Platon

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Platon
Platon
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Πλάτων, Plato
* 428/427 v. Chr. in Athen
† 348/347 v. Chr. in Athen
griechischer Philosoph
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DNB: Datensatz, Werke

Werke[Bearbeiten]

Schriften, die Platon nur zugeschrieben sind und deren Urheberschaft zweifelhaft ist, sind mit einem Fragezeichen (?) versehen.

Briefe[Bearbeiten]

Es sind 16 Briefe unter dem Namen Platons überliefert, die teilweise schon in der Antike als unecht galten.

Dialoge[Bearbeiten]

Die platonischen Dialoge sind vollständig überliefert und wurden schon in der Antike (durch Aristophanes von Byzanz) in thematisch orientierte Tetralogien eingeteilt. Eine zweifelsfreie absolute Chronologie der platonischen Dialoge gibt es nicht, zumal die Hinweise in den Werken selbst, die Platon gibt, sich oft widersprechen. Anhand des Stiles (Stilometrie) ergibt sich folgende Einteilung:

  • Frühdialoge: Apologie des Sokrates, Charmides, Euthyphron, Gorgias, Hippias Minor, Hippias Maior (?), Ion, Kriton, Laches, Lysis, Protagoras
  • mittlere Dialoge: Euthydemos, Kratylos, Menexenos, Menon, Phaidon, Phaidros, Politeia, Symposion
  • Spätdialoge: Kritias, Nomoi (Gesetze), Parmenides, Philebos, Politikos, Sophistes, Theaitetos, Timaios
  • unklar: Alkibiades I, Alkibiades II, Apollodoros (?), Echekrates (?), Eukleides (?), Hipparchos (?), Kephalos (?), Kleitophon (?), Terpsion (?), Theages (?)
  • The Protagoras of Plato. Edited by B. D. Turner. London, 1891: Google-USA*

Übersetzungen[Bearbeiten]

Die bekannteste deutsche Übersetzung der platonischen Dialoge stammt von Friedrich Schleiermacher (1804–1810). Weitere Übersetzungen von Carl von Prantl (1854–58), Franz Susemihl (1856–57), Julius Deuschle (um 1860), Ludwig von Georgii (um 1870) und Otto Apelt (1911–1920).

  • [Jacobus Schenck]: Antwort und entschuldigung deß aller weysesten Hayden Socratis, auff unwarhafft anklage und bezüg Aniti. Von der welt untrew, boßhait und undanckbarkait. Erstlich auß Kriechisch inn Lateinisch sprach gezogen, Newlich inns teütsch verdolmetscht. Steyner, Augspurg 1535 MDZ München = Google
  • Georg Frölich: Ob die tugend geleret möge werden. Ain gespräche ains vnbekanten gelerten, ob es wol sunst dem Platoni zugelegt würdt. und Ain gespräche von dem gerechten, dem Platoni mit vngrundt zugeschrieben, darinn geleret würdt, daß die gerechtigkait ain kunst sey, vnd daß die menschen nit mit willen vngerecht vnd böß seyen. In: Joannis Stobei Scharpffsinniger Sprüche, auß den schrifften der … Griechen. Oporinus, Basel 1551, S. 559–565 MDZ München = Google
  • Johann S. Müller: Tu Theiu Platōnos Dialogoi Hex. Sechs auserlesene Gespräche Platons, Griechisch und Deutsch, nebst des Herrn Dacier [André Dacier] Vorrede und Anmerkungen, herausgegeben durch Johann Samuel Müller. König, Hamburg 1736 MDZ München = Google
    • Der Erste Alcibiades, von der Menschlichen Natur.
    • Laches, von der Tapferkeit.
    • Protagoras, wider die Sophisten.
    • Theages, von der Weisheit.
    • Der Zweyte Alcibiades, vom Gebet.
    • Die Nebenbuhler, von der Welt-Weisheit.
  • Johann S. Müller: Socrates Schutz-Rede, welche er kurz vor und nach dem empfangenen Todes-Urteil an seine Richter gehalten, von Plato aufgezeichnet, und ins Deutsche übersetzet von Johann Samuel Müller. König, Hamburg 1739 MDZ München = Google
  • Moses Mendelssohn: Phaedon oder über die Unsterblichkeit der Seele in drey Gesprächen. Berlin und Stettin 1767 Google
  • E-Texte ausgewählter Dialoge in deutscher Übersetzung bei Zeno.org

