BLKÖ:Chmel, Adam Mathias

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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
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Chmel, Joseph
Band: 2 (1857), ab Seite: 350. (Quelle)
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Chmel, Adam Mathias (Professor der Mathematik und Physik, geb. zu Teschen 27. August 1770, gest. zu Linz 12. März 1832). Er legte seine Humanitätsstudien zum Theil im gräfl. Tenczin’schen Convicte in Teschen unter der Leitung des gelehrten Scherschnik in den J. 1781–86 zurück. Dann ging er auf die Universität nach Wien und absolvirte daselbst die philosophischen Gegenstände, dann die Rechts- und die politischen Wissenschaften, zugleich aber hörte er, auf Veranlassung des Freiherrn van Swieten, auch die höhere Mathematik in den vorgeschriebenen Cursen. 1794 bewarb er sich um die Genie-Lehrerstelle an der mährisch-ständischen Akademie zu Olmütz, und erhielt sie noch im August desselben Jahres. 9 Jahre verblieb er daselbst, bis er 1803 die Lehrkanzel der Mathematik und später der Physik am Linzer k. k. Lyceum erhielt. Seine Schriften sind: „Herstellung der Begriffe Recht und Pflicht“ (in den 6 ersten Heften des in Brünn bei Traßler erschienenen „Allgemeinen europäischen Journals“ Jahrg. 1797); – „Logarithmische Differenzialien“ (in demselben [351] Journale 1798, April- und Maiheft); – „Institutiones mathematicae“ 2 Bde. (Linz 1807); – „Ursprung und Gründung des Linzer Lyceums mit Kepplers Leben“ (Linz 1826) und mehrere Gelegenheitsprogramme. – Als Lehrer des Geniefaches an der mährisch-ständischen Akademie führte C. mehrere praktische Arbeiten, Vermessungen aus, und lieferte Pläne davon.

Oestr. National-Encyklopädie (von Gräffer und Czikann), (Wien 1835, 6 Bde.) VI. Supplement- Bd. S. 400. – Scherschnik (Leopold Johann), Nachrichten von Schriftstellern und Künstlern aus dem Teschner Fürstenthume (Teschen 1810, Prohaska, 8°.) S. 70.