumwundene Trophäen aus k. k. Feldjägerwaffen; die Spitze des Denkmals krönt, schwebend auf blanker Marmorkugel, die Siegesgöttin aus der Bronze der piemontesischen Kanonen, nach Fernkorn’s Modell im Salm’schen Eisen- und Bronzegußwerke gegossen. Der Entwurf des Denkmals ist vom Baurath Paul Sprenger; die Aufstellung des von dem Steinmetzmeister Mathias Novotny bearbeiteten Obelisken fand unter der Leitung des Ingenieurs Ferdinand Kierschner Statt. Die auf dem Denkmal angebrachten Inschriften sind: Westseite, gegenüber dem Kaiserthore: Dem Helden von St. Lucia und Vicenza Karl von Kopal; Südseite: k. k. Obersten des 10. Feld-Jäger-Bataillons, Ritter des Militär-Maria Theresien- und des österreichischen Leopold-Ordens, Patricier der freien Städte Fiume und Buccari; Ostseite: Geboren zu Schidrowitz den 3. Februar 1788; Nordseite: Gestorben an den vor dem Feinde erhaltenen Wunden am 17. Juni 1848. Am Granitwürfel des Obelisken befindet sich die Aufschrift: Errichtet im Jahre 1853. Die feierliche Enthüllung, bei welcher das Zeichen zum Falle der Hülle mit dem silbernen [425] Signalhorne [s. weiter unten] von demselben Stabstrompeter geblasen wurde, der an Kopal’s Seite bei Sta. Lucia den rechten Fuß verloren hatte, erfolgte am 17. October 1853[WS 1]. – Kopal-Stiftung. Von den zur Errichtung des Kopal-Denkmals eingelangten Beträgen ergab sich nach Bestreitung aller Ausgaben ein Ueberschuß von 1082 fl. 48 kr. Diese Summe wurde zu einer Stiftung, welche den Namen „Kopal-Invaliden-Stiftung“ führt, bestimmt und erreichte in Folge dessen durch neue Beiträge die Höhe von 4200 fl., von deren Interessen drei Stiftungsplätze, einer mit jährlichen 120 fl., der zweite mit 60 fl., der dritte mit 30 fl., dotirt wurden. Diese Beträge wurden für drei Invaliden des 10. Jäger-Bataillons bestimmt. Der mit dem ersten Stiftungsplatze betheilte Invalide übernimmt die Verpflichtung, in Znaim zu wohnen, die Anlagen des Kopal-Denkmals zu überwachen und die Reinhaltung des Platzes daselbst zu besorgen. Das Präsentationsrecht, das ursprünglich dem GvC. Grafen Franz Schlik zustand, wird nunmehr von der höchsten Militär-Centralbehörde, also jetzt von dem Kriegsministerium ausgeübt. – Kopal-Denkmal-Medaille. Zur Erinnerung an die Enthüllungsfeier wurde vom Professor Radnitzky eine Gedächtnißmedaille geschnitten, von welcher 700 Stück in Bronze im kaiserl. Münzamte kostenfrei geprägt wurden. Die Medaille, deren Erlös dem Jäger-Invalidenfonde gewidmet, zeigt im Avers das Porträt des Obersten Kopal, geschmückt mit dem Theresien-Orden und dem Armeekreuze, welches, von einer Einrahmung aus Eichenlaub umgeben, die Namen St. Lucia und Vicenza nebst passenden Emblemen enthält. Die Aversseite hat die Zuschrift: Carl von Kopal, Oberst des 10. Jäger-Bataillons, geboren den 3. Februar 1788, gestorben den 17. Juni 1848. Der Revers zeigt das Monument mit der Inschrift: Carl von Kopal’s Denkmal bei Znaim; beabsichtigt im August 1848, angeregt im Jahre 1849, enthüllt am 16. October 1853. Das Segment zeigt in einem Ornamente das Wappen der Stadt Znaim. – Das Kopal-Invalidenhäuschen ist durch manche sinnige Spenden ein kleines Museum geworden; darin befindet sich unter anderem der Gregorius-Orden, den Feldmarschall Radetzky getragen. Ein Bruder Kopal’s spendete dahin ein Album mit der Beschreibung der Thaten des 10. Jäger-Bataillons und einer Zeichnung des Kopalhorns u. s. w. [Denkschrift bezüglich des Kopal-Denkmals in Znaim und der damit verbundenen Invaliden-Stiftung (Wien 1855, K. Gerold u. Sohn, gr. 8°.). [Diese vom Kaufmann Matthäus Elsinger verfaßte Schrift bringt eine genaue Darstellung des Zustandekommens des Kopal-Denkmals und des Kopal-Invalidenfondes, und der Hauptantheil bei beiden muß unbedingt Elsinger zuerkannt werden. Auch ist dieser Schrift eine lithographirte Ansicht des Kopal-Denkmals beigegeben.] – Oesterreichischer Soldatenfreund (Wien, 4°.) 