Kommentierte Ausgaben[Bearbeiten]

  • Erklärt von Carl Schmelzer, Berlin, Weidmann
    • 1. Phädrus, 1882 IA (UoToronto)
    • 2. Gorgias, 1883 IA (UoCalif), IA (UoToronto)
    • 3. Phädo, 1883 IA (UoCalif), IA (UoToronto)
    • 4. Apologie. Krito, 1883 IA, IA (UoToronto); 1912² (von Hans Petersen) IA (UoCalif)
    • 5. Symposion, 1882 IA, IA (UoCalif), IA (UoToronto); 1915² (von Christian Harder)
    • 6. Menon. Euthyphron, 1883
    • 7,1–2. Der Staat, 1884 IA, IA (UoToronto), IA (UoVirg), IA (UoCal)
    • 8. Charmides. Lysis, 1884
    • 9. Laches. Ion, 1884 IA

Rezeption[Bearbeiten]

Sekundärliteratur[Bearbeiten]

Leben, Person, Wirkung[Bearbeiten]

  • Biographisches über Plato aus dem Codex Vaticanus graecus 1898 und die Isagoge des Albinus auf Grund derselben Hs. hrsg. von J. B. Sturm, hrsg. von J. B. Sturm, in: Programm des K. Humanistischen Gymnasiums Kaiserslautern für das Schuljahr 1900/1901, Kaiserslautern 1901 UB Regensburg
  • Wilhelm Windelband: Platon (= Frommanns Klassiker der Philosophie, 9). Frommann, Stuttgart 1900 Internet Archive = Google-USA*, 6. Auflage, 1920 Internet Archive

Schriften: Chronologie, Echtheit, Stil[Bearbeiten]

Philosophie: Systematik, Teilaspekte, Deutung[Bearbeiten]

  • Constantin Ackermann: Das Christliche im Plato und in der platonischen Philosophie, Hamburg 1835 (Google)
  • Carl Beck: Platons Philosophie im Abriß ihrer genetischen Entwicklung, Stuttgart 1853 (Google)
  • Jakob Billharz: Ist Plato’s Speculation Theismus?, Karlsruhe/Freiburg 1842 (Google)
  • Richard Bohne: Wie gelangt Plato zur Aufstellung seines Staatsideals, und wie erklärt sich sein Urteil über die Poesie in demselben?, in: Jahres-Bericht über das Königliche Friedrich-Wilhelms-Gymnasium zu Berlin […], Berlin 1893, S. 3–41 ULB Düsseldorf
  • Karl Friedrich Hermann: Geschichte und System der platonischen Philosophie, Heidelberg 1839 (Google, Google, Google)
  • Karl Justi: Die aesthetischen Elemente in der platonischen Philosophie, Marburg 1860 (Google, Google)
  • Joseph Jakob: Studien zu Platons Protagoras, Aschaffenburg 1904 ULB Düsseldorf
  • Alexander Kapp: Platon’s Erziehungslehre als Pädagogik, Minden/Leipzig 1833 (Google)
  • Jeremias Rudolf Lichtenstädt: Platon’s Lehren auf dem Gebiete der Naturforschung und der Heilkunde, Leipzig 1826 (Google)
  • Gerhard Michaelis: Die Entwicklungsstufen in Platos Tugendlehre, Barmen 1893 ULB Düsseldorf
  • Paul Natorp: Platos Ideenlehre. Eine Einführung in den Idealismus. Leipzig² 1921. (E-Text bei Zeno.org)
  • Arnold Ruge: Die Platonische Aesthetik, Halle 1832 (Google, Google)
  • Heinrich von Stein: Sieben Bücher zur Geschichte des Platonismus, Göttingen 1862–75 (drei Teile, alle hier: Google)
  • Theodor Sträter: Die Idee des Schönen in der platonischen Philosophie, in: Studien zur Geschichte der Aesthetik, Band 1, Bonn 1861 (Google)
  • Wilhelm Gottlieb Tennemann: System der Platonischen Philosophie, Leipzig 1792–94 (Beide Bände: Google)
  • Friedrich Ueberweg, Karl Praechter: Grundriss der Geschichte der Philosophie. 1. Teil. 12. Auflage. Mittler, Berlin 1926, S. 178–347, 65*–100* Internet Archive
  • Eduard Zeller: Der platonische Staat in seiner Bedeutung für die Folgezeit, in: Historische Zeitschrift Bd. 1 (1859), 108–126.