BLKÖ:Heldmann, Andreas

aus Wikisource, der freien Quellensammlung
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
korrigiert
<<<Vorheriger
Held, Johann Georg
Band: 8 (1862), ab Seite: 247. (Quelle)
[[| bei Wikisource]]
Andreas Heldmann in der Wikipedia
GND-Eintrag: 101587678, SeeAlso
Dieser Text wurde anhand der angegebenen Quelle einmal Korrektur gelesen. Die Schreibweise sollte dem Originaltext folgen. Es ist noch ein weiterer Korrekturdurchgang nötig.
Linkvorlage für Wikipedia 
* {{BLKÖ|Heldmann, Andreas|8|247|}}

Heldmann, Andreas (Geschichtschreiber, geb. zu Birthalmen (Birthalm) in Siebenbürgen, lebte in der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts). Ueber das Leben Heldmann’s ist wenig bekannt; er hat zu Hermannstadt studirt und war, als König Karl XII. über Siebenbürgen nach Schweden reiste, von einem Officiere seines Gefolges überredet worden, sein Vaterland zu verlassen und sich in Schweden ein neues zu suchen, was Heldmann auch gethan hat. In Upsala erhielt er eine Anstellung und in der Erinnerung an sein fernes Vaterland, nach welchem er immerwährend eine tiefe Sehnsucht empfand, schrieb er ein Werk, welches von dem Ursprünge der sächsischen Nation in Siebenbürgen handelt und zu den besten zählt, die über diesen Gegenstand erschienen sind; es hat den Titel: „Disputatio historica de Origine septem Castrensium Transylvaniae Germanorum, quam ... publice ventilandum sistit Auctor Andreas Heldmann, Saxo Transylvanus, Lingu. Germ. in Acad. Ups. Magister anno 1726 die 14. Dec.“ (Upsaliae, 4°.). Da Heldmann in Upsala seine Muttersprache lehrte, beschäftigte er sich auch mit linguistischen Studien und veröffentlichte mehrere Grammatiken, als eine „Grammatica Germanica Suethizans“ (Stockh. et Upsala 1726) und eine „Schwedische Grammatik“ (Upsala 1738, 8°.), Sein Todesjahr ist unbekannt, doch hat er 1738 noch gelebt, da im letztgenannten Jahre seine schwedische Grammatik im Drucke erschien.

Seivert (Johann), Nachrichten von Siebenbürgischen Gelehrten und ihren Schriften (Preßburg 1785, Weber u. Korabinski, 8°.) S. 147. – Horányi (Alexius), Memoria Hungarorum et Provincialium scriptis editis notorum (Viennae 1776, Ant. Loewe, 8°.) Bd. II, p. 81. – Ersch und Gruber, Encyklopädie der Wissenschaften und Künste. II. Section, 5. Theil, S. 71. – Adelung’s Fortsetzung und Ergänzung von Jöcher’s Gelehrten-Lexikon, Bd. II, S. 1889. – Adelung’s Mithridates, Bd. II, S. 310.