1853, S. 671: „Enthüllung des Kopal-Denkmals“. – Gratzer Zeitung 1860, Nr. 108. – Znaimer Wochenblatt 1854, Nr. 37: „Rechnung über die Kosten des Kopal-Denkmals in Znaim“.] – Kopal-Horn. Dieses schöne Horn, aus Silber gearbeitet, wurde von der kaiserl. Armee dem 10. Feldjäger-Bataillone als Ausdruck der Anerkennung für sein heldenmüthiges Kämpfen bei Sta. Lucia und Vicenza 1849 verehrt. Es ist ein Signalhorn, auf welchem in einem vom dem kaiserlichen Doppelaar gehaltenen silbernen Schilde die Worte: „Monte Berico“ und „Kopal ruft“, am unteren Rande aber: „Dem tapfern 10. Jäger-Bataillon die italienische Armee unter dem Sieger Radetzky, 1848“ zu lesen sind. [Die Abbildung und Beschreibung siehe in Strack’s Buche: „Das Kopal-Denkmal in Znaim“, S. 151.] – Gedichte für Kopal. Die Heldenthat Kopal’s wurde auch in der Dichtung gefeiert und Dr. August Schilling verherrlichte in einer Reihe ruhmvoller Momente des österreichischen Heeres auch den „Oberst Kopal bei Vicenza“ und J. N. Höltzl widmete ihm in Versen eine „Erinnerung“ (abgedruckt im Oesterreichischen Zuschauer 1856). – Porträte. 1) Lith. von Ed. Kaiser (Wien, Paterno, kl. Fol.); – 2) lith. von Leydoldt (Wien, Neumann, 4°. u. Fol.) [in der Serie der Maria Theresienritter]; – 3) guter, schöner, wohlgetroffener Holzschnitt in Strack’s Buche: „Das Kopal-Denkmal in Znaim“, ohne Angabe des Zeichners und Holzschneiders. – Freiherrliches Wappen. Rother Schild mit Schildeshaupt und erhöhtem Schildesfuße. Im silbernen Schildeshaupte drei quer nebeneinander gereihte blaue Sterne. Ueber dem erhöhten silbernen Schildesfuße ist eine aus dem Fußrande des Schildes aufsteigende blaue Spitze gezogen. Im rothen Schilde ist ein blankes quergelegtes Schwert an goldenem Gefäß zu sehen. In der blauen Spitze erscheint die Abbildung [426] des von der k. k. Armee in Italien dem 10. Feldjäger-Bataillon gewidmeten silbernen Signalhorns, ebenfalls in die Quere gelegt und mit dem Schalltrichter gegen die rechte Seite gekehrt. In der Mitte seiner Krümmung ist die arabische Ziffer zehn zu sehen. Auf dem Schilde ruht die Freiherrnkrone, auf welcher der gekrönte Turnierhelm sich erhebt. Aus der Krone des Helms ragen zwei mit den Sachsen gegeneinandergekehrte Adlerflügel, der rechte von rother, der linke von blauer Farbe, empor. Die Helmdecken sind rechts roth, links blau, auf beiden Seiten mit Silber belegt. In dem früheren einfachen Adelswappen fehlte nur die dem Schildesfuße des freiherrlichen Wappens zugefügte blaue Spitze mit dem Jägerhorn. Schildeshaupt, Schild und Helmzierde sind ganz gleich geblieben. – Familienstand der Freiherren von Kopal. Oberst Kopal war seit 1832 mit Therese Freiin von Spiegl, Tochter des k. k. GM. Freiherrn von Spiegl, vermält. Aus dieser Ehe stammen fünf Kinder: Karl (geb. zu Eger in Böhmen 1833), zur Zeit k. k. Hauptmann im 20. Feldjäger-Bataillon; Victorine (geb. zu Waldstein in Böhmen 1835), vermält mit dem k. k. Major in der Armee Ludwig Brand Ritter von Santa Lucia; Victor (geb. zu Jaispitz in Mähren 1836), zur Zeit Oberlieutenant im 10. Feldjäger-Bataillon; Ernestine (geb. zu Fiume 1839) und Robert (geb. zu Botzen in Tirol 1842), zur Zeit k. k. Lieutenant im Tiroler Jäger-Regimente Kaiser Franz Joseph I.

Anmerkungen (Wikisource)

  1. Vorlage: 1855.