BLKÖ:Czirjék von Sepsi Zoltan, Michael

aus Wikisource, der freien Quellensammlung
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
korrigiert
Band: 3 (1858), ab Seite: 114. (Quelle)
[[| bei Wikisource]]
in der Wikipedia
GND-Eintrag: [1], SeeAlso
Dieser Text wurde anhand der angegebenen Quelle einmal Korrektur gelesen. Die Schreibweise sollte dem Originaltext folgen. Es ist noch ein weiterer Korrekturdurchgang nötig.
Linkvorlage für Wikipedia 
* {{BLKÖ|Czirjék von Sepsi Zoltan, Michael|3|114|}}

Czirjék von Sepsi Zoltan, Michael (Schriftsteller, geb. zu Szárazberek in der Szathmarer Gespannschaft 1753, gest. 1798). Von reformirten adeligen Eltern geboren, studirte er in dem reformirten Collegium zu Sáros-Patak und trat dann in die königl. ungar. adelige Leibgarde zu Wien ein. Die geistige Sturm- und Drangperiode, welche im Anbeginn der zweiten Hälfte des vorigen Jahrhunderts im Corps der königl. ung. Leibgarde sich kundgab, und welche von den jungen ungar. Gardisten Barcsai (I. Bd. S. 157), Baroczy (s. d. I. Bd. S. 160), Bessenyei (s. d. I. Bd. S. 350) und Anderen im patriotischen Enthusiasmus für die magyar. National-Literatur, zunächst durch gelungene Uebersetzungen aus dem Französischen und Deutschen und durch Ausbildung des magyar. Styls eingeleitet worden, führte auch C. auf diese Bahn und er übersetzte unter anderen drei Episteln Collards in’s Magyarische; sie erschienen unter dem Titel: „Erzékeny levelek, mellyeket francziaból magyarra fordittot“, d. i. Empfindsame Briefe aus dem Französischen in’s Ungarische übersetzt (Wien 1785, Trattner, 8°.); sie enthalten die drei Episteln der Heloise an Abälard, der Valliere an Ludwig XIV., und der Bernavel.

Ersch (J. S.) und Gruber (J. G.), Allgemeine Encyklopädie der Wissenschaften und Künste (Leipzig 1822, Gleditsch, 4°.) I. Sect. XX. Bd. S. 456.