BLKÖ:Brentano-Cimaroli, Joseph von

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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
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Band: 2 (1857), ab Seite: 133. (Quelle)
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Brentano-Cimaroli, Joseph von (k. k. Feldmarschall-Lieutenant und Großkreuz des Mar. Theresienordens, geb. zu Anfang des vorigen Jahrhunderts, gest. 1764). Im J. 1755 schon Oberst, focht er im siebenjährigen Kriege mit Auszeichnung bei Prag, Landshut, Görlitz, Breslau, wo seine Tollkühnheit ihn in Gefangenschaft führte. Ranzionirt, begann er bei Liebau eine neue Reihe heldenmüthiger Thaten (1758). Nach dem Ueberfalle bei Hochkirch ward ihm das Ritterkreuz des Mar. Theresienordens zu Theil. 1759 schlug er vor Dresden den preuß. General Wunsch, und bei Maxen den preuß. Gen. Fink, ihm weit überlegen, und entschied die Tage. 1762 schlug er die Preußen in Schlesien. Als Anerkennung folgte das Großkreuz des Theresienordens und die Beförderung zum FML. (1763). Der Tod ereilte ihn im vollen Mannesalter. – Joseph Anton, Sohn des Vorigen, Freiherr von (k. k. General-Major, Ritter des Mar. Theresienordens, geb. [134] 1742, gest. zu Frankfurt a/M. 20. Jänn. 1793). Schon mit 15 Jahren trat er in die Reihen der Krieger, und mit 36 Jahren war er Oberst im Georger Gränzregimente. Er zeichnete sich im bairischen Erbfolgekriege bei Hermanseissen, Johannesbad, Dittersbach durch Tapferkeit aus. 1784 ward er Commandant des neuerrichteten slavon.-kroatischen Freicorps. Neben persönlichem Muthe entwickelte er auch großes Geschick in Aufrechthaltung der Disciplin in seinem Corps; er ward daher zum Gen.-Maj. und Brigadier in Karlstadt ernannt und in den Freiherrnstand erhoben. Endlich that er sich auch noch im Türkenkriege, namentlich bei Belgrad (1790), so rühmlich hervor, daß er über Empfehlung des FM. Loudon das Ritterkreuz des Mar. Theresienordens erhielt. Nach dem Frieden ward er nach Frankfurt a/M. bestimmt und starb dort.

Oestr. Militär-Konversations-Lexikon. Herausg. von Hirtenfeld u. Dr. Meynert (Wien 1851) I. Bd. S. 501 und 502. – (Kneschke E. H. Prof.), Die Wappen der deutschen freih. u. adeligen Familien (Leipzig, Weigel, 8°.) II. Bd. S. 68. – Wappen: Ein viergetheilter Schild mit einem Herzschildlein. Im ersten goldenen Felde der kais. doppelte Reichsadler; das zweite Feld ist von Roth und Silber zehnmal quergetheilt; im dritten rothen Felde eine linksgekehrte, goldgekrönte, fünfmal in die Länge gekrümmte Schlange; im vierten schwarzen Felde ein rechts schreitender goldener Löwe mit einer Krone auf dem Kopfe. Im goldgekrönten blauen deutschen Herzschildlein ist eine Butte, natürlicher Gestalt und Farbe zu sehen.