BLKÖ:Boyneburg von Lengsfeld, Moriz Heinrich Freiherr von

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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
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Band: 2 (1857), ab Seite: 103. (Quelle)
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Boyneburg von Lengsfeld, Moriz Heinrich Freiherr von[BN 1] (General der Cavallerie, geb. 2. Oct. 1788). Trat, sechzehn Jahre alt, in die preußische, im J. 1807 in die westphälische Armee, und wohnte unter beständigem Avancement den meisten Feldzügen unter Napoleon bei. Den letzten Feldzug in französischen Diensten machte er 1813 mit. Am 19. August d. J., als die beiden westphälischen Husarenregimenter bei Crottau die böhmische Gränze überschritten hatten, vereinigten sich die Commandeurs Baron Hammerstein und Penz mit ihm und dem Major Koch, die beiden Regimenter dem deutschen Vaterlande zurück, und solche aus den Reihen der französischen Armee dem Kaiser von Oesterreich zuzuführen. In der Stille der Nacht vom 21. auf den 22. August brachen die Regimenter aus den Reihen der Bivouacsfeuer bei Reichenberg mit Hinterlassung aller ihrer Effecten – eine geheime Ordre vorgebend – auf, überstiegen das Gebirge, und als Oberst Baron Penz vorausgeschickt wurde, um im k. k. Hauptquartier zu Liebenau die That und Ankunft der Regimenter zu melden, führte Moriz Heinrich von B. das Regiment auf einem anderen Wege in’s österreichische Lager. Erst Angesichts desselben unterrichtete er das Regiment von dem Vorhaben und stellte jedem frei, der daran nicht Theil nehmen wolle, wieder umzukehren. Ein Freudenruf: „Es lebe das deutsche Volk!“ war die Antwort und bald waren die neuen Regimenter mit den österreichischen verbunden. Mit seinem Regimente kämpfte nun B. in den Campagnen von 1813, 1814 u. 1815. Im J. 1820 kam er zum Husarenregiment Baron Kienmayer. Im J. 1832 fungirte er als Generalmajor und Brigadier zu Temesvar, kam 1842[WS 1], zum Feldmarschalllieutenant befördert, als Divisionär nach Ofen. Am 11. Mai 1848 übernahm er an Lederers Stelle die Leitung des ungarischen Generalcommando’s, [104] vertauschte aber diesen Posten noch im Juli desselben Jahres mit einem in Galizien. Dort an der Seite des commandirenden Generals Freiherrn von Hammerstein nahm er an der Unterdrückung der am 1. Nov. d. J. ausgebrochenen Unruhen thätigen Antheil. Am 10. Jänner 1849 kam er als Militärcommandant für Oesterreich und Schlesien nach Troppau; gegenwärtig befindet er sich als unangestellter General der Cavallerie und zweiter Inhaber des Dragonerregimentes Großherzog von Toscana, Nr. 4, in Wien.

Berichtigungen und Nachträge

  1. Boyneburg von Lengsfeld, Moriz [Bd. II, S. 103] (k. k. General der Cavallerie, gest. zu Wien 20. September 1868).
    Neues Fremden-Blatt (Wien, 4°.) 1868, Nr. 262. – Militär-Zeitung, herausg. von J. Hirtenfeld (Wien, 4°.) Jahrg. 1868, S. 633: „Nekrolog“. – Der Kamerad (Wiener Soldatenblatt, 4°.) III. Jahrg. (1864), S. 437. [Bd. 23, S. 362.]

Anmerkungen (Wikisource)

  1. Vorlage: 1742.