BLKÖ:Csaplár, Benedikt

aus Wikisource, der freien Quellensammlung
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
korrigiert
<<<Vorheriger
Csányi, Ladislaus
Band: 3 (1858), ab Seite: 44. (Quelle)
[[| bei Wikisource]]
in der Wikipedia
GND-Eintrag: 102000166, SeeAlso
Dieser Text wurde anhand der angegebenen Quelle einmal Korrektur gelesen. Die Schreibweise sollte dem Originaltext folgen. Es ist noch ein weiterer Korrekturdurchgang nötig.
Linkvorlage für Wikipedia 
* {{BLKÖ|Csaplár, Benedikt|3|44|}}

Csaplár, Benedikt[BN 1] (Sprachforscher, geb. zu Duna-Szerdahely im Preßburger Comitat 5. Jänner 1821). Seine Eltern, insbesondere sein Vater, leiteten den ersten Unterricht und richteten zur Frömmigkeit den Sinn des Knaben. Die Mittelschulen besuchte er in Neuhäusel, dann trat er in den Piaristen-Orden. Seinen Lieblingsgegenstand bildete die classische Literatur der Römer und Griechen und in Privigye beschäftigte er sich ausschließlich damit. Mit den Classikern der ung. Literatur wurde er später als Lehrer in Podolin bekannt, um welche Zeit er auch die vorzüglichsten Schriftsteller der Deutschen zu lesen und die französische Sprache zu lernen begann. Später (1840) seiner Sehnsucht, nach Siebenbürgen zu ziehen, folgend, verlegte er sich in Bistritz auf die italienische, alsdann zu Klausenburg auf die englische Sprache, und fing auch an um diese Zeit Plato’s Werke zu lesen; als er dann zufällig die von Emil Buczy ausgeführte magyarische Uebersetzung des griechischen Philosophen kennen gelernt, dieselbe mit dem lateinischen, griechischen und französischen Text verglichen, und sie für ganz unbrauchbar erkannt hatte, entschloß er sich selbst eine Uebersetzung Plato’s auszuführen und ließ auch in der That dieselbe unter dem Titel: „Platon munkái“, d. i. Plato’s Werke (Klausenburg 1845, 8°.) erscheinen. Schon als Studirender der Theologie war er ein eifriges Mitglied des Dugonics-Vereines und lieferte für denselben mehrere Werke. Nach Beendigung seiner Studien wurde er Professor zu Klausenburg, Ofen und Ungarisch-Altenburg. Im J. 1848 beabsichtigte er mit Bardocz ein kath. Predigten-Magazin zu Klausenburg in’s Leben treten zu lassen, aber die Revolution vereitelte dieses Vorhaben. In den Wirren jener Zeit verlor C. mehrere wissenschaftliche Manuscripte, worunter sich namentlich einige Abhandlungen über die Erziehung befanden.

Magyar irók. Életrajz-gyüjtemény. Gyüjték Ferenczy Jakab és Danielik József, d. i. ungar. Schriftsteller. Sammlung von Lebensbeschreib. Von Jakob Ferenczy und Josef Danielik (Pesth 1856, Gustav Emich) S. 77.

Berichtigungen und Nachträge

  1. E Csaplar, Benedict [Bd. III, S. 44].
    Danielik (József), Magyar irók. Életrajz-gyüjtemény. Második az elsőt kiegészítő kötet, d. i. Ungarische Schriftsteller. Sammlung von Lebensbeschreibungen. Zweiter, den ersten ergänzender Theil (Pesth 1858, Gyurian, 8°.) S. 399. [Bd. 23, S. 379.]